Rasseursprung

Geschichte und Herkunft des American Bulldog
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Rasseursprung

Beitragvon Daniela » 20.11.2006, 11:57

Rassegeschichte und -merkmale

Rasseursprung:
In jedem Buch über den American Bulldog findet man eine andere Geschichte zur Rassenentstehung.

Der American Bulldog ist ganz im Gegensatz zu der heutigen vertrauten englischen Version dem Bullenbeißer des 17. Jahrhunderts ziemlich ähnlich. Wenn dies verwirrend sein mag, dann liegt es wohl daran, das der moderne englische Bulldog seine Form veränderte, verbesserte bzw. zur Karikatur verzüchtet wurde. Je nachdem, wie man es sieht.

Die Original-Bulldogge wurde erstmalig in den frühen Einwanderungszeiten an die Küste von Amerika verbracht. Hier unterlag sie nicht den gleichen Verbesserungen ihrer englischen Vettern, sie ist dicht an ihrer ursprünglichen Form bis in die Gegenwart geblieben.

Der American Bulldog steht höher in den Läufen, ist beweglicher und schneller als sein englischer Verwandter.

Der American Bulldog findet in seinem Ursprungsland Einsatz zum Schutz von Haus und Hof, der Jagd nach Bären, Wildschweinen, Waschbären und Eichhörnchen. Auch Farmer setzten diese Hunde zum Viehtrieb (Kühe) nach wie vor ein.

Je nach Region wurden der American Bulldog leicht verändert, um ihm seiner jeweiligen Aufgabe besser gerecht werden zu lassen. So zum Beispiel ist ein Saupacker (also ein AB der auf der Wildschweinjagd eingesetzt wird) meist größer und schwerer als ein Viehtreibehund.
Bei meinem Gespräch mit dem ABA Präsidenten, der seine Hunde nach wie vor zur Arbeit am Wildschwein einsetzt, sagte er mir: Ein guter Saupacker braucht über 90 pds um ein Wildschwein zu stoppen. Natürlich wird dieser Hund mit seinem Gewicht wohl nicht so ausdauernd beim Viehtrieb sein, wie ein Hund leichteren Gewichts.

Leider entartet auch die Zucht des American Bulldogs in Amerika, wie auch hier zu lande. Es werden Hunde gezüchtet, die außer einem dicken Kopf nicht viel zu bieten haben oder andere Züchter versuchen aus dem American Bulldog einen Terrier zu machen. Ich denke, es sollte weder ein extremer Standard- oder Bully-Typ sein, schaut man sich Bilder von Hunden an, die man am Ende jeder Ahnentafel findet (oder finden sollte...), kann man trotz Unterscheidung in Bully oder Standard einen funktionsfähigen Hund finden. Wer braucht denn eine zweite, großgeratene Englische Bulldogge oder hochläufige Staffords?

Mit freundlicher Genehmigung des Kennel Proud Heroes'
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Beitragvon Peppi » 20.11.2006, 14:02

Vielleicht liegt es auch daran, dass Rasse im ursprünglichen Sinne mal die Verwendung meinte - die Hunde nach Leistung ausgewählt wurden und die Optik - aber sowat von egal war...
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Beitragvon Camelot » 20.11.2006, 17:24

Peppi hat geschrieben:Vielleicht liegt es auch daran, dass Rasse im ursprünglichen Sinne mal die Verwendung meinte - die Hunde nach Leistung ausgewählt wurden und die Optik - aber sowat von egal war...



tja, dem kann ich nur leider zustimmten. DD waren zu bismarks zeiten eher etwas größere dobbermänner.
früher war ihr job der des "saupacker" - also sie gingen mit auf die jagd und stellten die wildsau.
dann "entarteten" sie zu sogenannten "kammerhunden" also hund, die sich nur die wirklich gutbestellen im wahrsten sinne des wortes "leisten" konnten (aufgrund ihres nahrungsbedarfs)
tja nun haben wir mittlerweile DD von über 1m stock und mal eben 100KG gewicht - kann mir bitte jemand sagen, wie so ein hund noch "funktionell" sein soll....

aber ich sehe - das scheint bei allen rassen so zu sein :twisted:

traurig traurig....
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Beitragvon Heike S. » 20.11.2006, 17:29

Das Problem ist eben auch, dass bei jeder Rasse jeder Züchter meint, irgendwas, egalwas , an der Rasse zuverbessern. Daher sehen wir aller Wahrscheinlichkeit nach, soviele Extreme in der Hundewelt.

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Beitragvon Daniela » 20.11.2006, 17:30

Es gibt natürlich einige - für mich persönlich - übezüchtete ABs, aber die meisten sind doch in der Lage - gerade in den USA - Wildschweine zu jagen, 20km am Rad zu laufen (bei entsprechendem Training), Pferde-/Kuhherden zu treiben, in der Unterordnung, Fährten oder Schutzdienst zu arbeiten, Agility oder DogDancing, Flyball. All das kann man nicht mit einem überzüchteten AB, aber mit einem gesunden und normal gezüchteten. Was man ja auch auf den einzelnen HPs nachvollziehen kann.
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Beitragvon Peppi » 20.11.2006, 18:10

Zitat Daniela: aber mit einem gesunden und normal...

Normal gemessen an was?
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Beitragvon Daniela » 20.11.2006, 18:17

Normal ist für mich, wenn der Hund die Dinge die ich oben aufgezählt habe (Sportarten usw.) aufgrund seines Körperbaus, Wesens, Gesundheit und Trainingszustands kann,

- ohne eine Herzattacke zu bekommen,

- ohne tot umzufallen, weil die Luft nicht durch die plattgedrückte Nase kommt,

- ohne tot umzufallen nur weil es heiss ist und man sich ein paar Meter bewegen muß

Nur einige Beispiele.
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Beitragvon Peppi » 20.11.2006, 18:25

Woher weisst Du, dass die Bezugsgröße (ich weiss ja nicht wen Du als Maßstab nimmst) nicht solche Mängel hatte?

Und Ursprung ist für mich nicht die Rasse, seid sie Rasse heisst. Sondern die Hunde, die Great Southern White, so wie sie bei Denise genannt werden. Selektiert nach Befähigung. Ab dem Zeitpunkt wo sich die feinen Herren einen Standard ausgedacht haben, kommen nur Sätze zur Optik. Da steht zwar das Scott den Charakter von "Schlag Mich Tot" doll fand, aber ansonsten alles Phenotyp. Die Jungs auf den Framen hatten andere Kriterien. Und das nannte man auch schon Rasse. Sogar vor Christus gab es den Begriff Rasse schon. Nur meinte man Hunde, die über eine bestimmte Aufgabe Gemeinsamkeiten hatte. Und das kommt der Natur schon ziemlich nahe: Survival of the fittest. Und da gibt's mehr Kriterien, als hier gelistet... Und ich finde 20km wenig! Oder auch, nicht normal!
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Beitragvon Daniela » 20.11.2006, 19:10

Als Maßstab nehme ich dass, was die heutigen ABs leisten können, wenn es von den Besitzern eingefordert wird. Sehen tue ich das auf den Websites oder persönlich, bei AD-Tests oder so.

Man sollte auch immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Viel ABs im Ursprung waren trotz "Selektierung" bestimmt nicht die gesündesten, ich wage gar zu bezweifeln, ob sie eine so hohe Lebensspanne hatten, wie unsere heute. Im Gegensatz zu damals wird mit Sicherheit mehr auf die Gesundheit geachtet als damals. Auch wenn damals vielleicht nur die Härtesten überlebten, heisst das nicht automatisch, dass die auch die besten Hüften oder die tollsten Ellbogen hatten. Was ist denn mit den Hunden passiert, wenn sie mit ein paar Jahren nicht mehr konnten?

Wenn Du meinst, dass nur auf das Aussehen eingegangen wird, so denke ich jetzt mal, dass Du die Beschreibung der AB-Typen meinst?! Klar, wird da der Phenotyp beschrieben, weil es ja darum geht zu erklären, wie die Hunde aussehen.
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Beitragvon Peppi » 22.11.2006, 17:47

Ich kenne ähnliches vorgehen von Schlittenhunden. Aussehen ist Wurscht. Leistung zählt. Die Hunde wurden und werden alt. Das Problem was Du ansprichst, liegt vielleicht dann doch eher in der Haltung. Auch bei den Schlittenhunden werden viele ausgemustert, wenn sie nicht mehr laufen können... Klar, dass manche nicht alt werden.

Und klar, dass fet Phenotyp beschrieben wird, ist es nicht. Guck mal nach Jagdhunden. Da waren im Standard Aufgaben oder Veranlagungen festgehalten - oder mündlich übermittelt und nicht "Der Abstand zwischen Nase und linkem Auge muss 9,5 cm betragen"!

Nicht "klar".
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