Meine Nachbarn waren schon immer ein Thema für sich, Hartz IV Empfänger a´la Sarrazin. Bitte nicht falsch verstehen, ich hab nichts gegen Arbeitslosengeld 2-Bezieher, ich arbeite bei einem Bildungsträger und habe tagtäglich mit welchen zu tun, weiss daher also aus erster Hand, dass Leute wie meine Nachbarn nicht die Regel sind aber es gibt sie halt.
Die beiden, ein Pärchen - er Anfang 30, sie um die 25 - sind spätestens ab 9:00 Uhr das erste mal besoffen. Früher lief dann ab dieser Zeit auch die Musik in Wohngebietslautstärke, ein Mix aus Böhse Onkelz und Andrea Berg, sehr prickelnd. Das ist seit ca. 1 Jahr vorbei, seitdem ist der Strom abgestellt. Bis hierher alles halb so wild, kann ich mit leben.
Leider haben meine Nachbarn aber eine Hündin. Eine wilde Mischung in der sicher Schäferhund und auch irgendein Listenhund (welcher vermag ich nicht einzuschätzen) dabei sind. Dieser Hündin kommt in der Regel wenn sie viel Glück hat 2 mal am Tag für 10 Minuten raus, manchmal auch nur 1 mal. Ab und an, grob geschätzt 2-3 mal im Monat, gehen sie allerdings auch mal auf die Wiese spielen. Daher ist das Tier natürlich extrem unausgelastet und aggressiv. Cora, so heisst sie, dreht wenn sie Kutte sieht durch das ich jedes mal Angst hatte, sie würde sich losreissen und es gäbe eine Beisserei. Ich habe deswegen immer versucht, meine Nachbarn wenn sie mit dem Hund draussen sind "weiträumig" zu umgehen. Letzte Woche war es dann soweit, Cora hat uns gesehen - sich losgerissen und ist quer über eine sehr befahrene Hauptstrasse gerannt (hat viel Glück gehabt das sie nicht überfahren wurde) und hat sich dann auf meinen Dicken gestürzt. Der hat ja leider schon einige Erfahrungen dieser Art (er ist jetzt zum 5 mal so angefallen worden) und weiss sich seiner Haut zu wehren aber ineinandergehangen haben die beiden trotzdem. Eine große Hilfe beim Trennen der Hunde waren die hysterische Freundin meines Nachbarn und er selbst, stark betrunken; auch nicht. Kutte hat drei Löcher am Kopf davongetragen, die ich sofort gereinigt habe und die jetzt nach einer Woche ohne Komplikationen verheilt sind. Cora hatte nicht so viel Glück, die trägt jetzt einen fetten Abszess am Hals mit sich rum.
Ich habe die letzten Tage oft darüber nachgedacht und bin mir nicht sicher, wie ich mich verhalten soll. Ich haben den Beiden natürlich klar zu verstehen gegeben, dass der Spass an genau diesem Punkt aufhört und ich beim nächsten Vorfall dieser Art sagen wir mal extrem ungehalten sein werde. Beide haben versprochen, dass so etwas nicht wieder vorkommt aber was hätten sie auch sonst sagen sollen? Ich denke allerdings, dass der Hund eine Gefahr für seine Umwelt darstellt, die seine Besitzer nicht einschätzen bzw. handhaben können. Was würdet Ihr tun? Beim Ordnungsamt anzeigen? Bis zum nächsten Vorfall warten? Oder eine ganz andere Idee? Ich bin mir unschlüssig.





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