was hat sich geändert

Kritische Betrachtung der aktuellen Zucht des American Bulldog
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was hat sich geändert

Beitragvon Michael » 19.08.2009, 07:21

ich haben mal vor jahren folgendes z.Thema Ausstellunegn gepostet:

wir brauchen nicht:

- unfaire Richter
- unfähige Richter
- korrupte Richter und Offizielle (Gerüchte)
- Vetternwirtschaft
- betrunkene Teilnehmer und Offizielle
- Zugedröhnte Richter und Teilnehmer
- Unsachliche Nachbetrachtungen von Ausstellungen
- Richteranwärter/Ringschreiber die ihren Mund nicht halten können.
- Offizielle die Ihre eigenen Hunde ausstellen und/sogar richten
- Ausstellungen wo schon vorher bekannt ist wer gewinnt (Gerüchte)
- Ausschreitungen auf, vor und nach der Veranstaltung
- Mehrererlei Recht und Austellungsordnungen (gleiches Recht für alle)
- Leute die sich Registraturen bauen um ihrem gezüchteten Müll eine Basis zugeben oder
versuchen mit Registraturen Geld zu machen und dann díe Standards den Produkten ihrer
größten Kunden anpassen.
- Bulldogpolitiker

was brauchen wir:

-verbände die sich trauen gegen Ungereimtheiten vorzugehen- ohne
Rücksicht auf den Namen des betroffenen auch wenn es ein "großer"
Name ist.

-Veranstalter die Courage haben und sagen: "so nicht, nicht mit uns"

- faire Teilnehmer und mehr Sportsgeist

- mehr Interesse am Hund als am Punkt

- weniger Champions will heißen, die Latte, um ein Champ. zu werden, muss
höher liegen.

- Richter die Hunde richten wollen und können und wissen wie ein hund aussehen muss - nicht solche die mit dem Richten versuchen ihre eigenen hund oder sich selbst zu verkaufen.

- Richter die auch mal auf einer schau sagen, hier gibt es keine ersten Plätze, weil das was im
Ring steht max. für den 4.platz gut ist.

- Veranstalter die auch mal einen Richter ablehnen

Und wir Teilnehmer sollten daran denken, sowohl die Veranstalter als auch die Organisationen, aber ganz besonders die kommerziellen Registraturen wie ABRA, ABA, EKC, NKC, UKC etc. wollen uns und unser GELD, sei es nun direkt über den Eintritt oder indirekt über die Registratur von Hunden und wenn sie keine Kohle mehr von uns bekommen, haben sie ein Problem. Was ich meine – wir sollten uns diesen Scheiß nicht mehr gefallen lassen. Wenn wir glauben wir werden von einem Veranstalter, Richter oder einer Organisation beschissen (oder was auch immer) sagt es auf den Ausstellungen, schreibt eine Beschwerde, lehnt die Richter ab, geht zur schau, habt Spaß und stellt NICHT aus. Macht eurem Unmut laut und deutlich im Ring luft. Wenn man 25-30 Euro für eine Meldung bezahlt und mit seinem Hund durch den Ring rennt um ein Richterurteil zu bekommen, hat man anrecht darauf, egal wie das Urteil ausfällt, fair und kompetent behandelt zu werden und einen anständigen und sachkundigen Richter in Ring stehen zu haben. Niemanden der noch vom Abend vorher „zu“ ist. Niemand, der keinen bock hat. Niemand der jemandem einen Gefallen tut. Niemanden der sich zum Sklaven der Verbandspolitik oder des Veranstalters macht. Der Richter kann sagen, das Dein Hund ist nicht gut weil dies oder jenes nicht ok ist. Wenn er dann aber einen für Alle erkennbar schlechteren, weil nicht standardkonformen Hund platziert, nur weil irgendjemandes Nase besser gefällt oder der Züchter des anderen Hundes z. Zt.. besser gelitten ist oder der Richter die ganze Nacht vorher mit dem Züchter/Ausstellern gesoffen, gekifft, gev……., oder was auch immer hat, das kann es das nicht sein.

AB-Schauen verkommen immer mehr zu Halbwelttreffen oder wie eine Bekannte aus der
Am-Staff-Szene mal sagte: „Ihr habt auf euren Schauen ein Klientel, dass wollten selbst wir Am-Staff-Leute zu unseren schlimmsten Zeiten nicht haben.“

Warum machen wir nicht mal ne schau ohne eine Organisation, Ohne Punkte, mit einem richtigen AB-Richter und einem Richter von einem Hundeclub (vielleicht VDH oder IRJGV oder RvB) und an Stelle der blöden Titel und Punkte gibt es Siegprämien, wie auch immer die aussehen mögen.
wer braucht da punkte?? Und einen qualifizierten Richterbericht gäbe es noch oben drauf.

Wie gesagt: WIR SIND DAS VOLK . Wir haben es in der Hand.

"

was hat sich geändert, kann man obigen Tes´xt noch so stehen lassen ??
oder ist alles anders und vielleicht auch besser geworden ??

Bitte Eure Statements
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon Klopfer » 23.08.2009, 11:38

Michael hat geschrieben:AB-Schauen verkommen immer mehr zu Halbwelttreffen oder wie eine Bekannte aus der
Am-Staff-Szene mal sagte: „Ihr habt auf euren Schauen ein Klientel, dass wollten selbst wir Am-Staff-Leute zu unseren schlimmsten Zeiten nicht haben.“

Zum Rest kann ich nix sagen, denn dafür hab ich einfach keinen Am Bull den ich ausstellen könnte ;) Aber an diesem Satz ist schon was dran. Wir waren letztens zum ersten Mal auf ner Show und ich war leicht "irritiert" was da für Leute rumrennen und wie hoch die Nase bei manchen ist ist "nur" weil sie einen Am Bull besitzen. Keine Frage, ich kenne/kannte die meisten nicht und so konnte ich nur über den ersten Eindruck urteilen. Und der lautet für mich: Einmal und nie wieder. Ne, ganz ehrlich, da sind mir die Schmusi-Kampfhund-Halter-Hausfrauen doch um einiges lieber.
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon Administrator » 23.08.2009, 12:00

Ich habe hier ganz zum Anfang meiner "Karriere" mal geschrieben, dass zu befürchten ist, dass der Bulldog zu einem Objekt der persönlichen Profilierung werden könnte.

Und genau das scheint mir nun der Punkt zu sein. Leider.

Die Auswahlmöglichkeiten etablierter Züchter hinsichtlich der Halterklientel sind auf eine Größe geschrumpft, bei der der Physiker sagen würde, sie wäre vernachlässigbar klein. Schon allein deswegen, weil dermaßen viele Welpen auf dem Markt geworfen werden, dass eine Selektion schon aus Gründen der Ökonomie nicht vorgenommen werden kann - zu deutsch: egal wer, Hauptsache er nimmt mir 'nen Welpen ab.

Und ich denke, diese Situation spiegelt sich massiv in den Showen wider. Die Zucht hat sich meiner Meinung nach weg von der Rasseerhaltung und -verbesserung hin zu einer Marktbedienung und Kundenorientiertheit entwickelt. Und diesem Umstand tragen auch die fachlichen Entscheidungen der Richter Rechnung.

Wir hatten hier das Thema der sanktionierenden Verbände schonmal. Ich habe seinerzeit für mich festgestellt, dass ein solcher Verband auch nur ein am Markt agierendes Unternehmen ist (mit Ausnahmen freilich), welches darauf bedacht ist, möglichst viele Hundehalter (in dem Fall eben Bulldoghalter) an sich zu binden. Das erreicht man nicht zuletzt dadurch, dass man sich der aktuellen Marktlage anpasst. Die permamante Anpassung von Rassestandarts passt da für mich super ins Bild. Man hat sich also weg von der regelgebenden hin zur marktfolgenden Institution entwickelt.

Und die Richter sind dann eben die ausführenden Organe - quasi die Aussendienstmitarbeiter, die Marktbeobachter oder eben Erfüllungsgehilfen - wie mans nimmt.

Der Bulldog hat sich weg vom Einzigartigen hin zu einem Mainstreamprodukt entwickelt, dass die nicht zuletzt durch die Rasselisten gerissenen Löcher besetzt bzw. ausfüllt. Leider Gottes!
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon kutte74 » 23.08.2009, 13:07

Malt Ihr da nicht alle etwas schwarz? Woran erkenne ich denn, ob jemand würdig ist, so einen Hund zu halten? Wenn Ihr die Leute auf den Shows seht, könnt Ihr die doch dort nur aufgrund flüchtiger Eindrücke beurteilen. Macht Ihr da nicht eventuell denselben Fehler wie alle die, die permanent über diese angeblich so ultra-gefährlichen Hunderassen herziehen, bloss das Ihr es dabei auf die Halter abgesehen habt? Verstehen kann ich es, weil den Trouble den Pitbull und Co und Ihre Halter auszustehen hatten, wünscht man ausser den Besitzern von DSH ja keinem!

Nun war ch noch nie auf so einer Show und will meine Äußerung daher auch lediglich als Denkanstoss verstanden sehen, kommt für mich halt so rüber. Ich würds gern mal ändern, vielleicht nimmt Rico mich ja mal mit, wenn hier bei uns in der Nähe so ein Event ansteht.

In der Presse kommt die Rasse ja eigentlich ganz gut weg und so viele Vorfälle in die sie verwickelt ist, sind mir nicht bekannt. Ist das nicht ein Gradmesser?
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon Administrator » 23.08.2009, 13:22

Meiner Meinung nach kann man gar nicht schwarz genug malen. Erinnere dich mal an die Zeit, als auch der Pit noch ein Liebehaberhund war. Soviele gabs noch nicht und die Leute, die einen hatten, wussten in der Mehrheit, WAS sie da für einen Hund an der Strippe führen.

Dann kam plötzlich die Masse an Pitbulls aus den unmöglichsten Quellen, er wurde zum Statussymbol ... und die Probleme häuften sich. Bis es eben zum Knall kam.

Die Entwicklung beim Bulldog ist jetzt ähnlich - mit der Befürchtung, dass eben auch die Konsequenzen die selben sein könnten.

Als wir damals zum Vorstellungstermin zu Micha und Heike gefahren sind, hatten wir nichtmal ansatzweise eine Ahnung, ob wir überhaupt einen Hund von den beiden bekommen würden. Die Entscheidung viel bei Micha und Heike auch erst nach einem mehrstündigen Gespräch.

Sie konnten sich solch eine "Selektion" auch erlauben, da es mit Sicherheit mehr Interessenten als Welpen gab (global gesehen jetzt). Das ist heute nicht mehr so. Du bekommst quasi an jeder Ecke einen Bulldogwelpen. Und leider immer öfter aus "Zuchten", wo selbst der "Züchter" oft nicht weis, was er da eigentlich für Hunde hat.

Es gab ja in der letzten Zeit immer öfter das Problem oder besser die Situation, dass der Züchter froh war, seine Welpen überhaupt an den Mann zu bringen. Da leidet die Qualität der Auswahl der zukünftigen Halter extrem drunter.

Wir haben seinerzeit für Sandmann 1250 Euro bezahlt. Ein Großteil seiner Geschwister ist dann (nachdem sie eben keine Käufer gefunden haben und die "Züchterin" in irgendwelche Schieflagen geraten war) allerdings für wenige Hundert Euro regelrecht verscherbelt worden. Und das ist kein Einzelfall. Guck mal spaßeshalber bei DHD24 rein ... da kann man sich mitlerweile die Welpen bequem am heimischen PC aussuchen.
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon kutte74 » 23.08.2009, 13:33

Die Argumente kann ich nachvollziehen, aber wäre es dann nicht konsequent, sich den AmBull auf Liste 1 zu wünschen? Aber ganz ehrlich glaube ich nicht, das die Gefahr besteht, dass der AmBull das Schicksal der Pittis teilen muss, die Zeiten haben sich doch extrem geändert. Damals hat doch niemand Stress gemacht, wenn jemand sich einen solchen Hund zugelegt hat. Versuche mal heute mit einem Hund der größer ist als ein Dackel eine Wohnung zu bekommen... die OA kleben Dir am Ar..., von den Nachbarn gar nicht zu reden. Sicher ist eine gewisse Vorsicht geboten, dass Problem lässt sich doch aber eigentlich nur über die abgebende Seite lösen. Hier die Züchter und "Züchter" zur Vernunft zu bringen, wird über mahnende Worte nicht funktionieren, sind halt auch nur Menschen. Wobei ich wieder am Anfang bin und denke, dann auf Liste 1 mit der Rasse?
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon Administrator » 23.08.2009, 14:58

kutte74 hat geschrieben:dass Problem lässt sich doch aber eigentlich nur über die abgebende Seite lösen.


Das ist das eigentliche Problem, denke ich.
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon Michael » 23.08.2009, 19:26

kutte74 hat geschrieben: Wobei ich wieder am Anfang bin und denke, dann auf Liste 1 mit der Rasse?


warum nicht
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon Administrator » 23.08.2009, 19:53

Michael hat geschrieben:warum nicht


Weil zum Beispiel sowohl ein Sandmann als auch eine Missy ganz arge Schwierigkeiten beim Negativtest bekommen würden. Nicht wegen den Zweibeinern, sondern wegen den anderen Hunden.

Ich habe solch einen Test jetzt dreimal hinter mich gebracht und möchte nicht mit den beiden Bulldogs zu solch einem hier in Brandenburg antreten müssen. Das näme sicher kein gutes Ende.
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Re: was hat sich geändert

Beitragvon kutte74 » 23.08.2009, 20:26

Ich habe solch einen Test jetzt dreimal hinter mich gebracht und möchte nicht mit den beiden Bulldogs zu solch einem hier in Brandenburg antreten müssen. Das näme sicher kein gutes Ende.


Das habe ich damals auch befürchtet und habe den Hund deswegen darauf vorbereitet, so kannte er das Gelände auf dem die Pflicht stattfand und konnte ja sowieso Sitz und Platz und Fuss und was sonst so an Klassikern gewünscht war. Geschwitzt habe ich lediglich, als er alleine angebunden da saß und eine anderer Hund an ihm vorbeilaufen musste. Und da habe ich ja noch nie einen Hehl draus gemacht, andere Hunde passen nicht in seine Welt (eine Ausnahme gibt es). Merkwürdigerweise hat er aber keinen Mucks von sich gegeben.
Die Pflicht im Wohngebiet ist eine Fleissaufgabe, wenn der Hund das kennt, also es vorher normal für ihn war oder er entsprechend trainiert wurde also auch kein Problem, denke ich. Und mal im Ernst, können sollte das jeder Hund, ist doch eine Frage der Alltagstauglichkeit.
Den Teil, den ich als Halter alleine zu absolvieren hatte (eine Art Wissenstest im Bezug auf Körpersprache bei Hunden u.ä.) sollte man definitiv beherrschen. Und so aufregend war das auch nicht.
In meiner Prüfungsgruppe waren auch zwei Hunde bei, die ein bisschen ausgerastet sind, als die Nummer mit dem fremden Hund, wegen der ich so geschwitzt hatte, dran war. Die hat sich der Gutachter im Wohngebiet etwas genauer angeschaut und bestanden haben die dann auch. Ich glaube, Hauptaugenmerk wird auf das Verhalten dem Menschen gegenüber gelegt, was ja auch durchaus Sinn macht.

Aber Rico, wer wenn nicht der Staat kann allgemeingültig festlegen, was für Voraussetzungen für das Erwerben und Halten welcher Rasse auch immer, vorliegen müssen? Schreibt es irgendein Verband vor, trete ich da aus oder gar nicht erst ein wenn mich die Regularien stören. Dann müsste ich wahrscheinlich meine Hunde billiger an den Mann bringen, aber los werde ich sie allemal.
Allerdings denke ich, dass die Hundehalterverordnungen gründlich überarbeitet werden sollten, und zwar unter Beteiligung der betroffenen Halter, Verbände und was weiss ich wem...
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