Moin!
Bomber hat geschrieben:würdet ihr bitte so nett sein und mich mal ein bissschen über die Continentals aufklären?
Ich kanns versuchen.
Bomber hat geschrieben:Mal so im allgemeinen warum wurde die Rasse die mittlerweille in der Schweiz FCI anerkannt ist gezüchtet,
Das ist nicht ganz richtig. Der Conti ist nicht FCI-anerkannt.
Zur Zeit wird der Conti von der SKG anerkannt, das ist sowas wie der Schweizer VDH.
Die FCI-Anerkennung wird angestrebt, ist aber noch lange nicht erreicht.
Bomber hat geschrieben:ging es wirklich darum wie ich es jetzt schon oft gehört habe Krankheiten anderer Rassen entgegenzuwirken,sind Contis wirklich so Krankheitsfrei?
Die Contis sind nicht krankheitsfrei. Genauso wenig wie andere Rassen.
Sicher sind sie ganz allgemein betrachtet gesünder als die EB. Aber von krankheitsfrei zu sprechen halte ich für einen Witz.
Bomber hat geschrieben: Oder ist es nur ein ``Rückkreuzungsversuch`` des Geldes wegen den sich ``schlaue`` Züchter einfallen lassen haben? Viele sagen das wäre eine Rückzüchtung der Englischen Bulldogge da diese Krankheitsmässig so angeschlagen ist!
Das es dabei um hauptsächlich um Geld ging glaub ich weniger. Und für einen "Versuch" sind sie schon zu weit fortgeschritten.
Ja, die ursprüngliche Idee hinter dem Conti-Programm war tatsächlich, die EB deutlich zu verbessern. Doch dann hat sich herausgestellt, das dabei von der EB nicht soviel über bleibt wenn man es richtig macht. Also wurde die Sache größer und damit das Ziel Conti mit einem eigenen Standard definiert.
Bomber hat geschrieben:Versteht mich bitte nicht falsch ich möchte nur genaues über die entstehung der Rasse erfahren mit allem was dazu gehört und niemanden dabei angreifen! Also war es eine gute Sache mit dem Conti oder ehr doch nicht?
Ob es eine gute Sache war? Naja, für mich ist alles was der Verbesserung der Gesundheit der Bulldogge dient eine gute Sache. Ob es unbedingt eine weitere Rückzüchtung dafür braucht wage ich anzuzweifeln. Letztlich ist das bereits vor fast vierzig Jahren von David Leavitt begonnen worden, das Ergebnis ist heute der Leavitt Bulldog. Das ist auch eine gefestigte eigene Rasse, allerdings mit einer deutlich zu kleinen Population und einer extrem zerstrittenen Züchtergemeinschaft.
Man hätte auch einfach konsequent dort ansetzen und die Leavitt Bulldoggen auf eine breitere Basis stellen können. Aber aus diversen (meiner Ansicht nach hauptsächlich egoistischen) Gründen konnte das nicht funktionieren, die heutigen Züchter der Leavitts sind weltweit zu zersplittert.
Also wurden von Imelda Angehrn einfach EB's mit Leavitts gekreuzt, so begann das Conti-Programm. Heute wird in den Conti alles eingekreuzt was OEB heißt. Alternative Bulldoggen, Renascence Bulldoggen, Leavitt Bulldoggen. Und immer noch EB's. Das ganze unter einer strengen Kontrolle der Zuchtleitung von CBCS und CBCD, damit das Programm irgendwann den Weg in die FCI findet.
Reicht das oder willst Du noch was wissen? Dann frag einfach nach.
LG,
Mathias.