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Kinderliebe Welpen

Verhaltensauffälligkeiten, Probleme bei der Erziehung und Wesensmängel beim American Bulldog

Kinderliebe Welpen

Beitragvon Daniela » 10.12.2005, 13:33

In der neuen Wuff ist ein ziemlich guter Artikel über das Klischee "Kinderliebe Welpen".

Dieser Artikel zeigt ziemlich kritisch auf, dass "Kinderliebe" nicht vererbar ist.

Ich finde dies sehr wichtig, gerade für Welpenkäufer/-interessenten. Auch ich habe darauf hingewiesen, dass die Welpen "kinderlieb" sind. Allerdings hat der Artikel mir "die Augen geöffnet", was meine Ausdrucksweise betrifft und ich werde in Zukunft verstärkt darauf hinweisen, dass auch die Kinder die Bereiche des Welpen/Hundes akzeptieren müssen. Oft ist es so (wie ich es leider auch bei uns beobachten musste), dass die Kinder sich viel herausnehmen und ich die Signale der Hunde schlicht und einfach übersehen habe. Ich versuche nun verstärkt darauf zu achten (gerade bei Sam), dass die Toleranz der Hunde nicht zu hart auf die Probe gestellt wird.

Der Spruch "Mein Hund lässt sich alles gefallen" drehte mir allerdings schon früher den Magen um, da es nicht sein kann, dass der Hund (wie sie es so schön in der Wuff beschrieben haben) der "Robin-Hood" für Kinder ist. Auch Hunde sind nicht immer gut gelaunt, es sind Lebewesen, die Stimmungsschwankungen ihrer Herrchen ausgeliefert sind und die sich dieses Recht jederzeit herausnehmen können. Der Hund muß still dulden? Nein, Aggressivität gehört zum Leben (auch von der Wuff) und es ist nicht so, dass der Hund NIE knurren wird. Das dies aber eines der letzten (Warn) Signale ist, wird oft übersehen, dass der Hund schon viel früher seine Verzweiflung über andere Signale gesetzt hat wird strikt übersehen. Überhunde gibt es im realen Leben genauso wenig, wie Übermenschen.
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Beitragvon Ursula » 10.12.2005, 18:03

Den Artikel habe ich heute auch gelesen :wink:
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Beitragvon lutz » 10.12.2005, 21:37

Guter Bericht, ist schon mies, was sich manche Hunde alles von Kindern gefallen lassen müssen und das oft nur das Knurren von den Eltern gedeutet wird, oder noch schlimmer: wenn der Hund gezwickt oder gebissen hat, den Hund als böse abtun, obwohl er vielleicht zig mal gewarnt hat. Das entschuldigt meiner Meinung nach auch, warum es Hunde gibt, die Kinder beissen, weil viele Signale des Hundes fehlgedeutet werden bzw. garnicht gedeutet werden.
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Beitragvon Kassandra » 11.12.2005, 01:15

Ich dachte am Anfang unser Hund hat ein Problem mit unserer Tochter. Von wegen! Er macht das absolut super.

Man muß nur seinen Vierbeiner verstehn. Deshalb fand ich das Buch "Calming Singnals" auch so gut. Für die meisten wird der Stresspegel seines Hundes erst hörbar wenn er knurrt, da die wenigsten sich das Geschehen genauer ansehen. Wenn er aber schon knurrt ist er schon fast am Ende seiner Kommunikationsmöglichkeit.

Unsere Kleine ist absolut hundebegeistert. Sobald sie einen sieht oder hört macht sie "wau, wau" und bellt mit. Natürlich möchte sie auch gerne hin. Je nach Situation, Hund und Halter darf sie auch mal einen fremden Hund anfassen. Manchmal sehe ich dann an den Beschwichtigungs-signalen des Hundes, das ihm das zu viel ist und nehme die Kleine somit weg. Aber die Besitzer sagen dann, nein, nein das find der toll. Ja, ja....

Seitdem ich darauf verstärkt achte und in die Situation rechtzeitig eingreife, ist es viel harmonischer. Obwohl es echt schwierig ist Püppi beizubringen wann sie Pupi in Ruhe zu lassen hat. Soweit sind wir mit der Kommunikation noch nicht :grin:

Genauso wichtig war bei uns auch die richtige Taktung zwischen Ruhe und Wachphasen. Das das sooo wichtig ist, gerade in Verbindung mit Kind wußte ich nicht. Man lernt nie aus... also immer schön lernfähig bleiben!
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Beitragvon redwoodsbulldogs » 11.12.2005, 07:59

Zum Glück hatten wir mit Brix auch nie Probleme, da er mit den Hunden aufgewachsen ist und rechtzeitig gelernt hat diese zu respektieren.
Die Großen werden von ihm geknuddelt wenn sie zu ihm kommen, falls sie auf ihren Plätzen liegen oder er merkt daß sie ihre Ruhe möchten, läßt er sie ihn Frieden.
Da Brix nun schon 6 Jahre alt ist, darf er mir bei den Welpen helfen. Für ihn eine tolle Aufgabe und auch die Kleinen haben viel Spaß mit ihm. Welpen sind so lange kinderlieb, wie sie keine schlechten Erfahrungen mit Kindern machen konnten. Und hier sind die Eltern sowie Züchter mit Kindern gefragt, rechtzeitig einzugreifen und es nicht soweit kommen zu lassen. Wir lassen unseren Sohn nicht unbeaufsichtigt mit den Hunden spielen, auch nicht mit den Welpen. Hundewelpen sind kein Kinderspielzeug!
Gruß
Grit
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Beitragvon butch-cassidys » 11.12.2005, 08:44

Wer sagt denn eigentlich das "Kinderliebe" vererbbar ist?

Mich irritiert immer schon die Frage von Welpeninteressenten: "sind die denn kinderlieb?"
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Beitragvon Kassandra » 11.12.2005, 16:28

Ich denke das die Nachfrage der Kinderliebe eher auf das Wesen bezogen betrachtet werden sollte.
Manche Hunde können Streß besser ab als andere. Manche mögen alle, auch fremde Menschen.
Wenn man die Kinderliebe aufs Wesen bezieht, ist es meiner gar nicht. Kinder oh Gott!!! Die sieht er lieber von hinten. Ist zu stressig für ihn, die quietschen immer soviel rum und sind laut und zappeln. :grin: Als er jünger war, war das kein Problem. Auch mag er keine Fremden, wenn sie ihn nicht anfassen wollen ist es ok. Aber anfassen?! Nee. So sind alte Männer eben. Aber wie schon erwähnt, geht er mit unserer Kleinen und Kindern die er kennt ganz toll um.
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