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Jäger erschießen frei lebenden Wolf
Zwei Jäger erschossen am Samstag während einer Jagd im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen einen frei lebenden Wolf. Obwohl den Jägern bewusst war, dass es sich um ein vom Aussterben bedrohtes und unter Naturschutz stehendes Tier handelte, gaben die Männer mehrere Schüsse auf den Wolf ab. Die Jäger gaben an, der Wolf sei bereits verletzt gewesen. Das eigenmächtige Vorgehen löste Entrüstung und Unverständnis nicht nur bei Tier- und Naturschützern aus. Auch der Präsident des Deutschen Jagdverbandes räumte ein, dass Jäger verletzte Tiere nicht eigenmächtig von ihrem Leid erlösen dürften.
2000 wurde nach mehr als 140 Jahren zum ersten Mal wieder ein Wolf in der sächsischen Lausitz geboren. Derzeit gibt es gerade mal vier Familienverbände mit insgesamt zirka 35 Tieren in Deutschland. „Leider nähren derartige, mir vollkommen unverständliche Vorkommnisse, immer wieder das ohnehin schon angeschlagene Verhältnis zwischen Tierfreunden und der Jägerschaft.”, kommentiert Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO den Vorfall.
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