Könntet ihr bitte die Themen Maddox und Amy getrennt besprechen - so ein Durcheinander bringt erfahrungsgemäß nichts

AbAmy hat geschrieben:denn gelernt hat sie da noch garnichts
Nur mal als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl: in einer guten Hundeschule lernen in erster Linie erstmal die Menschen etwas ... dann erst der Hund. Wohlgemerkt: in einer
guten Hundeschule.
Prinzessin: ihr MÜSST an einem Strang ziehen, sonst hast du in kürze folgendes Szenario: Mutti sagt was, was dem Hund grad nicht passt und dann wir erstmal gewartet, was Papa dazu sagt. Sagt der nichts, weil es ja schließlich sein Sonnenscheinchen ist, dann ist das gut so und dann muss man das was Mutti will auch nicht machen.
Haben wir hier täglich. Claudia gibt ein Kommando und wenn Missy grad Stöpsel in den Ohren hat, kommt sie zu mir, macht liebe Äuglein und hat bis dahin ganz vergessen, wass Claudia eigentlich von ihr wollte.
ABER: wir haben das im Griff, weil auch ich mal ne Ansage beim Fräulein machen kann, wenn es reicht und Claudia sich auch nicht zu schade ist, die Dame an den Ohren zu packen (bildlich gesprochen) und sie an die Stelle zu verfrachten, wo sie Platz machen sollte.
Ihr müsst nur konsequent sein - immer. In allen Lebenslagen! Und das bedeutet auch, dass man sich mal auf die Lippe beißen muss und ein Kommando eben NICHT gibt, wenn man sich nicht sicher ist, ob man es auch umsetzen kann.
Ein sehr gutes Hilfsmittel (auch bei Maddox übrigens) ist die Schleppleine. Was eure Püppi nämlic offenbar schon begriffen hat ist, dass ihr sie eben nicht immer kontrollieren könnt. Und das kann man mit so einer Leine ganz hervorragend auch aus der Ferne heraus. Sandmann hat seinerzeit Bauklötzer gestaunt, als ich plötzlich magische Kräfte hatte und den Dicken einfach mal aus 20m Entfernung zu mir rangeholt habe. Sowas macht wirklich Eindruck bei einem jungen Hund.
Und dann noch ein Tipp, den ich mal von meinem Onkel bekommen habe, der sein Leben lang Deutsche Jagdterrier geführt hat - als Jäger im Einsatz wohlgemerkt.
Ein Hund, der Hunger hat, lernt schneller!
Lasst sie sich ihr Futter erarbeiten. Napf hinstellen und Hundi satt fressen lassen ist erstmal nicht mehr. Ich garantiere euch, dass die junge Dame ganz schnell merkt, dass man aufmerksam durch die Bude oder den Garten suchen kann, wenn man sich damit seine Tagesration erschnüffeln muss. Und man kann auch eine 300g Tagesration innerhalb einer Stunde konzentrierten Trainings verabreichen, wenn man sich anstrengt.
Bei uns geholfen hat auch das Ampellaufen - sprich: je mehr sie zieht, desto langsamer lauft ihr (Ampel ist gelb). Zieht sie 30 Sekunden lang, bleibt ihr einfach stehen (Ampel ist rot), bis sie sich entspannt hinsetzt. Sitzt sie, geht ihr normal weiter (Ampel ist grün).
Das geht sowohl mit der kurzen, als auch mit der langen Schleppleine. Wenn ihr dann eine halbwegs ordentliche Leinenführigkeit habt, wird das 180°-Laufen gemacht. Sprich: mitten in der Bewegung dreht ihr um 180° und lauft in der entgegengesetzten Richtung weiter. Der Hund lernt ganz schnell, dass er nur in bewegung bleiben kann, wenn er sich auf euch konzentriert.
Sie zieht nämlich, weil sie ein Ziel vor Augen hat, das sie erreichen will - und IHR entscheidet, ob sie das Ziel auch erreicht oder eben nicht.
Und nehmt euch Zeit! Ich habe es geschafft, mit Sandmann ganze 200m in anderthalb Stunden zurück zu legen, bin aber ganz sicher 2km gelaufen. Und der hat gezogen wie eine Dampflock ... und läuft heute ganz easy an der Leine und wenn ich das will, dann sogar hinter mir her!
Nutzt psychologische Spielchen, um eure "Machtposition" zu stärken. Geht an einer Hecke vorbei, nehmt den Hund zwischen euch und Hecke und lauft immer dichter an die Hecke ran - wortlos - irgenwann wird der Hund hinter euch laufen, weil er sonst IN der Hecke laufen müsste. Dann wird gelobt.
Es schadet auch nicht, wenn man in der Haustüre mal rempelt und sich als Mensch vordrängelt - Bulldogs verstehen solche Rempler sehr gut, weil sie untereinander auch so kommunizieren. Ihr müsst dabei nichtmal Kommandos geben ... einfach kackfrech euer Recht als Stärkerer einfordern und den Hund zur Not einfach beiseite schieben. Und glaubt mir, da kann man auch mal die Zimperlichkeit sein lassen - Bulldogs sind nicht aus Wattebäuschen gestrickt worden, die stecken schonmal was weg (womit ich nicht körperliche Gewalt meine - sondern mal den freundschaftlichen Buff in die Seite, die sanfte Kopfnuss oder den spaßigen Tritt in den Arsch).
Wenn sie bei deinem Mann auf der Cuch liegt, dann drängel dich einfach dazwischen und beschäftige dich mal 10 Minuten mit deinem Männe

Freut sich dein Mann drüber und die junge Dame merkt, dass sie nur die zweitliebste Freundin deines Mannes ist.
Denk immer daran: Bulldogs sind alte Arbeitshunde, die auch autark arbeiten mussten. Sprich, sie müssen fit genug im Kopf sein, um Entscheidungen treffen zu können. Sie sind schlau, sehr schlau ... wickeln dich ratzfatz um den Finger und du guckst dann nur noch dumm aus der Wäsche. ABER sie sind auch so schlau, um solche Psychospielchen recht schnell zu begreifen - und das kann man ganz hervorragend ausnutzen.
Also komme ich nochmal zurück auf die Hundeschule ... in einer
guten lernt in erster Linie der Mensch
