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Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

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Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon Bulldogge » 22.09.2009, 00:05

Grünlippmuschelkalk, Grünlippmuschelfleisch oder Grünlippmuschelextrakt - das ist hier die Frage!

Immer wieder lese ich (und sicherlich auch ihr), dass man zur Behandlung und Prophylaxe von Gelenksentzündungen, Athrosen und anderen Problemen Grünlippmuschelkalk empfiehlt und einsetzt.

Aber was ist Grünlippmuschelkalk eigentlich und worauf muss ich achten?

Nun ... zunächst einmal: Grünlippmuschelkalk oder Grünlippmuschelfleisch oder Grünlippmuschelextrakt sind keine geschützten Begriffe. Das bedeutet, dass jeder Hersteller im Grunde genommen jedwede Substanz als Grünlippmuschelkalk, Grünlippmuschelextrakt oder eben Grünlippmuschelfleisch deklarieren darf.

Ist der Hersteller verantwortungsvoll und ist in seinem Produkt tatsächlich Grünlippmuschelfleisch entahlten, so ist es das Fleisch der Neuseeländischen Grünlippigen Muschel (Perna canaliculus) verarbeitet.

Nicht selten jedoch wird nur die Schale oder gar eine andere Neuseeländische Muschel (die Neuseeländische Miesmuschel) verarbeitet. Wenn man sich nun betrachtet, was denn an dieser Muschel eigentlich so interessant für unsere Vierbeiner ist (nämlich die in den Drüsen gebildeten Glykosaminoglykane (GAG) oder Mucopolysaccharide), dann fällt schnell auf, dass der oftmals verwendete Muschelkalk (gemahlene Schalen) zwar nett und wichtig klingt aber keinerlei Wirkung hat - zumindest nicht die, die man eigentlich haben möchte.

Einzig wirkungsvoll ist das reine Fleisch. Genau genommen sogar nur die Keimdrüsen und die darin enthaltenen Fette bzw. Öle.

Nun ist es aber so, dass diese Muscheln nicht unbegrenzt erntefähig sind. Zum einen ist natürlich der Platz für das Farming begrenzt und zum anderen werden die interessanten Wirkstoffe erst mit der einsetzenden Geschlechtsreife (ca. ab dem 18. Lebensmonat) der Muschel gebildet.

Daraus ergibt sich die Situation, dass das Muschelfleisch ein durchaus begehrter Rohstoff ist. Zum einen ist die Muschel eine Delikatesse und wird weltweit als Gourmetrohstoff verkauft, zum anderen wird das Fleisch auch zur Gewinnung von Pharmarohstoffen benötigt.

Und hier kommen dann die unterschiedlichsten Hersteller für Tierprodukte ins Spiel! Sie kommen in der Regel dann nämlich ins Spiel, wenn es um die Verwertung der Reste der Humanpharmagewinnung geht.

Wie Fintan in einem anderen Beitrag schon angedeutet hat, wird das Fleisch primär zur Gewinnung von Rohstoffen für die Humanpharmaindustrie herangezogen. Eine ausdrücklich Verarbeitung für den Veterinärmedizinischen Bereich findet eher nicht statt. Das hat eigentlich nur einen Grund: Geld!

Das Farming und die Verarbeitung der Grünlippmuschel sind ein kostenintensives Unterfangen. Kostenintensiv deswegen, weil die Wasserqualität aller erster Güte sein muss (Muscheln allgemein sind Nahrungsfilterer, die ihre Nahrung - wie der Name schon sagt - aus dem sie umgebenden Wasser filtern und dabei Giftstoffe - hier besonders Schermetalle - anlagern) und weil die Verarbeitung sehr energieintensiv ist (das Fleisch wird schockgefroren, getrocknet und dann zu Pulver verarbeitet).

Diese Kosten lassen sich jedoch zuallererst damit auffangen, indem man zunächst eben den Humanpharmabereich bedient - hier sind die Gewinne schlicht am größten.

Wie bei jeder Herstellung fallen auch bei der Verarbeitung von Grünlippmuscheln Reste an. Das wären zum einen der bereits angesprochene Kalk aus den Schalen und zum anderen Reste bei der Verarbeitung des Muschelfleisches selber. Und diese Reste werden in aller Regel dann zu Präparaten für den Tierbedarf verarbeitet. Leider ist es nun aber so, dass in den Resten bestenfalls geringe Mengen der erwünschten Wirkstoffe enthalten sind, womit leider einhergeht, dass auch das fertige Tierprodukt bestenfalls geringe Wirkung zeigen kann.

Häufig ist es so, dass zur Kompensation der fehlenden Wirkung andere Rohstoffe eingesetzt werden. Hier wird gern und viel mit der Teufelskralle gearbeitet. Die Teufelskralle hat in etwa die gleiche entzündungshemmende Wirkung, wie das Grünlippmuschelfleisch. Leider jedoch hat die Teufelskralle einen recht bitteren Beigeschmack: sie verursacht mit hoher Wahrscheinlichkeit Magengeschwüre. Zumindest dann, wenn man sie über einen längeren Zeitraum regelmäßig verabreicht. Zum anderen ist - wie bei allen Heilpflanzen - es wichtig, dass man auch den heilwirksamen Pflanzenbestandteil (bei der Teufelskralle beispielsweise nur die Wurzel) verarbeitet.

Und - ihr ahnt es bereits - hier ist auch erstmal die Humanpharmaindustrie Abnehmer Nummer Eins!

Worauf solltet ihr also achten beim Kauf von Grünlippmuschelprodukten?

1. dass es auch wirklich Grünlippmuschelfleisch ist - Grünlippmuschelkalk hat schlicht keine Wirkung
2. der Anteil des Fleisches sollte um die 20% liegen
3. der Preis sollte releativ hoch sein - der Rohstoff in Humanpharmaqualität ist sehr sehr teuer ... bei billigen Proukten kann man davon ausgehen, dass mindere Qualität verarbeitet wurde!
4. reines Grünlippmuschelfleisch ist NICHT weiß! Das Pulver ist gäulich-grün und riecht intensiv
5. reines Grünlippmuschelfleisch sollte eine leicht ölige Konsistenz haben - zumindest sollte es einen leichten Ölflim produzieren, wenn man es zwischen den Fingern verreibt - dann ist zumindest mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gewährleistet, dass auch wirklich die Fette und Öle (die, die die Wirkstoffe enthalten) mit verarbeitet wurden
6. die Produkte sollten möglichst keine Heilkräuter enthalten - hier läge der Verdacht nahe, dass die fehlende Wirkung wegen schlechter Rohstoffqualität kompensiert werden soll
7. die Produkte sollten ein ausgewogenes Mineralverhältnis haben - das Fleisch allein wirkt nicht - erst das Zusammenspiel mit Minerale und Mikronährstoffe (Mangan, Selen, etc.) bringt eine sichtbare Wirkung

Wie erkenne ich, ob es sich um Grünlippmuschelfleisch in der hohen Humanpharmaqualität handelt?

Leider gar nicht! Da muss man sich auf die Aussagen des Herstellers verlassen. Bei Billigprodukten ist generell Vorsicht angesagt. Ich weis von Fintan (der mit dem Canis Carpe Diem Nr.2 selbst ein solches Produkt herstellt), dass die Rohstoffe sehr sehr teuer eingekauft werden müssen und sich auch nur relativ energieintensiv weiterverarbeiten lassen.

---

Ich hoffe, dass Fintan hier noch was zur Wirkungsweise schreiben wird. Ich könnte es zwar auch aber bei ihm klingt das alles besser :D
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon fintan » 22.09.2009, 21:49

Wie fängt man hier an? An sich müsste man bei Adam und Eva beginnen.

Fakt ist, es gibt diverse medizinische Arbeiten und Studien die belegen das die Grünlippmuschel einen positiven Effekt auf den Gelenkstoffwechsel hat. Es gibt sogar Langzeitstudien die belegen, dass man unter Zuhilfenahme von Grünlippmuscheln Gelenkstruktur regenerieren kann.

Der Hauptwirkstoff in dieser Muschel sind sogenannte Glycosaminglycane, diese wiederum sind die Hauptbestandteile der Gelenksubstanz. Hinzu kommen noch ein paar weitere Stoffe wie Öle als Wirkstoff.
Hier ist es schön erklärt. http://www.gall.co.at/navigation/cms,vi ... ge,de.html

Nun ein kleiner Schwenk zurück zur Basis. Jeder Körper und jede Körperzelle unterliegt dem Prozess des Zeugens, Wachsens, Reifens und dann auch wieder des Sterbens. Im Ursprung wird dieser Prozess über die Nahrung und den Stoffwechsel gesteuert.

Die Nahrung können wir hier in Baustoffe und Reglerstoffe (eine Art katalyte Softwarefunktion) aufteilen. Aus der normalen Nahrung oder den Gruppen Kohlehydrat, Fett und Protein kann man Protein als Energieträger fast gänzlich ausgrenzen, Protein ist mehr ein Baustoff, denn ein Nährstoff.

Baustoffe aus dem Bereich Mineral sind Kalzium und Phosphor.

Reglerstoffe hier sind Dinge wie Schwefel, Zink, Mangan, Kupfer, das sind die erst mal wichtigen für den Bereich Gelenk.

Dann kommen noch ein paar Vitamine hinzu. So ist Vitamin A essentiell in mehrfacher Hinsicht am Knochen und Gelenkstoffwechsel beteiligt. Auf der einen Seite ist es eine Antioxidans, es ist zuständig für Schleimhäute, auch diese finden wir im Bewegungsapparat, es ist zuständig für die körpereigene Produktion von Hyaloronsäure (schmiert Gelenke).

Diverse B Vitamine aktivieren Mangan, Mangan aber ist zuständig für die körpereigene „Proteoglycansynthese“ der Körper wird damit also befähigt selbstständig Dinge wie Glycosaminglycane oder Chondroitinsulfat zu produzieren um damit seine Gelenke selbst wieder zu regenerieren.
Ebenso sind Zink, Kupfer und Schwefel am Prozess der Gelenke beteiligt.

So, nun kann es passieren, dass ein Gelenk entweder durch eine ungünstige genetische Disposition leidet, oder aber es werden über die Ernährung nicht genügend verfügbare Bau- und Reglerstoffe geliefert.
Entweder auf Grund einer mangelhaften Futterqualität (pay now or pay later) oder weil aus welchen Gründen auch immer eine Stoffwechselstörung vorliegt.

In diesem Fall können die Glycosaminglycane aus der Grünlippmuschel einen eindeutigen Vorteil bringen und dem Hund das Leben erheblich erleichtern.

Das wiederum ist hinreichend bekannt, bekannt ist aber auch, dass man dann viel Umsatz macht wenn man auf der Geiz ist Geil Welle mit surft.

Da der Konsument eher bunte Bilder lesen / gucken kann und sehr stark dazu neigt sich auf Grund von etwas gehörten ohne wirkliche Hintergrundinformationen auf die günstigen Angebote zu stürzen, kommt es hier immer wieder zu kontroversen Aussagen und Einschätzungen.

Wer mit der Grünlippmuschel, oder aber besser mit einem Grünlippmuschelprodukt keine guten Erfahrungen gemacht hat, der gibt die Schuld erst einmal dem Produkt Grünlippmuschel.

Nicht wissend das sich hinter diesem Produkt alles und nichts verbergen kann.

Wie läuft es in der Industrie? Also der Gesundheitsindustrie?

Habe ich einen guten Rohstoff, so wird für den humanen Bereich erst mal so lange extrahiert bis es sich nicht mehr lohnt.

Was dann übrig bleibt wird der Wellnessindustrie oder dem Bereich „Tierfutter“ zugeführt.

Der Mensch (Bereich Wellness) glaubt an Placebos, für das Tier ist der Abfall gerade gut genug.

Es gibt unzählige Trittbrettfahrer und Raubritter. Man nutzt den an sich wirklich guten Namen eines guten Wirkstoffes um ein minderwertiges Produkt an den Mann zu bringen.

Auf Grund der Tatsache, dass man ja wirklich Grünlippmuschel verarbeitet, zumindest die Abfälle daraus darf man den Namen auch groß und bunt auf die Packung kleben.

Sehr oft aber findet man darin nur die minderwertigen Reste der extrahierten Muschel, oder aber die Schlachtabfälle (Bart). Als billigen Füllstoff verwendet man dann gleich noch die Muschelschalen und schreddert sie klein.

Dann hat man rechtlich gesehen ein 100% Grünlippmuschel(abfall)produkt.

Ein weiteres Problem bei diesem Produkt ist die Art der Kultur, also isoliert und in Reinwasser gezogen oder nicht. Dann geht es weiter, wie alt war die Muschel.
Die volle Wirkung hat die erwachsene und geschlechtsreife Muschel. Dumm nur das sie nicht in 6 Monaten erwachsen und geschlechtsreif wird.

Auch hier passiert beim Ernten noch etwas „lustiges“. Da auch adulte Muschelkulturen immer noch nicht erwachsene Kulturen mit ausbilden werden diese eben mit geerntet. Nicht absichtlich, aber dennoch sie sind dabei.
Die Muscheln die dabei nicht beschädigt worden sind werden wieder eingesetzt. Die beschädigte Jungmuschel aber, also das Tier mit sehr eingeschränktem Wirkstoffgehalt geht ins Tierfutter oder Wellness.

Noch eine kleine Spitze, Grünlippmuschelextract ist 2te Qualität. Das ist ungefähr so wie beim Industriellen Vorgang des Ölpressens. Extrahiert wird aus minderwertigen Kulturen und Resten. Einfach weil sie ansonsten nur recht wenig hergeben.

Die allererste Qualität die man bekommen kann ist das gereinigte Fleisch (also Bärte etc. Weg) von geschlechtsreifen ausgewachsenen Tieren und dieses wird dann über die Gefriertrocknung haltbar gemacht.

Überall wo Kalk dabei ist, ist eine Art Müllentsorgung mit im Spiel.
Extrakte sind 2te bis 3te Wahl.

Überall wo Nebenstoffe wie Teufelskralle oder Weidenrinde beigemischt ist, ist Vorsicht geboten. Man täuscht hier gerne über einen Phytoentzündungshemmer die Wirkung der Muschel vor.

Wer ein Mittel gegen Gelenkerkrankungen füttert, der sollte an sich tunlichst und im Namen seines Hundes auf Stoffe wie Teufelskralle, Weidenrinde etc. verzichten.

Schmerz ist ein sinnvolles Warnsignal. Wenn der Hund Schmerzen im Gelenk hat, so wird er es schonen.
Nehme ich Ihm den Schmerz über ein Phytotherapeutikum weg, so wird er sich bewegen und zusätzlich zu dem Problem auf Grund mangelnder Versorgung des Gelenkes auch noch über einen mechanischen Reiz für eine weitere Zerstörung des Gelenkes sorgen.

Eine gute, und damit meine ich eine wirklich gute also Pharmafähige Qualität an Grünlippmuschel braucht unter normalen Umständen kein billiges Beiwerk und regelt den Job allein ein Vielfaches besser.

Es muss einen Grund haben warum Nr. 2 sich auch einem großen Feld an Humankonsumenten erfreut.
Das Komplizierte daran ist, dass es so einfach ist.
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon Bulldogge » 22.09.2009, 22:22

fintan hat geschrieben:Es muss einen Grund haben warum Nr. 2 sich auch einem großen Feld an Humankonsumenten erfreut.


Wirst du wohl ... :ug:

Du gehts jetzt in die Waschküche, wäschst dir die Finger mit denen du das getippt hast und stellst dich in die Ecke ... !! :group3g:
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon fintan » 24.09.2009, 10:27

Soll das heißen ich darf aus meinem Körbchen hervorkommen? :ua_fuck:
Das Komplizierte daran ist, dass es so einfach ist.
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon Loki88 » 24.09.2009, 15:04

So,ich breche dann mal von den ersten beiden Hoch-Wissenschaftlichen Beitragen,mit einer profanen Frage aus:
Empfiehlt es sich sowas auch vorbeugend zu geben,wenn bisher keinerlei Probleme aufgetreten sind???
Was würde jemand sagen der damit kein Geld verdient???? Aber trotzdem weiß wovon er redet :D
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon Bulldogge » 24.09.2009, 16:19

Loki88 hat geschrieben:Was würde jemand sagen der damit kein Geld verdient????



Darf ich trotzdem antworten? :D

Natürlich ist Prophylaxe nicht verkehrt. Das Gelenk unterliegt ja einer ständigen Belastung und einem damit einhergehendem Alterungs- und Abnutzungsprozess.

Selbstredend sind die verabreichten Mengen (Dosierung) kleiner, als wenn auf einen Akutzustand reagiert werden muss.

Aber wie bei allem, ist auch das eine persönliche Entscheidung. Pay now or pay later :D
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon Loki88 » 24.09.2009, 16:36

Klar darfst Du antworten,aber das ist das was ich meinte: pay now or pay later,das ist so wie ein schlechtes Gewissen einreden wollen :D
Ich glaube eigentlich,das man nicht gegen alles mögliche Vorsorgen muß,wenn man seinen Hund artgerecht gesund Ernährt.
Weil dann müßte man ja eigentlich eine ganze Menge zufüttern,oder? Und ob sich das dann alles so verträgt?
Oder fällt der Hund wenn er älter wird und man nix zufüttert in sich zusammen oder zu Staub :group3g:
Aber das ist ja auch meine erste,große,schwere Rasse und die ist auch erst 1Jahr,deshalb frage ich.

Ps: Was ist eigentlich mit meiner Signatur?? Zu groß???
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon Bulldogge » 24.09.2009, 17:34

Loki88 hat geschrieben:aber das ist das was ich meinte: pay now or pay later,das ist so wie ein schlechtes Gewissen einreden wollen


Auch wenn das nun wieder wie ein Werbespruch klingt aber nein, das ist nicht schlechtes Gewissen einreden wollen, sondern an Erfahrung teilhaben lassen.

Das pay now or pay later bezieht sich ja nicht nur auf das lokale Problem des Gelenkes, sondern sollte vielmehr global betrachtet werden. Vorsorge, die ich von Anfang an mit einem kleinem Beitrag leiste, erspart mir im Alter (mögliche) große Beiträge.

Das bedeutet: achte ich von Anfang an auf eine ausgewogene und hochwertige Ernährung, habe ich im Alter weniger ernährungsbedingte Probleme. Achte ich von Anfang an auf eine gesunde Bewegung, habe ich im Alter weniger belastungsbedingte Probleme.

Bei einigen Abläufen erscheint uns dieses System selbstverständlich. Beispielsweise wird dir dein Züchter gesagt haben, dass du den Hund als Welpe möglichst keine Treppen steigen lassen sollst, sondern ihn notfalls tragen sollst.

Pay now = mach dir die Arbeite und trage den Pupser (auch wenn er schon 20 Kilo wiegt)
Pay later = pfeiff auf diesen Ratschlag und behandle später lieber die Hüftschäden

Und so isses eben mit den von mir vertriebenen Produkten auch :)

Pay now = jeden Tag 5 Gramm Nr.2 macht auf den Monat gerechnet ~ 20 Euro Vorsorge
Pay later = 2000 Euro für Goldimplantate in den Hüften

Zugegeben ... das ist heftig überspitzt, macht aber die Relationen deutlich, die entstehen können. Und das ganze System kann man nahezu alles beziehen. Spare jeden Monat 15 Euro an gutem Futter und du kannst im Ernstfall Hunderte von Euros beim Arzt ausgeben, wenn Mangelversorgungen oder Allergien behandelt werden müssen.

Ich glaube, eine gute deutsche Übersetzung von pay now or pay later wäre "wer billig kauft, kauft zweimal". Der Spruch hat echt Leben und Erfahrung in sich oder nicht?

Die Krux an der Sache ist, dass hier ein zweitr Spruch mit nem großen Klong einschlägt: aus Schaden wird man klug. Will meinen: mangelnde Vorsorge macht sich erst dann bemerktbar, wenn die Probleme da sind und vermieden hätten werden können.
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon kutte74 » 24.09.2009, 21:53

Ich hab´s meinem Scheisser erst geben können, als die ersten Verschleisserscheinungen anfingen, die aber damit sehr gut in den Griff bekommen. Hätte ich es früher gekannt, hätte ich es auch gekauft weil ich denke das gerade bei großen und schweren Hunden Prophylaxe in der Richtung definitiv abgebracht ist!
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Re: Grünlippmuschelkalk - Produkt mit Stolperfallen

Beitragvon Loki88 » 25.09.2009, 05:54

Deswegen fragte ich ja,weil mir eben die Erfahrung fehlt :D
Und Nein hört sich,wenns erklärt wird,nicht unbedingt an wie ein Werbespruch.
Und sparen tue ich bei meiner Maus im Moment an nix,außer vielleicht in Deinen Augen an der Gelenkvorsorge :mg:
Aber vielleicht ändert sich das ja bald.
Und das ist es ja,im schlimmsten Fall merkt man es erst wenn's zu spät ist.

Ist doch hier ein Bulldog-Board oder?? Haben wir nicht alle schwere Hunde,muß doch noch ein andere Meinungen geben :?
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