Sandmann hat fast 4 Monate gebraucht, bis sich die ersten sichtbaren Besserungen eingestellt haben. Wir sind auch fast drei Jahre lang permanant mit dem Dicken beim Arzt gewesen. Such mal hier im Board nach entsprechenden Beiträgen von mir oder Claudia - da kann man gut sehen, wie lange das schon so gegangen ist.
Ich weis nicht wieviele tausend Euro wir in der ganzen Zeit in irgendwelche Spritzen, Tabletten, Mittelchen, Tinkturen und weis der Gott noch alles für prima funktionierende Hilfe gesteckt haben. Am Ende wurde und beiden nur folgendes klar: der Doc (womit ich den nicht schlecht machen will - der hat uns auch gut geholfen - besonders nach dem Unfall von Missy) hat ne Menge Kohle damit verdient, dass wir ebenso wie du sehr ungeduldig waren.
Je größer der Schaden ist, der angerichtet wurde, desto länger dauert eine Behebung des Schadens. Das ist leider so - nicht nur beim Tier.
Mal spaßig jetzt: Missys Knochen war binnen Sekunden gebrochen - die Abheilung hat beinahe 4 Monate gedauert. Um mal so eine Releation zu verdeutlichen.
Ich finde es schade (um nicht zu sagen sträflich), dass deine Ärztin dir nicht die globalen Zusammenhänge erklärt - zumindest nicht, was Parasitenbefall (und Pilze jeglicher Coleur sind Parasiten, weil sie dem Wirtskörper lebensnotwendige Rohstoffe entziehen) anbetrifft.
Das Immunsystem deines Hundes erkennt sie als Parasiten und reagiert entsprechend darauf. Ist es in Ordnung und der Hund ansonsten in einer guten Konstitution, bekommt es das Problem nahezu selbständig in den Griff (Missy hat auch Malasessien - aber die sind dermaßen gering angesiedelt, dass absolut kein handlungsbedarf besteht). Hat der Hund aber andere Probleme und ist das Immunsystem deswegen geschwächt, wird es mit dem "Gegner" nicht allein fertig und braucht externe Unterstützung.
Und zwar lang anhaltende und stetige Unterstützung. Die Unterstützung muss aber in einer Form gegeben werden, die nicht noch Kolletaralschäden verursacht, weil sie womöglich ein Loch stopft und zwei neue aufreist.
Verstehst, was ich meine?
Je öfter du jetzt aber die Mittelchen wechselst, desto größer ist aber die Gefahr eines solchen Kollateralschadens, weil mit jedem Wechsel des Mittels wieder neue Stoffe in den Körper eingebracht werden, die dann wiederum das Immunsystem beschäftigen. Das ist aber schon damit voll beschäftigt, das eigentliche Problem in den Griff zu bekommen.
Da entsteht quasi ein Kreislauf, der beinahe nicht aufzuhalten ist. Das meinte ich mit
kranktherapieren.
Fintan hat Fälle in seiner Berufspraxis gehabt, wo solch eine Therapie Monate gedauert hat. Wenn sie aber mit Konsequenz durchgehalten wurde, hat sie (soweit er mir davon erzählt hat) in dem meisten Fällen auch zum Erfolg geführt.
Du hast ja mit Kutte drüber telefoniert, der dir ja auch gesagt hat, dass es Zeit braucht, bis sich was erkennbares tut. Und der Hund war ansich fit - nur eben schon recht alt.
Und das Kuttchen bekommt nach wie vor noch jeden Tag seine kleine Ration Helferlein mit übers Futter. Und das schon sicher ein dreiviertel Jahr. Tag für Tag.
Wie gesagt: Sandmann hat mehr als ein viertel jahr gebraucht, bis das alles wieder in ein erträgliches Maß reguliert war. Mitlerweile sind die Ergebnisse nicht nur uns Halter sichtbar, sondern auch Außenstehenden. Das gipfelte jetzt vor kurzem darin, dass ich von einem Fremden aus der Nachbarschaft beim gassi gehen angesprochen worden bin, ob wir mit dem Dicken (wir laufen dort immer mal am Zaun lang und er hat sich den Dicken schon ein paar mal angesehen und auch schon mit mir das eine oder andere Wort gewechselt) neuerdings Sport teiben würden

Seiner Meinung nach ist Sandmann kräftiger geworden, wirkt agiler und entspannter und macht allgemein einen gesünderen Eindruck.
Aber eben: nicht von heute auf morgen und konsequent eine Linie gefahren. Alles andere Rumprobieren hat vorher auch bestenfalls nur kurz geholfen.