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Die Wildtiere sind zurück .... Wisent, Wolf, Waschbär und Co

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Die Wildtiere sind zurück .... Wisent, Wolf, Waschbär und Co

Beitragvon Steffi30 » 03.01.2008, 11:16

Deutschland: Wildtiere kommen zurück

Wildtiere könnten in einigen Jahren vielleicht schon zum gewohnten Anblick in Deutschland werden. Jedenfalls scheinen sie sich zunehmend wohler in Deutschland zu fühlen. Das lässt zumindest die steigende Zahl einiger Wildtierpopulationen vermuten. Dabei verlieren viele Wildtiere mehr und mehr die Scheu vor dem Menschen. „So kann es schon mal vorkommen, dass man einem Fuchs vor seinem Haus gegenübersteht, einen Kormoran beim Fischen beobachtet oder einen Rothirsch beim Joggen im Wald zu Gesicht bekommt“, weiß Andrea Thümmel von dem Tierschutzverein TASSO e.V. aus eigener Erfahrung zu berichten.

Die Wolf-Population erholt sich allerdings erst sehr langsam in Deutschland. Nachdem 1996 der erste Wolf in Deutschland gesichtet wurde, schätzt man den Bestand heute auf zirka 35 Tiere. (siehe auch TASSO Newsletter vom 18.12.2007). In der Eifel, dem Bayerischen Wald, im Pfälzer Wald und im Schwarzwald gibt es wieder einige der ebenfalls unter Bestandsschutz stehenden Luchse. Mehrere Elche wurden in Ostdeutschland gesehen. Man vermutet, dass sich diese imposanten Tiere z.B. in Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg ansiedeln könnten. Der Waschbär hat sich mittlerweile so weit fortgepflanzt, dass er zur Bestandskontrolle leider schon wieder geschossen wird. Schätzungsweise 4.000 bis 6.000 Biber leben an der Elbe. Auch diese Tierart hat sich seit den 70er Jahren wieder erholt und gilt nicht mehr als vom Aussterben bedroht. Laut einer repräsentativen EMNID-Umfrage im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung ist die Hälfte aller Deutschen (49%) der Meinung, dass alle einst in Deutschland lebenden Wildtiere das Recht haben, sich hier wieder anzusiedeln.

http://www.n-tv.de/898983.html
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Beitragvon Daniela » 03.01.2008, 11:58

Na dann hoffen wir mal das Beste und dass nicht wieder ein Bär in Bayern abgeknallt wird... oder ein Wolf ... oder ...

Ich finde es gut und hoffe es wird mehr Tierarten wieder hier heimisch werden.
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Re: Die Wildtiere sind zurück .... Wisent, Wolf, Waschbär un

Beitragvon Bulldogge » 03.01.2008, 12:16

Steffi30 hat geschrieben:Dabei verlieren viele Wildtiere mehr und mehr die Scheu vor dem Menschen.


Und das ist genau das Problem. Wildschwein und Fuchs sind in der Stadt fast normal geworden. Leider bringen die Viecher Krankheiten mit, die es in der Stadt so nicht gab. Andersherum holen die sich dort Erreger, die in der Wildpopulation veherende Folgen haben können.

Ich betrachte diese Entwicklung eher mit gemischten Gefühlen.

Steffi30 hat geschrieben:einen Kormoran beim Fischen beobachtet


Das ist ja nun leider nichts mehr neues - oder besser: bitterer Alltag.

Der Kormoran hat in den letzten Jahren dermaßenen Schaden am Fischbestand angerichtet, dass die Anglerverbände mitlerweile fordern, ihn ins Bundesjagdgesetz aufzunhemen und zum bejagen frei zu geben.

Der Kormoran ist stellenweise eine ernstzunhemende Plage, die die Berufsfischer wirklich in ihrer Existenz bedroht. Und nicht nur der Fischbestand wird in Mitleidenschaft gezogen. Wo sich eine Kormorankolonie bildet stirbt in der Regel die angrenzende Vegetation vollkommen ab. Eine hundert Jahre alte Kastanie kann in wenigen Monaten nur durch den Kot der Vögel sterben.

Also ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich über das Wiederansiedeln eines solchen Schädlings freuen kann...
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Beitragvon Daniela » 03.01.2008, 12:20

Na ja, aber an der Überfischung wird der Kormoran ursprünglich wohl nicht schuld sein. Der eigentliche "Übeltäter" ist meiner Meinung nach der Mensch mit seiner Maßlosigkeit und das in vielen Beziehungen --> Natur.

Auch, dass die Tiere in die Städte wandern, sorry, woran liegt's? Wer nimmt ihnen denn mehr und mehr den Lebensraum, baut Straßen durch die Reviere und und und? Dann müssen wir auch mit den Konsequenzen leben.
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Beitragvon Bulldogge » 03.01.2008, 14:52

Daniela hat geschrieben:Na ja, aber an der Überfischung wird der Kormoran ursprünglich wohl nicht schuld sein.


Du wirst es mir nicht glauben aber eine Überfischung in deinem Sinne gab es so nie.

Die Fangquoten sind derbe reglementiert - sowohl binnen als auch freie See.

Allerdings hat der Kormoran zum Beispiel am Rhein und an der Elbe für das Aussterben von ganzen Arten gesorgt.

Wiederansiedelungen und ähnliche Projekte scheitern daran, dass Besatzfische innerhalb kürzester Zeit wieder aufgefressen werden.

Er ist ein Schädling - daran gibt es nichts zu rütteln.

Und das die Viecher keine Scheu mehr haben liegt mit Sicherheit auch daran, dass sie keine mehr zu haben brauchen.

Wie siehts denn heute gesetzlich aus? Kann ich in den Wald gehen und Essen selber organisieren (ausser Pilze und Beeren...)? Nein, kann ich nicht.

Die Viecher haben doch verlernt, dass man besser vor dem Zweibeiner Reisaus nehmen sollte oder man bekommt 'ne Keule über den Kopp gehauen.

Das klingt sehr drastisch - aber es ist so.
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Beitragvon Steffi30 » 03.01.2008, 15:05

Alles mit Maß und Ziel lieber Sandmann, aber die Richtung ist gut, weil das Viehzeug gehört in den Wald und nicht nur in den Zoo. Meine Kinder kennen das Eichhörnchen , das Reh, den Specht usw. eben nicht nur von Super RTL sondern aus der Realität!

Übervölkerung, egal um welche Spezies es sich handelt führt immer zu Problemen, ob Territorial, Nahrungstechnisch o. ä., Aber darum gings ja gar nicht.

Übrigens:
Schaut mal in meinem link nach, dort ist auch eine Bilderserie über Wölfe, sind echt tolle Fotos dabei.

LG
Steffi
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Beitragvon Daniela » 03.01.2008, 15:19

Siehst Du Rico, ich habe letztens abends einen Bericht gesehen, in dem das genau anders geschildert wurde. Der Kormoran wurde allerdings nicht beschuldigt, sondern es wurde ausschließlich über die Überfischung gesprochen, die an der Ostsee betrieben wurde und wird und das einige Fischarten vom Aussterben bedroht sind. Ausschließlich deshalb, weil sie überfischt werden von der Industrie, nicht weil Tierbestände sie dezimieren.
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Beitragvon Bulldogge » 03.01.2008, 22:57

Daniela, ich rede von der Binnenfischerei - nicht von der Ostsee. Den Kormoran gibt es nur im Binnenland - Salzwasser mag der nicht sonderlich.

Ich guck mal auf dem Anglerboard nach. Dort gab es letztes Jahr eine wirklich ernst zu nehmende Untersuchung (als Link), die die tatsächlichen Schäden bezifferte.

Über die Zahlen haben selbst die ganz alten Hasen dort (teilweise in der x-ten Generation Berufsfischer!) gestaunt.

Ich such mal ...

@Steffi30

Ja klar soll'n sie in die Natur. Aber nicht bemuttert und betuttert werden, sondern bejagt. Sie dürfen die Scheu nicht verlieren - das ist für ein Wildtier absolut der Untergang. Es sei denn, das Zusammenleben wird erwünscht.
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Beitragvon Daniela » 03.01.2008, 23:05

Na dann haben wir aneinander vorbei geredet. ;)
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Beitragvon Bulldogge » 06.01.2008, 19:37

Ich bin noch am Suchen - bei mehreren 100.000 Beiträgen nicht ganz einfach.

ABER: hier mal eine Frage aus der aktuellen Fischereiprüfung (die jeder ablegen muss, der einen Fischereischein - neudeutsch: Angelerlaubnis - haben möchte):

Frage 1

Welche größeren Vogelarten können Fischbestände deutlich gefährden?

A Lachmöwe, Graureiher und Kormoran
B Eisvogel und Wasseramsel
C Kranich und Seeadler


Nun ratet mal ... :D
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