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Auffälligkeiten beim Hund

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Re: Auffälligkeiten beim Hund

Beitragvon Bulldogge » 02.11.2009, 11:54

Michael hat geschrieben:erwartest du das wirklich.


Nein, natürlich nicht. Aber mit dem selben Selbstverständnis, wie keiner offen zugeben würde (keine der beiden Seiten), dass Fehler gemacht wurden, wird der Fehler eben auf der anderen Seite erkannt.

Dabei meine ich aber auszumachen, dass eben das Zuweisen von Fehlern zunächst mal in Richtung Halter geht. Zumindest ist meine subjektive Wahrnehmung so.
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Re: Auffälligkeiten beim Hund

Beitragvon Bulldogge » 02.11.2009, 12:08

@zwergili

Dass wir alle Fehler in der Ausbildung und Erziehung machen liegt in der Natut der Sache. Genau wie der Hund ein Individuum ist, muss auch seine Erziehung individuell erfolgen.

Leider gehen wir Hundehalter viel zu gerne von einem Schema F aus - es wird uns ja auch leicht gemacht: Hundeplätze = Schema F, Hundeschule = Schema F, Rütter im Fernsehen = Schema F ...

Die Frage ist nur, wie "sauber" der Hund ist und wie gut er dann eben die Fehler weg steckt. Ein Hund, der psychisch einwandfrei ist, verzeiht Fehler wesentlich schneller, als einer, der ne Klatsche hat.

Mit einem psychisch stabilen Hund kann ich wesentlich besser arbeiten - auch gemachte Fehler ausbügeln. Hat der Hund aber ein Problem ansich, dann schlagen sich Fehler mit zum Teil gravierenden Folgen nieder.

Das Problem, was ich dabei allerdings sehe, ist, dass bei dem heimlichen Umgang mit Unzulänglichkeiten der Nachzuchten (respektive der Elterntiere und damit einem möglichen Rückschluss auf den Nachwuchs) die Gefahr der Fehleinwirkungen deutlich ansteigt, da sich die Probleme ja erst im Laufe des Älterwerdens des Hundes manifestieren - in den meisten Fällen zumindest.

Für mich ergibt sich da eine Kausalität, die leider eben beim Züchter seinen Anfang nimmt: das Verschweigen oder schlimmer noch Verneinen von Unzulänglichkeiten der Elterntiere erhöht die Gefahr einer Fehleinschätzung durch den Welpenhalter enorm.

Der offene Umgang mit solchen Problemen seitens des Züchters kann dem Welpenkäufer von Anfang an dabei helfen, Fehler zu vermeiden. Wir haben hier so ein Beispiel rumlaufen: Micha und heike haben uns von Anfang an gesagt, dass Mama Goggles nicht unbedingt mit jedem anderen Hund warm wird und das zu erwarten ist, dass unsere Missy eben auch nicht everybodys darling sein könnte. Auch sind wir von Anfang an darauf hingewiesen worden, dass die Verpaarung, aus der unsere Püppi entstammt, mit durchaus treibstarken und nervlich gut situierten Hunden statt gefunden hat und auch hier zuerwarten ist, dass der Welpe sich zu einem triebigen Hund entwickeln wird.

Und auf diese Informationen haben wir die Erziehung aufgebaut und - so will ich mal behaupten - ein recht ordentliches Ergebnis erzielt.

Solche Informationen hätten wir aber auch bei Sandmann gern von Anfang an gehabt. Die kamen aber eben nicht vom Züchter, sondern von anderen Personen, die eben seine Eltern auch gut kannten. Da waren aber Fehler schon gemacht worden bei der Erziehung - und die eigentlich notwendigen Informationen kamen dann erst bei der Suche nach möglichen Ursachen für seine Auffälligkeiten.
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Re: Auffälligkeiten beim Hund

Beitragvon Lennox » 02.11.2009, 12:47

Die Frage ist nur, wie "sauber" der Hund ist und wie gut er dann eben die Fehler weg steckt. Ein Hund, der psychisch einwandfrei ist, verzeiht Fehler wesentlich schneller, als einer, der ne Klatsche hat.

Mit einem psychisch stabilen Hund kann ich wesentlich besser arbeiten - auch gemachte Fehler ausbügeln. Hat der Hund aber ein Problem ansich, dann schlagen sich Fehler mit zum Teil gravierenden Folgen nieder.

Das Problem, was ich dabei allerdings sehe, ist, dass bei dem heimlichen Umgang mit Unzulänglichkeiten der Nachzuchten (respektive der Elterntiere und damit einem möglichen Rückschluss auf den Nachwuchs) die Gefahr der Fehleinwirkungen deutlich ansteigt, da sich die Probleme ja erst im Laufe des Älterwerdens des Hundes manifestieren - in den meisten Fällen zumindest.

Für mich ergibt sich da eine Kausalität, die leider eben beim Züchter seinen Anfang nimmt: das Verschweigen oder schlimmer noch Verneinen von Unzulänglichkeiten der Elterntiere erhöht die Gefahr einer Fehleinschätzung durch den Welpenhalter enorm.

Der offene Umgang mit solchen Problemen seitens des Züchters kann dem Welpenkäufer von Anfang an dabei helfen, Fehler zu vermeiden.


Sehr gutes posting! :up:
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Re: Auffälligkeiten beim Hund

Beitragvon Michael » 02.11.2009, 13:50

Administrator hat geschrieben:@zwergili

Dass wir alle Fehler in der Ausbildung und Erziehung machen liegt in der Natut der Sache. Genau wie der Hund ein Individuum ist, muss auch seine Erziehung individuell erfolgen.

Leider gehen wir Hundehalter viel zu gerne von einem Schema F aus - es wird uns ja auch leicht gemacht: Hundeplätze = Schema F, Hundeschule = Schema F, Rütter im Fernsehen = Schema F ...

Die Frage ist nur, wie "sauber" der Hund ist und wie gut er dann eben die Fehler weg steckt. Ein Hund, der psychisch einwandfrei ist, verzeiht Fehler wesentlich schneller, als einer, der ne Klatsche hat.

Mit einem psychisch stabilen Hund kann ich wesentlich besser arbeiten - auch gemachte Fehler ausbügeln. Hat der Hund aber ein Problem ansich, dann schlagen sich Fehler mit zum Teil gravierenden Folgen nieder.

Das Problem, was ich dabei allerdings sehe, ist, dass bei dem heimlichen Umgang mit Unzulänglichkeiten der Nachzuchten (respektive der Elterntiere und damit einem möglichen Rückschluss auf den Nachwuchs) die Gefahr der Fehleinwirkungen deutlich ansteigt, da sich die Probleme ja erst im Laufe des Älterwerdens des Hundes manifestieren - in den meisten Fällen zumindest.

Für mich ergibt sich da eine Kausalität, die leider eben beim Züchter seinen Anfang nimmt: das Verschweigen oder schlimmer noch Verneinen von Unzulänglichkeiten der Elterntiere erhöht die Gefahr einer Fehleinschätzung durch den Welpenhalter enorm.

Der offene Umgang mit solchen Problemen seitens des Züchters kann dem Welpenkäufer von Anfang an dabei helfen, Fehler zu vermeiden. Wir haben hier so ein Beispiel rumlaufen: Micha und heike haben uns von Anfang an gesagt, dass Mama Goggles nicht unbedingt mit jedem anderen Hund warm wird und das zu erwarten ist, dass unsere Missy eben auch nicht everybodys darling sein könnte. Auch sind wir von Anfang an darauf hingewiesen worden, dass die Verpaarung, aus der unsere Püppi entstammt, mit durchaus treibstarken und nervlich gut situierten Hunden statt gefunden hat und auch hier zuerwarten ist, dass der Welpe sich zu einem triebigen Hund entwickeln wird.

Und auf diese Informationen haben wir die Erziehung aufgebaut und - so will ich mal behaupten - ein recht ordentliches Ergebnis erzielt.

Solche Informationen hätten wir aber auch bei Sandmann gern von Anfang an gehabt. Die kamen aber eben nicht vom Züchter, sondern von anderen Personen, die eben seine Eltern auch gut kannten. Da waren aber Fehler schon gemacht worden bei der Erziehung - und die eigentlich notwendigen Informationen kamen dann erst bei der Suche nach möglichen Ursachen für seine Auffälligkeiten.



aber diese Infos sollten doch normal sein, denke ich.

aber jetzt muss ich mal ne lanze f+ür die züchter brechen:

manche wissen auch nicht alles über die hunde die sie verpaaren und können daher keine aussagen treffen.
lg Michael ( Von Avalon's American Bulldogs )
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Re: Auffälligkeiten beim Hund

Beitragvon Xenius » 13.11.2009, 19:49

Ich habe jetzt diesen Thread zweimal durchgelesen um sicher zu sein nichts überlesen zu haben. Zwei Begriffe zum Thema vermisse ich: Prägephase und Sozialisierungsphase. Was darin verbockt worden ist wird der Hund sein ganzes Leben mittragen.
Nehme ich nun einen verantwortungsbewussten Züchter der eine wohl überdachte Verpaarung mit den o.g. Faktoren plant, seine Welpen danach optimal prägt und aufzieht, die Welpen den "richtigen" Leuten verkauft, habe ich gute Chancen einen Hund ohne gravierende Auffälligkeiten zu haben.
Mir ist klar dass es noch x Gründe für Auffälligkeiten gibt, aber dieses "Startpaket" finde ich persönlich sehr wichtig.

Ich würde gern mal dazu Meinungen hören

lg
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Re: Auffälligkeiten beim Hund

Beitragvon white angels » 17.11.2009, 12:35

Bei unserem ersten Wurf gab es auch bei einigen Nachzuchten ein Wesensproblem. Die Hunde waren extrem ängstlich.

Aus dem Wurf entstanden insgesamt 9 Welpen. Bei 4 Nachzuchten gab es diese Probleme. Wir waren geschockt, da sowohl die Mutter als auch der Vater keine Wesensauffälligkeiten zeigten. Leider erfährt man bei der Ahnenforschung auch vieles oft im Nachhinein.

2 der wesensschwachen Hunde haben mittlerweile ein neues zu Hause und dort kommen die Hunde super klar.

Für uns war nach dem Wurf klar, dass wir beim nächsten Deckrüden genau schauen müssen und falls wieder etwas schiefgeht, war klar, dass wir unsere Hündin aus der Zucht genommen hätten. Der zweite Wurf ist mittlerweile über ein Jahr her und es gibt keinerlei Wesensauffälligkeiten.

Die erste Verpaarung hat einfach nicht zusammengepasst und ich habe beim 2.Wurf eine ehrliche Deckrüdenbesitzerin gefunden... ;)
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