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Österreich: Heftige Diskussion um "Tier-Euthanasie"

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Österreich: Heftige Diskussion um "Tier-Euthanasie"

Beitragvon Daniela » 02.10.2007, 17:06

Heftige Diskussion um "Tier-Euthanasie"

Der Kärntner Tierschutzreferent Uwe Scheuch (BZÖ) hatte vorgeschlagen, alte, kranke, verhaltensgestörte und herrenlose Haustiere in den Tierheimen zu töten. Dieser Vorschlag war auch Thema der "Streitkultur" in Radio Kärnten.

Den ganzen Artikel gibt es hier: ORF.AT
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Beitragvon Daniela » 02.10.2007, 17:08

Na, wenn alte, kranke, verhaltensgestörte und herrenlose Hunde eingeschläfert werden sollen, dann wären die Tierheime tatsächlich leer... :motzschild:

Ob dass, da dann auch auf Rentner ausgeweitet wird? Spart ja dann auch Steuergelder... :kopfwand:

Und das kommt von einem Tierschutzreferenden... :respekt: :fluch:
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Beitragvon Bulldogge » 02.10.2007, 17:46

Daniela hat geschrieben:Na, wenn alte, kranke, verhaltensgestörte und herrenlose Hunde eingeschläfert werden sollen, dann wären die Tierheime tatsächlich leer... :motzschild:


Auch, wenn das wieder mal falsch rüber kommt ... : Sooo abwegig finde ich die Idee nicht.

Stellen wir uns mal vor, ein alter Hund, der nicht mehr vermittelbar ist, weil er krank ist oder verhaltensgestört, verbringt den Rest seines Lebens in Tierheim.

Machen wir uns nichts vor, so toll das auch immer klingt aber ein lebensewertes Leben sieht anders aus.

Und nun gehen wir mal davon aus, dass 10 solcher Fälle im Tierheim sitzen und (mal drastisch ausgedrückt) Personal, Zeit und finanzielle Ressourcen binden, die bei den optimistischeren Fällen "sinnvoller" angelegt wären.

Das ist etwas anderes, als wenn bei uns ein Hund in der Familie alt wird.

Bei solchen Einrichtungen wie Tierheimen etc. muss man andere Maßstäbe beim Denken und Fühlen ansetzen - das ist mit einer Familienhaltung nicht vergleichbar.

Wenn es nach mir ginge, würde ich sofort das ins Land holen von ausländischen Tierheimhunden (um sie dann hier wieder ins Tierheim zu stecken) verbieten. Das würde viele deutsche Ressourcen schlagartig freisetzen, die dann für "deutsche" Tierheiminsassen verwendet werden könnten.
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Beitragvon Daniela » 02.10.2007, 17:59

Es geht da aber eben auch um
herrenlose Haustiere in den Tierheimen
, für mich schließt DAS den Rest, der noch da ist, auch ein.

Aber es geht ja auch um Tierschutz und da einfach jeden alten Hund, der doch noch vermittelt werden kann einfach so zu töten, ne, davon halte ich nix. Ebenfalls verhaltensgestörte Hunde, wer legt fest, welcher so verhaltensgestört ist, dass er nicht mehr rehabilitiert werden kann? Einfach alle über einen Kamm scheren, wie es dann mit Sicherheit gemacht würde, ne, davon halte ich ebenfalls nichts.

Klar, ist für viele Hunde das Tierheim schrecklich, aber ich glaube fest dran - vor allem, wenn ich die vielen Hunde auf dem Land sehe (und da ist es egal ob "West oder Ost"), die dahinvegetieren. Die sind im Tierheim sehr wahrscheinlich 100mal glücklicher.

Wobei ich mich teilweise anschließe ist allerdings das mit den Tieren aus dem Ausland. Da müsste DORT vor Ort mehr getan werden, obwohl ich auch verstehe, warum sie die Hunde rüberholen. Ist halt ein zweischneidiges Schwert.
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Beitragvon Bulldogge » 02.10.2007, 20:55

Ob die Haltung in einem Tierheim auch immer dem Tierschutz dient, wage ich sehr zu bezweifeln.

Mach dir mal den Spaß und geh mal nach Lankwitz ins Tierheim - die können gar nicht den Tieren gerecht werden, und schon gar nicht im Sinne des Tierschutz.

Sicher ist eine Euthanasie eine schwere Pille aber viel zu oft die wirklich humanere Lösung.
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Beitragvon Yvonne » 04.10.2007, 20:14

Sandmann

da bin ich anderer Meinung.

Da bei uns im Tierheim über Jahre weg, genau solche Hunde einsassen, (die mehr als 10 Jahren im TH lebten). Vorher schwierig, mit der Zeit alt und schwierig !!! Und es werden solche Hunde vermittelt !
Aber was gibt einem das Recht ein solches Tier einzuschläfern ?? Weil wir meinen, der Hund hat kein gutes Leben ?
Meiner Meinung nach, geht es vielen Hunden im Tierheim 1000x besser, als Hunde, die nur in einem Garten (ich meine damit außerhalb liegende Gärten im Feld oder Stadtrandlage, nicht Gärten, die zum Haus gehören.) gehalten werden. Im Sommer mit mehr Ansprache, weil die Besitzer bei schönem Wetter öfter im Garten (zum grillen oder Gartenarbeit) sind. Im Winter nur paarmal pro Woche, Wasser und Futter bringen. Das ist für mich 1000x schlimmer. Und was mich da total ankotzt, ist, das man dagegen nichts machen kann. Weil die Hunde ja gefüttert werden, aber ansonsten keinerlei Zuwendung erfahren.


Auch wie die Verordnung herauskam, wurden in anderen hessischen Tierheimen die Listis eingeschläfert, nur weil es LIsti´s waren.

Ich kann das in keinster Weise nachvollziehen !!

Wir waren im Urlaub in vielen Tierheimen, und haben auch nachgefragt, weil in manchen Tierheimen viele verhaltensgestörte Hunde einsassen, auf meine Frage hin, wie lange die Hunde dort bleiben, wurde mir gesagt, bis sie sterben. ABer im Gegensatz zu früher, wird mit den Hunden heutzutage gearbeitet bzw. resozialisiert, was früher kaum gemacht wurde.
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Beitragvon Bulldogge » 04.10.2007, 21:05

Yvonne hat geschrieben:wurde mir gesagt, bis sie sterben. ABer im Gegensatz zu früher, wird mit den Hunden heutzutage gearbeitet bzw. resozialisiert, was früher kaum gemacht wurde.


In der Tat scheint es so, als das sich das Denken dahingehend ändert. Aber leider nicht überall Yvonne.

Viel zu oft noch ist das Tierheim nichts angenehmes für den Hund.
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Beitragvon Yvonne » 04.10.2007, 21:22

Noch nicht überall, aber mit der Zeit wird sich das ändern. Hoffe ich doch, als Optimistin !!!

Es ändert sich viel, aber leider nicht überall, und nicht schnell.

Aber es gibt auch positives.

Beispiel Röntgen !!
Wurden früher Hunde kaum geröntgt, außer wenn man es dem Hund ansah, das er z.B. eine HD Problematik haben könnte, gehört es heute dazu, das die Hunde geröntgt werden. Ist zwar noch nicht bei allen TH, aber bei sehr vielen.

:applaus:
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