Werbung

Schock am Abend...

Informationen über Ernährungstrends und -forschung, Gesunderhaltung und den Einsatz alternativer Medizin
Forumsregeln
Die Boardleitung weist darauf hin, dass Beiträge in diesem Forum lediglich die Meinungen und Erfahrungen der jeweiligen Verfasser widerspiegeln.

Bei medizinischen und/oder gesundheitlichen Problemen ist grundsätzlich die Meinung eines ausreichend qualifizierten Fachmannes (Tierarzt, Tiertherapeut oder Ernährungsberater) einzuholen.

Beiträge in diesem Forum stellen keine medizinische Beratung dar!

Schock am Abend...

Beitragvon Gast » 15.06.2005, 11:08

Neben den immerwährenden Diskussionen und dem Aufeinanderrumgehacke um Zucht usw. gibt es tatsächlich ganz alltägliche Aufreger ganz alltäglicher Bulldog-Halter
Hier ist so einer:

Gestern Abend schien alles noch normal - wenn man bei uns in irgendeiner Form überhaupt von normal sprechen kann ;)

Mein Mann kam von der Arbeit und von einem ausgiebigen Feldspaziergang mit unseren Tyrannos Bulldogs Rex nach Hause, ich stand gerade in der Küche und machte das Fressen für die Hunde fertig - es gab wie üblich Trockenfutter, diesmal in der Variante mit Quarkzugabe, die Hunde ließen es sich schmecken und verschwanden dann wie üblich aus der Küche.
Eine Nanosekunde später tobten sie wie üblich an der Küche wieder vorbei, spielten eines ihrer üblichen Zeugs-Zerr-Wegnehm-mitbesonderenBumsaufdenBodenfallenlassendamitdieNachbarnauchwasdavonhaben-Rumkugel-Spiel. Es erfolgte die übliche Ermahnung unsererseits: "Aus! Ihr habt beide gerade gefressen!"
Nach kurzem Aufmucken war dann auch wie üblich Schluss.
Mein Kerl und ich aßen zu Abendbrot, hatten gerade den letzten Bissen zu uns genommen, als Artali von seinem Platz aufstand, den er nach unserer Ermahnung aufgesucht hatte, und schwerst hinkend an dem Tisch vorbeischlich.

Wir bekamen beide große Augen, denn vorher hatte er nicht gehinkt.
Mein Mann ging sofort zu ihm auf den Boden, untersuchte die Pfote, bewegte das Bein, Artali hatte keine äußeren Verletzungen und zeigte auch keine Reaktion.
Augenrollend befanden wir, dass es sich also wieder mal um eine der üblichen 'Spiel'-Blessuren handeln muss, wir das beobachten, aber: das wird schon wieder

Artali verließ das Zimmer.
Kurze Zeit später hörte ich ihn winseln.
Ich gebe zu, dass ich immer etwas übervorsichtig bin und mir sofort Sorgen mache, aber DAS hörte sich definitiv nicht gut an.
Ich holte Artali wieder ins Wohnzimmer, ließ ihn auf die Couch steigen, um noch einmal genauestens die Pfote zu untersuchen. Er zitterte am ganzen Leib.
Ich begann immer nervöser zu werden. Mein Mann kam auch wieder dazu, Artali drehte sich auf den Rücken (um das Bein zu entlasten?), zitterte weiter, schloss immer wieder die Augen und seufzte bei jedem Ausatmen vor sich hin. Wir kraulten, redeten beruhigend auf ihn ein und beobachteten.
Dann drehte er sich plötzlich zurück und stieg beschwerlich von der Couch. Er hatte einen regelrechten Katzenbuckel, eine ganz seltsame Fellstruktur, versuchte das eine Bein nicht zu belasten, wirkte in allem total verspannt. Mein Mann tastete an Talis Bauch, der war steinhart.
Meine Nervosität war nahe an der Grenze zur Panik. Magendrehung? Doch eine Sekunde zu viel rumgetollt? Was sind denn nun die genauen Anzeichen für sowas? Diese Hilflosigkeit machte mich irre.
Wir beschlossen, sofort die Tierklinik aufzusuchen.
Artali setzte sich in den Flur. So ein Bild möchte ich nicht so schnell wieder sehen!
Er lehnte sich an die Wand, total zusammengekrümmt, hielt dabei das eine Bein in die Höhe und schaute uns an.

Wir bekamen Sorge, ihn so gar nicht transportieren zu können. Ich hatte letztens vom Infobrett in der Tierarztpraxis meinem Mann eine Nummer von der Tierrettung ins Handy diktiert, die rief er jetzt an.
Die haben Krankenwagen für Tiere sozusagen, aber der konnte erst in einer Dreiviertelstunde bei uns sein. Da waren wir allein schneller in der Klinik, also fuhr mein Mann das Auto vors Haus, wir luden unseren Großen ein und rasten los.

Vor der Klinik angekommen, sprang ich aus dem Auto, rannte in die Klinik und meldete unseren 'Notfall', damit die Ärztin schon mal vorbereitet war inzwischen war mein Mann auch angekommen und betrat die Klinik mit einem relativ "normal" wirkenden Artali.

Wir standen da und glotzen unseren Hund an.

Die Ärztin tastete aber sofort eingehend den Magen- und Darmbereich noch im Eingangsbereich ab und konnte erstmal eine Magendrehung ausschließen.
Im Behandlungszimmer dann erfolgte eine eingehende Untersuchung inklusive Röntgen usw.

Na ja, so wirklich haben wir keine Diagnose erhalten, es war vielmehr so eine Untersuchung nach Ausschlusskriterien also das ist es nicht, das auch nicht, hm, das sieht auch ok aus, das hier könnte eventuell
Die Ärztin war im Laufe der Untersuchung immer begeisterter von Tali und knuddelte zum Schluss eigentlich nur noch mit ihm rum und unser Oller war natürlich auch wieder der Charmebolzen schlechthin.

Aufgrund des Röntgen wissen wir aber, dass wir uns in naher Zukunft um ein, zwei Dinge intensiver bei Tali kümmern müssen, insofern hatte es was Positives, auch wenn wir uns nicht wirklich darüber im Klaren sind, was das für ein Anfall war

Hm. Die Nacht hat er ganz gut überstanden, heute Morgen war er auch wieder ohne Temperatur (er hatte 39,2°) und sein Gang sieht entspannter aus.

*seufz* In solchen Situationen wünscht man sich eigentlich nichts sehnlicher, als eine Antwort auf die Frage zu bekommen: "was ist los?" oder "was tut dir weh?".

Eine immer irgendwie besorgte Mel
Benutzeravatar
Gast
 
Barvermögen: Gesperrt
Bank: Gesperrt

Werbung

Beitragvon Heike S. » 15.06.2005, 11:46

Hey Melie,

ich habe beim Lesen schon eine Schock gekriegt :-o

Heike
Benutzeravatar
Heike S.
Kann mehr als nur Sitz und Platz
 
Beiträge: 1924
Registriert: 14.07.2004, 07:56
Barvermögen: 1,95 Bullys

Beitragvon Daniela » 15.06.2005, 12:02

Hi Melie,

man, Schock mich nicht so "früh" am Morgen :mad: Na, wenigstens bin ich nach unserem Telefonat eben wieder beruhigt. Das mit dem vergrößerten Magen auf dem Röntgenbild habe ich noch nicht gehört, aber es ist gut, dass ihr das nochmal "richtig" abchecken laßt. Haltet mich auf alle Fälle auf dem Laufenden.
Benutzeravatar
Daniela
 
Barvermögen: Gesperrt
Bank: Gesperrt

Beitragvon Michael H. » 15.06.2005, 12:24

hallo melie,
wie euch war kann ich mir bestens vorstellen und mochte nicht mit euch tauschen wollen.
gute besserung an den großen.
Benutzeravatar
Michael H.
 
Barvermögen: Gesperrt
Bank: Gesperrt

Beitragvon Yvonne » 15.06.2005, 13:59

Huhu Melie,

lieber einmal zuviel beim Tierarzt gewesen. Hoffe, das er bald wieder ganz der Alte ist. Da macht man was mit.

Yvonne
Stolz hat einen Namen: Offenbach !!!
Bild
Benutzeravatar
Yvonne
Weis mitlerweile, was Fuß bedeutet
 
Beiträge: 3594
Registriert: 22.05.2003, 12:35
Plz/Ort: Mainhattan
Rekorde: 5
Barvermögen: 1,89 Bullys

Beitragvon Bulldogge » 15.06.2005, 18:08

Meine Herren,

Ihr macht ja Sachen :eek: :eek:

Ich hoffe, dem Großen gehts wieder besser und das bleibt dann auch so.

Der Herr Sandmann lässt seinem Onkel jedenfalls beste Wünsche ausrichten :wink:

Gruß

Rico
Benutzeravatar
Bulldogge
 
Barvermögen: Gesperrt
Bank: Gesperrt

Beitragvon lutz » 15.06.2005, 20:15

@Melie, zum Glück war es wohl nichts Lebensbedrohliches, hoffe er erholt sich wieder gut,
und das der Schreck euch wieder aus den Gliedern fährt.
Bild
Tischfussball Hooligan
Benutzeravatar
lutz
Weis mitlerweile, was Fuß bedeutet
 
Beiträge: 2992
Registriert: 12.06.2003, 12:08
Plz/Ort: Offenbach am Main
Barvermögen: 52,96 Bullys

Beitragvon Gast » 16.06.2005, 11:22

Vielen Dank für eure guten Wünsche!
Im Stillen hatte ich gehofft, einer von euch hätte vielleicht eine Idee oder ebensolche Erfahrungen gemacht. Aber es ist klar, dass Ferndiagnosen nicht funktionieren können.
Hab uns gestern auch gleich von unserem "Haus"-Tierarzt eine 'Überweisung' zum Spezialisten geholt, damit wir so ein paar Sachen noch abklären können.

Es geht so ein kleines wenig Auf und Ab bei ihm, aber im Großen und Ganzen würde ich sagen, Tali ist auf dem Weg der Besserung!
Den Tag über hatten wir die Hunde getrennt, damit Tali zur Ruhe kommt und er war auch sehr schlapp.
Abends beim gemeinsamen Spaziergang hat er dann aber wieder ziemlich rumgesponnen (er ist Holzstockfetischist... :evil: ), so dass wir ihn züglen mußten.
Zu Hause war er dann eher wieder ruhig.

Er hat aber gestern Abend ein Stück Holz im Kot gehabt, das wir ihm auch noch aus dem Hintern (sorry, aber diese leckeren Aktionen mit Gras kennt doch bestimmt der Eine oder Andere auch :razz: ) ziehen mußten.
Kann das sein, dass ihm das einfach total quer gehangen hat und er deshalb so buckelig und hart war und diese Sache mit der Pfote einfach unglücklichweise dazu kam?

Nee, nee, nee, man macht was mit mit den Viechern... (und eigentlich hatte ich schon das Onkelz-Konzert abgeschrieben, weil wir in niemals alleine lassen würden, wenn es ihm schlecht ginge)
Benutzeravatar
Gast
 
Barvermögen: Gesperrt
Bank: Gesperrt

Beitragvon Bulldogge » 16.06.2005, 16:58

Melie hat geschrieben:Kann das sein, dass ihm das einfach total quer gehangen hat und er deshalb so buckelig und hart war und diese Sache mit der Pfote einfach unglücklichweise dazu kam?


Da ich kein Tierarzt bin und ferndiagnose in der Tat schwierig ist, vermute ich nur, dass es tatsächlich so gewesen sein könnte.

Der Dicke frisst auch lieber Stöcker als reguläres Futter (scheint in der Familie zu liegen *gg*) und hat ab und wann mal Problemchen damit.

Solche Symptome, wie sie Tali hatte, brauchten wir bis dato noch nicht beobachten (Gott sei Dank!) - dennoch plagen den Dicken schonmal die Darmwände, wenn hinten mehr Kompost und Torf als normaler Kot herauskommt.

Wenn der Stock oder das Stück Holz tatsächlich quer lagen und eventuelle die Magen oder darmwand gereizt haben, kann ich mir auch gut vorstellen, dass er das bein angezogen hat.

Wenn ich es recht im Kopf behalten habe (unser TA erwähnte das in einem Gespräch mal am Rande), verläuft der Darm auf der linken Seite des Hundes - da strahlt natürlich eine Reizung/Entzündung bis in die kleinste Ecke aus.

Vielleicht erklärt das dann auch den Umstand des völligen Fehlens von Untersuchungsergebnissen - der "Störenfried" war ja schon raus (hab ich das richtig verstanden?) und eine Reizung ist (so glaube ich mich zu erinnern) recht schwer via Röntgenuntersuchung zu diagnostizieren.

Wie gesagt, bin ich kein TA und kann deswegen auch nur Vermutungen anstellen.

Aber nichts dest Trotz ist es schön zu hören, dass es dem Tyrannen wieder besser geht.

Gruß

Rico
Benutzeravatar
Bulldogge
 
Barvermögen: Gesperrt
Bank: Gesperrt

Beitragvon butch-cassidys » 16.06.2005, 17:22

Zu der Theorie "etwas falsches gegessen" paßt aber das Fieber nicht.
Benutzeravatar
butch-cassidys
 
Barvermögen: Gesperrt
Bank: Gesperrt

Nächste

Zurück zu Ernährung, Gesundheit und Alternative Medizin beim Hund



 


  • Verwante Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

  • Werbung
hundemineral.de - Natürlich gesunde Hunde