Loki88 hat geschrieben:ich denke mal die werden eine email bekommen haben
Hallo Andrea,
ich bin von einem Vorbesitzer (vermutlich nicht der, der Hera zu Ihnen gebracht hat, da er sich schon nach kurzer Zeit wieder von ihr getrennt hat und sie - meiner Kenntnis nach - zu den eigentlichen Besitzern zurück gebracht hat) dazu befragt worden, welche Trainungsmaßnahmen er durchführen könne, um z.Bsp. die Leinenführigkeit zu verbessern. Auch hätte er Probleme damit gehabt, dass sie eben nicht mit allen Hunden verträglich ist und in gewissen Situation schon recht energisch zur Tat schreitet.
Zu einem regen Meinungsaustausch kam es dann gar nicht mehr, weil er sich von ihr trennen musste, da sie eines seiner Familienmitglieder gebissen hat. Welches genau, weis ich spontan nicht - aber da dort wohl ein Kind in der Familie lebte, fiel die Entscheidung sehr schnell und sehr konsequent.
Meiner Kenntnis nach, sind Sie (der Verein) bereits davon in Kenntnis gesetzt worden, um was für einen Hund es sich bei Hera handelt - und zwar vom Besitzer der Wurfschwester.
Mir ist klar, dass man einen "Weißen Boxer" wesentlich besser vermitteln kann, als einen reinrassigen American Bulldog. Was ich als Bulldogbesitzer allerdings absolut unverständlich finde ist, wie man die neuen Besitzer im Ernstfall in das offenen Messer laufen lassen kann.
Ein 20 Monate alter AmBull ist beileibe noch nicht ausgewachsen - weder körperlich noch geistig (und ausdrücklich noch nicht geistig). Die Handhabung eines adulten Bulldog ist ansich schon nur was für geübte Hände. Einen tauben Bulldog zu führen, der möglicherweise seine ganz eigenen bulldogtypischen Verhaltensweisen an den Tag legt, ist meiner Meinung nach etwas für einen absoluten Rassekenner.
Wer als Hundehalter dann davon ausgeht, dass er es mit einem relativ gutmütigen Boxer zu tun hat, kann ganz ganz böse auf die Schnauze fallen (wenn ich mal so deutlich sein darf) und ein ganz unangenehmes Erwachen erleben.
Außerdem ist es bei den Bulldogs nicht selten so, dass sie nach einer mehr oder weniger langen Eingewöhnungszeit - in der sie sich absolut vorbildlich benehmen - versuchen, dass Kommando im Rudel zu übernehmen.
Derlei Fälle gab es in letzter Zeit genug, die dann nach wenigen Wochen des himmlischen Friedens, nicht selten damit endeten, dass der Bulldog eingeschläfert werden musste, weil er damit begonnen hat, das Rudel aufzumischen oder sich gar gegen die neuen Familienmitglieder zu stellen.
In Anbetracht der Tatsache, dass ein AmBull ausdrücklich KEIN Boxer ist, möchte ich Sie dringend bitten, Ihre Vermittlungsstrategie zu überdenken. Der neue Besitzer, der nicht weis, mit was für einem Hund er tatsächlich zu tun hat, könnte ganz ganz schnell damit konfrontiert werden, dass der Hund sich so benimmt, wie sich ein AmBull nunmal benimmt...
Freundliche Grüße
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