Zimmerpflanzen sind etwas sehr Schönes, doch es gibt eine Vielzahl giftiger Pflanzen, die nicht nur eine Gefahr für den Menschen darstellen, sondern auch für Tiere. Einige Pflanzen können von bestimmten Tieren völlig ohne Bedenken gefressen werden, während sich ein anderes Tier beim Verzehr derselben Pflanze vergiftet. Ebenso können Tiere Pflanzen oder Pflanzenteile ohne Gefahr verzehren, die für den Menschen hoch toxisch sind und umgekehrt. Im Folgenden zeigt die Übersicht eine Aufstellung der für Hund und Katze giftigen Zimmerpflanzen, die weitestgehend übereinstimmend ist. Lediglich zwei Zimmerpflanzen sind ausschließlich für Katzen gefährlich, vier Zimmerpflanzen sind für beide Tierarten extrem giftig. Keineswegs besteht Veranlassung, gleich alle Pflanzen aus der Wohnung zu räumen. Hunde und Katzen vergiften sich nicht allzu häufig an Zimmerpflanzen, jedoch ist jedes Tier anders: Manche spielen mit und kauen gern an Pflanzen herum, andere wiederum nicht. Es besteht kein Grund zur Panik; Informationen über die wichtigsten Giftpflanzen sind dazu da, präventiv zu handeln und die vier giftigsten der Zimmerpflanzen erst gar nicht aufzustellen, um ein mögliches Risiko von vorn herein zu vermeiden.
Aufstellung giftiger Zimmerpflanzen für Hund und Katze
- Aloe (aloe spec.) - nur für Katzen giftig!
- Alpenveilchen (Cyclamen spec.)
- Amaryllis (Hippeastrum spec.)
- Aronkelch (Zantedeschia aethiopica)
- Azalee (Rhododendron simsii)
- Baumfreund (Philodendron spec.)
- Begonie, Schiefblatt (Begonia spec.)
- Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)
- Buntwurz (Caladium bicolor)
- Christusdorn (Euphorbia milii)
- Clivie (Clivia miniata)
- Dieffenbachie (Dieffenbachia senguine) - hoch giftig!
- Drachenbaum (Dracaena drago)
- Efeutute (Scindapsus spec.)
- Einblatt (Spathiphyllum floribundum)
- Fensterblatt (Monstera deliciosa)
- Ficus-Arten (Ficus spec.)
- Flamingoblume (Anthurium spec.)
- Flammendes Kätchen (Kalanchoe spec.) - nur für Katzen giftig!
- Gummibaum (Ficus elastica)
- Kaladie (Caladium bicolor)
- Klivie (Clivia miniata)
- Kolbenfaden (Aglaeonema commutatum)
- Korallenbäumchen (Solanum pseudocapsicum)
- Kroton (Codiaeum variegatum)
- Palmfarn (Cycas spec.)
- Palmlilie (Yucca elephantipes)
- Philodendron (Philodendron spec.)
- Prachtlilie (Gloriosa superba) - hoch giftig!
- Purpurtute (Syngonium podophyllum)
- Riemenblatt (Clivia miniata)
- Ritterstern (Hippeastrum spec.)
- Sansevieria (Sansevieria trifasciata)
- Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) - hoch giftig!
- Wüstenrose (Adenium obesum) - hoch giftig!
- Wunderstrauch (Codiaeum variegatum)
- Yucca (Yucca spec.)
- Zimmerkalla (Zantedeschia aethiopica)
Symptome bei Vergiftung
Hunde und Katzen nehmen die Giftstoffe der Pflanzen über den Magen-Darm-Trakt, die Haut und die Atemwege auf. Auch wenn Vergiftungen mit Zimmerpflanzen bei unseren liebsten Haustieren eher seltener auftreten, gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Die folgenden Symptome können auf eine Vergiftung hindeuten: Erbrechen, Durchfall, vermehrte Speichelbildung oder Verfärbung der Schleimhaut, Kreislaufstörungen, Koliken, Apathie, Bewusstlosigkeit, krampfartige Anfälle, Atemnot, Erweiterung der Pupillen, motorische Störungen, Zittern und Unruhezustände. Da einige Symptome auch spezifisch für andere Erkrankungen sind, ist eine Vergiftung durch Zimmerpflanzen oder andere Substanzen nicht unbedingt leicht festzustellen. Beachten sollte man sie in jedem Fall.
Verhaltensweise bei Vergiftungssymptomen
Verhaltensweise bei Vergiftungssymptomen
Der Tierhalter sollte sich sofort darüber informieren, ob in seinem Haushalt giftige Pflanzen stehen, durch die das Tier erkrankt sein könnte. Diese Informationen sind wichtig für den Tierarzt, der danach sofort aufgesucht werden sollte! Eigenmaßnahmen zur Hilfe am Tier sollte man unbedingt unterlassen, da man womöglich mehr Schaden anrichten kann als man Gutes tut. Der Tierarzt oder -notdienst kann anhand umfassender Schilderungen des Tierhalters sachgerecht agieren und eine Vergiftung feststellen, um helfen zu können. Deshalb empfiehlt es sich, im Vorfeld Informationen über toxische Pflanzen einzuholen und diese nicht in der Nähe des Tieres aufzustellen. Auf die vier giftigsten Zimmerpflanzen - Dieffenbachie, Prachtlilie, Weihnachtsstern und Wüstenrose - sollte man als Tierhalter gänzlich verzichten - dem Tier zuliebe.
quelle



News