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Beitragvon Antje » 27.09.2009, 16:26

Hat jemand von Euch schon mal etwas von der Firma "Allergie-Immun" gehört oder mit dieser Firma Erfahrungen gemacht? Da Nitro ein Problem mit seinem Immunsystem hat bin ich wöchentlich beim TA und oft im Internet unterwegs und habe auf diesem Weg diese Firma gefunden. Über eine biokybernetische Auswertung sollen alle Allergiepunkte festgestellt werden, dann bekommt er auf ihn "abgestimmte" Tropfen, die sein Immunsystem auf Vordermann bringen sollen, bzw. die seinem Körper helfen, "schlechte" Einflüsse zu erkennen. Mir wurde schon von verschiedenen Seiten gesagt, daß ich es übertreibe mit dem Hund, weil er ein "Faß ohne Boden" ist und ich ihm nichts gutes tut, wenn ich ihn am Leben lasse, da es nur schlimmer für ihn werden kann. Manchmal könnt ich heulen! Evtl. hat ja noch jemand von Euch einen Tip. Gerade haben wir die Malassezien überstanden und stecken schon wieder tief in den Stahylokokken intro und die Antibiotika laufend tun ihm bestimmt auch nicht gut. Er frißt gut, spielt und ist einfach nur Hund, nicht daß ihr denkt der Nitro quält sich.
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Re: Nitro

Beitragvon Bulldogge » 27.09.2009, 16:49

Antje bitte ... tu mir den Gefallen und gib dem Hund doch erstmal Zeit, sich selber zu helfen. Ganz ehrlich jetzt: man kann einen Hund auch kranktherapieren.

Warte doch jetzt einfach mal ab, was sich mit den Mitteln ergibt, die du jetzt da hast. Grad sowas wie ein Immunsystem bekommt man nicht von heute auf morgen therapiert. Sowas braucht seine Zeit.

Ihr habt Malasessien gehabt. Das sind Pilze und damit lebende Organismen, die dem Körper Energie entziehen. Das schwächt einen Körper - und bei heftigem Befall nicht wenig. Schon allein deswegen macht so ein Immunsystem Überstunden.

Je mehr unterschiedliche Sachen du da jetzt "reinkippst" und je öfter an dem Hund irgendwas neues ausprobiert wird, desto schlimmer wird es werden - weil das "verbliebene" Immunsystem wieder mit neuen Stoffen konfrontiert wird und wieder andere Behandlsungsmethoden über sich ergehen lassen muss.

Du schwächst damit den Hund quasi ungewollt aber systematisch. Ich habe dir ja schon am Telefon den Rat gegeben, dem ganzen jetzt Zeit zu geben. Du kannst keine Wunder erwarten - nicht von jetzt auf gleich.

Es ist dein Hund und du musst entscheiden aber meiner Meinung nach übertreibst du es leider. Nicht böse sein aber den Eindruck habe ich.
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Re: Nitro

Beitragvon Antje » 27.09.2009, 17:00

Hm, wie lange denkst Du denn muß ich die Mittel geben, die ich zu Hause habe? Wäre super wenn die ihm helfen!
Schaden möchte ich meinem Schmuser nun mal gar nicht, ich bin kein Arzt und auf Meinungen und Hilfe von Außen angewiesen und jeder der einen "kranken" Hund zu Hause hat wird wissen wie viel man tut bzw. tun möchte um Abhilfe zu schaffen und daß man nach jedem Strohhalm greift.
Danke für Deine ehrliche Antwort, evtl. bin ich ja wirklich zu ungeduldig, aber wenn ich sehe wie er sich den ganzen Tag die Ohren blutig kratzt, dann wirds mir nicht besser! Und sein Fell sieht aus wie ein Flickenteppich.
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Re: Nitro

Beitragvon Bulldogge » 27.09.2009, 17:22

Sandmann hat fast 4 Monate gebraucht, bis sich die ersten sichtbaren Besserungen eingestellt haben. Wir sind auch fast drei Jahre lang permanant mit dem Dicken beim Arzt gewesen. Such mal hier im Board nach entsprechenden Beiträgen von mir oder Claudia - da kann man gut sehen, wie lange das schon so gegangen ist.

Ich weis nicht wieviele tausend Euro wir in der ganzen Zeit in irgendwelche Spritzen, Tabletten, Mittelchen, Tinkturen und weis der Gott noch alles für prima funktionierende Hilfe gesteckt haben. Am Ende wurde und beiden nur folgendes klar: der Doc (womit ich den nicht schlecht machen will - der hat uns auch gut geholfen - besonders nach dem Unfall von Missy) hat ne Menge Kohle damit verdient, dass wir ebenso wie du sehr ungeduldig waren.

Je größer der Schaden ist, der angerichtet wurde, desto länger dauert eine Behebung des Schadens. Das ist leider so - nicht nur beim Tier.

Mal spaßig jetzt: Missys Knochen war binnen Sekunden gebrochen - die Abheilung hat beinahe 4 Monate gedauert. Um mal so eine Releation zu verdeutlichen.

Ich finde es schade (um nicht zu sagen sträflich), dass deine Ärztin dir nicht die globalen Zusammenhänge erklärt - zumindest nicht, was Parasitenbefall (und Pilze jeglicher Coleur sind Parasiten, weil sie dem Wirtskörper lebensnotwendige Rohstoffe entziehen) anbetrifft.

Das Immunsystem deines Hundes erkennt sie als Parasiten und reagiert entsprechend darauf. Ist es in Ordnung und der Hund ansonsten in einer guten Konstitution, bekommt es das Problem nahezu selbständig in den Griff (Missy hat auch Malasessien - aber die sind dermaßen gering angesiedelt, dass absolut kein handlungsbedarf besteht). Hat der Hund aber andere Probleme und ist das Immunsystem deswegen geschwächt, wird es mit dem "Gegner" nicht allein fertig und braucht externe Unterstützung. Und zwar lang anhaltende und stetige Unterstützung. Die Unterstützung muss aber in einer Form gegeben werden, die nicht noch Kolletaralschäden verursacht, weil sie womöglich ein Loch stopft und zwei neue aufreist.

Verstehst, was ich meine?

Je öfter du jetzt aber die Mittelchen wechselst, desto größer ist aber die Gefahr eines solchen Kollateralschadens, weil mit jedem Wechsel des Mittels wieder neue Stoffe in den Körper eingebracht werden, die dann wiederum das Immunsystem beschäftigen. Das ist aber schon damit voll beschäftigt, das eigentliche Problem in den Griff zu bekommen.

Da entsteht quasi ein Kreislauf, der beinahe nicht aufzuhalten ist. Das meinte ich mit kranktherapieren.

Fintan hat Fälle in seiner Berufspraxis gehabt, wo solch eine Therapie Monate gedauert hat. Wenn sie aber mit Konsequenz durchgehalten wurde, hat sie (soweit er mir davon erzählt hat) in dem meisten Fällen auch zum Erfolg geführt.

Du hast ja mit Kutte drüber telefoniert, der dir ja auch gesagt hat, dass es Zeit braucht, bis sich was erkennbares tut. Und der Hund war ansich fit - nur eben schon recht alt.

Und das Kuttchen bekommt nach wie vor noch jeden Tag seine kleine Ration Helferlein mit übers Futter. Und das schon sicher ein dreiviertel Jahr. Tag für Tag.

Wie gesagt: Sandmann hat mehr als ein viertel jahr gebraucht, bis das alles wieder in ein erträgliches Maß reguliert war. Mitlerweile sind die Ergebnisse nicht nur uns Halter sichtbar, sondern auch Außenstehenden. Das gipfelte jetzt vor kurzem darin, dass ich von einem Fremden aus der Nachbarschaft beim gassi gehen angesprochen worden bin, ob wir mit dem Dicken (wir laufen dort immer mal am Zaun lang und er hat sich den Dicken schon ein paar mal angesehen und auch schon mit mir das eine oder andere Wort gewechselt) neuerdings Sport teiben würden :schockiert: Seiner Meinung nach ist Sandmann kräftiger geworden, wirkt agiler und entspannter und macht allgemein einen gesünderen Eindruck.

Aber eben: nicht von heute auf morgen und konsequent eine Linie gefahren. Alles andere Rumprobieren hat vorher auch bestenfalls nur kurz geholfen.
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Re: Nitro

Beitragvon Antje » 27.09.2009, 17:33

Danke, hab verstanden was und wie Du es meinst! Ausdauer ist gefragt :roll:
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Re: Nitro

Beitragvon fintan » 27.09.2009, 20:37

@ antje

eine sympotmatische Behandlung wirkt oft binnen Stunden. Da sie aber symptomatisch ist löst sie das problem aber nicht, sie unterdrückt es. dein "Problem" scheint ein Wiederaufbau des Hundes zu sein. Denke darüber nach wie lange es schon im Argen liegt, und dann denke darüber nach wie lange es entstanden ist.

Je größer die Baustelle, um so länger wird saniert.

G. F.
Das Komplizierte daran ist, dass es so einfach ist.
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