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Kaiserschnitt bei der Geburt

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Kaiserschnitt bei der Geburt

Beitragvon Daniela » 15.12.2005, 09:18

Weder Bunny noch Ashildur hatten Probleme (ein Glück) bei der Geburt ihrer Welpen. Jeder Welpe brauchte im Schnitt fünf bis 10 Minuten länger als der vorherige. Das ging so bis der letzte da war.

Mich würde interessieren, wann man merkt, dass etwas nicht so "funktioniert" wie es soll, bei der Geburt von Welpen.

Wie macht es sich bemerkbar, dass z. B. ein Welpe steckengeblieben ist, vor allem wenn es vielleicht der letzte ist oder der vorletzte? Wie schnell muß man handeln? Welche Maßnahmen trefft ihr für die übrigen Welpen, in der Zeit, wo die Hündin beim TA ist evtl. operiert wird? Wie ist es nachher mit dem säugen, geht das sofort nach der OP oder wie lange muß man warten?
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Beitragvon Angelika » 15.12.2005, 09:59

So lange kein Welpe geboren wurde, kann sich die Eröffnungszeit über Stunden hinziehen. Falls sich der schleimige Ausfluss blutig oder tintengrün färbt ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen. Sollte sich der Ausfluss verfärben, ist das ein Zeichen für die Ablösung von Nachgeburten. Falls die Hündin keine kräftigen Presswehen hat, muß ein Tierarzt hinzugezogen werden, da es nach der Ablösung für den Welpen lebensgefährlich wird.
Sobald ein Welpe geboren ist und die Hündin hat weiterhin kräftige Wehen würde ich nicht länger als zwei Stunden warten bis zum nächsten Welpen.
Die Welpen sollten bei 25-28 Grad unter einer Rotlichtlampe gewärmt werden, falls die Hündin vom Tierarzt versorgt werden muß.
Hündinnen mit Wehenschwächen sollten aus der Zucht genommen werden.
Zuletzt geändert von Angelika am 15.12.2005, 10:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Whitebulls » 15.12.2005, 10:01

Hallo,

man kann hier keine allgemeine Aussagen treffen. Man muß die Hündin durchgehend beobachten. Entscheidende Faktoren sind natürlich, wenn sie Preßwehen hat und es wird kein Welpe geboren. Zusätzlich bereits Fruchtwasser verloren hat, ohne das etwas passiert.

In solchen Fällen würde ich immer einen Tierarzt hinzuziehen, eine Wehenspritze geben und wenn dann nach 1-2 Stunden immer noch kein Welpe da ist, wird der Tierarzt entscheiden ob Kaiserschnitt ja oder nein.

Es gibt auch Hunde die eine Wehenschwäche haben, oder eine bekommen, wenn die Geburt zu lange dauert und sie zu geschwächt sind.

Erfahrene Züchter sollten in der Lage sein, einen Welpen, der vielleicht falsch liegt zu drehen und somit der Hündin zu helfen.

Kaiserschnittanfällig würde ich persönlich Hündinnen beschreiben, die nur 1 Welpen haben. Dieser Welpe ist meist so groß, daß er nicht auf normalem Weg geboren werden kann.

Gruß
Anke
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Beitragvon redwoodsbulldogs » 15.12.2005, 10:42

Ui, da könnte ich jetzt ein Buch schreiben, wir haben bei unseren 4 "Würfen" falls man zwei Einfrüchtige auch als Wurf bezeichnen kann, schon so einiges erlebt. Hiermit möchte ich dann auch gleich einmal allen "Neuzüchtern" aufzeigen, daß so eine Hundegeburt gar nicht so einfach sein muß wie man sich das oft so gerne vorstellt ( bitte nicht gleich wieder als Kritik auffassen :wink: ).
Unser erster Wurf mit der Hündin "Redwoods Vicky" war gleich einmal eine einzelne Frucht ( Alpha :grin: ! ). Unser TA sagte schon daß wir mit einem Kaiserschnitt rechnen müssen und so war es auch. Nicht weil Alpha sehr groß war, wir achteten sehr darauf daß die Hündin während der Tragezeit sehr schlank gehalten wird und der Welpe nicht zu sehr wächst. Vicky hatte keine Wehen. Um den Geburtstermin platzte die Fruchtblase, wir zum TA, trotz wehenförderte Mittel tat sich nix.
Also Kaiserschnitt, die Hündin nahm den Welpen nicht an, Flaschenaufzucht. Vicky lebt nun bei einem Freund von uns und ist mittlererweile kastriert.
6 Wochen später kam der erste Wurf von Wanda zur Welt, alles klappte reibungslos, die 11 Welpen purzelten brav nacheinander in die Wurfkiste. Keine Wehenschwäche, keine Probleme.
Ein Jahr später Wanda's zweiter "Wurf". Einfrüchtigkeit. Kaiserschnitt.
Am 26. Oktober diesen Jahres kam nun ihr letzter Wurf auf die Welt.
Wanda bekam am 25. 10. gegen Abend Wehen, der erste Welpe kam dann Problemlos am 26.10. morgens um halb vier. Dann nahm das Übel seinen Lauf. Wanda hatte keine Preßwehen mehr und ich mußte mehr oder weniger jeden einzelnen Welpen aus ihr rausziehen.
Bis Nachmittags um 5 Uhr waren neuen Welpen auf diese Art aus ihr rausbefördert worden, dann ging nix mehr. Wanda war körperlich sehr erschöpft, ab zum TA. Es wurde geröntgt, zwei Welpen waren noch drin.
Einer kam dann noch mit Wehenspritzen, dann war Schluß.
Um 23 Uhr wurde Wanda operiert um Flecki auch noch rauszuholen, dann wurde sie gleich kastriert.
Das war jetzt nur ein kleiner Auszug von dem, was alles passieren kann.
Bislang habe ich immer durch beobachten meiner Hündin gemerkt, wenn etwas nicht stimmt und konnte rechtzeitig helfen. Ich stimme Anke zu, daß man hier keine allgemeinen Aussagen treffen kann.
Gruß
Grit
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Beitragvon redwoodsbulldogs » 15.12.2005, 10:49

Ach ja, eines habe ich vergessen.
Als wir mit Wanda zum TA fuhren, nahmen wir die neun Welpen mit, die bis dahin schon geboren waren. Ich habe sie kurz vor der Operation nochmals zum saufen angelegt, dann kamen sie in eine Kiste mit Wärmflasche. Dann mußten die Kleinen bis zur nächsten Mahlzeit ca. 3 Stunden später warten. Sie durften wieder zu ihrer Mutter, als diese vollständig aus der Narkose erwacht war.
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Beitragvon Daniela » 15.12.2005, 10:49

Würdet Ihr sagen, die Neigung zur Kaiserschnittgeburt ist vererbar?
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Beitragvon Whitebulls » 15.12.2005, 10:55

@Grit,

das ist der Alptraum eines jeden Züchters. 3 x Kaiserschnitt bei 4 Würfen...

Also wir hatten bisher 2 x Kaiserschnitt in 11 Jahren. 1 x bei unserer eigenen Hündin, bei ihrem 1. Wurf. Beim 2. Wurf hatte sie wieder eine Wehenschwäche und wurde danach sofort sterilisiert. Zwar kein 2. Kaiserschnitt, aber Hündinnen mit Wehenschwäche sollte man aus der Zucht nehmen.
Die andere Hündin war nicht unsere, sondern eigentlich nur zum Decken bei uns. Wurde jedoch nie wieder abgeholt nach dem Deckackt..
Ja, es gibt wirklich nichts was es nicht gibt. Diese Hündin hatte ebenfalls eine Wehenschwäche und wurde von uns auch direkt nach dem Kaiserschnitt sterilisiert und gut vermittelt.

Nach einem Kaiserschnitt besteht natürlich die Gefahr das die Mutter die Welpen nicht annimmt, oder das die Milch sich zurückbildet. Das hieße im schlimmsten Falle, alle Welpen mit der Flasche oder einer Amme aufziehen. Nicht gerade der Traum eines Züchters.

Gruß
Anke
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Beitragvon redwoodsbulldogs » 15.12.2005, 10:56

Ich denke wenn in einer bestimmten Zuchtlinie verhältnismäßig oft Kaiserschnitte vorkamen, wird es wohl erblich sein. Allerdings gibt es auch tausend Faktoren ( schlechte Kondition der Hündin, Welpe liegt falsch, etc...) die eine Wehenschwäche verursachen können ohne daß man gleich an Erblichkeit denken muß.
Gruß
Grit
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Beitragvon Whitebulls » 15.12.2005, 10:57

Ich denke ehe die Neigung zu Wehenschwäche ist vererbbar. Der Kaiserschnitt bei solch einer Hündin ist dann nur die Konsequenz daraus.
Anke Münker
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Beitragvon redwoodsbulldogs » 15.12.2005, 11:07

Ja, Du hast recht. Auch wir hätten mit Wanda keinen dritten Wurf mehr gemacht, wenn nicht beim ersten alles so perfekt gelaufen wäre. Beim zweiten, der Einfrüchtigkeit, war ein Kaiserschnitt unvermeidbar. Allerdings sagte mir auch mein TA, daß die Wehenschwäche bei dem jetzigen Wurf auch von der letzten Operation herrühren kann, ich weiß es nicht.
Auch wir hatten die Befürchtung daß nach dem hohen Blutverlust bei der Kastration die Milch ganz zum versiegen kommt, viel war auch nicht mehr da und ich habe mit der Flasche etwas zugefüttert. Als die Welpen dann zwei Wochen alt waren, hatte sich auch die Milchproduktion stabilisiert und Wanda konnt die Kleinen wieder ohne meine Hilfe säugen.
So etwas geht ganz schön an die Nerven...
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