Der Diabetes insipidus, auch als Wasserharnruhr bezeichnet, ist eine hormonelle Erkrankung, die zu erheblichen Störungen in der Regulierung des Wasserhaushaltes führt.
Durch das Fehlen des Hormons Vasopressin (eine andere Bezeichnung ist auch Antidiuretisches Hormon = ADH oder Adiuretin) oder einem nicht ansprechen der Rezeptoren für dieses Hormon in den Nieren, kommt es zu einer mangelhaften Rückresorption von Wasser.
Hunde mit dem Vorliegen eines Diabetes insipidus, haben ständig das Bedürfnis viel Wasser zu sich zu nehmen – der übermäßige Durst stellt hier eine Reaktion des Körpers da, diesen vor einem Austrocknen durch Flüssigkeitsverlust zu bewahren.
Auch wenn der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und der Diabetes insipidus mit dem gleichen Wort „Diabetes“ anfangen, sind es zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen.
Diabetes bedeutet soviel wie „hindurchfließen“, in beiden Fällen betrifft dieses hindurchfließen den Harn. Während es sich beim Diabetes mellitus (mellitus = lateinisch: honigsüß) um eine Störung in der Insulinproduktion bzw. Verarbeitung handelt, bei der der ausgeschiedene Urin Zucker enthält, steht das Wort insipdus für „nicht schmackhaft“ und hat als Ursache das Fehlen, oder nicht Reagieren der Nieren auf das Hormon Vasopressin.
Man unterscheidet den zentralen Diabetes insipidus und den renalen oder nephrogenen Diabetes insipidus.
In beiden Fällen spielt das Hormon Vasopressin aus dem Hypophysenhinterlappen des Gehirns eine tragende Rolle. Es wird im Hypothalamus gebildet und gelangt zur Speicherung über Nervenbahnen zum Hypophysenhinterlappen, von hier aus wird es bei Bedarf in die Blutbahn abgegeben und zur Niere transportiert.
Quelle: polar - chat



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