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Frage zum Futter

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Re: Frage zum Futter

Beitragvon Loki88 » 02.12.2009, 12:02

Also,Steckbrief zum besagten Hundi :D
Alter: 3 1/2 Jahre alt

Kastriert: Ja seit anfang 2009

Rasse: Schäfermischling

Gewicht: Ohje... Schätz ihm mal auf ca. +/- 50 kg
Vor der Kastration wog er ca. 35-40 kg.

Bewegung: Im Hof rennen und Spielen. Hat sehr viel Auslauf und bleibt meist 1-2 Stunden drausen. Dann dazwischen noch 20-30 Min Spazieren gehen. Abends rennt er nochmal im Hof wenn Herrchen heimt kommt. Ca. 30 Min.

Futter: Er hat bis jetzt (seit 2 tagen nicht mehr) immer sein Futter stehen gehabt und konnte fressen wann er wollte. Wobei er nicht viel Frisst. Die Schüssel ist halb voll und steht meist gute 2-3 Tage bis sie leer ist.

Leckerlie: 3 Stück am Tag. (Selten mal als wirkliche Belohnung mehr)
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Re: Frage zum Futter

Beitragvon Bulldogge » 02.12.2009, 18:26

Ok ...

Bewegung quasi NULL!

Schüssel halb voll ... mhm ... damit kann ich gar nichts anfangen!

Wieviel Gramm von welchem Futter (möglichst genau bitte!).

Welche Leckerchen? (3 große Schweineohren sind knapp 90gr reines Fett!)
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Re: Frage zum Futter

Beitragvon Loki88 » 02.12.2009, 21:50

Darf ich das so weiter geben??
Ich bin nämlich auch der Meinung das der Hund zu wenig Bewegung kriegt!!!
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Re: Frage zum Futter

Beitragvon Bulldogge » 02.12.2009, 23:33

Ja, kannst du.

Aber bei knapp 15kg Übergewicht ist in Hinblick auf den Bewegungsaparat Vorischt bei der Bewegung angesagt.

Bei 15kg Übergewicht würde ich mal eine 6wöchige Radikaldiät empfehlen - allerdings immer vorausgesetzt, der Hund ist ansonsten körperlich gesund!!!

Bei solchen krassen Fällen setze ich ganz gern das Bewi-Dog Light (Menue) ein. Das gibt es praktischerweise nur in 4kg Abpackungen. Wenn die 4kg alle sind, wird entschieden, ob die Kur weiter geht oder mit einem "gemäßigten" Lightprodukt weiter gemacht wird.

Guck dir mal die Analayse zum Bewi-Dog Light an (http://www.bewi-dog.de/Trockennahrung/A ... a-687.html). Dann weisst du auch, warum das nur als kontrollierte Kur gegeben werden soll.

Aber damit sind die 15kg ratzfatz wieder weg.

Aber nochmal: nur, wenn der Hund ansonsten gesund ist!


btw. deine Bekannten müssen das nicht bei futterklick bestellen (wenn sie denn wollen) - das geht auch ganz bequem bei mir :D
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Re: Frage zum Futter

Beitragvon zwergili » 03.12.2009, 08:29

Ich häng mich hier mal mit rein, da ich weiß um wen es geht.....
Der Besitzer/ Besitzerin ist der Meinung das das Übergewicht von/nach der Kastration entstand. Sollte das bei der Futterauswahl beachtet werden?
Ist es dann wirklich ein Problem der Bewegung oder steckt mehr dahinter?
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Re: Frage zum Futter

Beitragvon Bulldogge » 03.12.2009, 08:55

Ganz klar: ja, sollte es.

Eine Kastration geht immer mit einem Ändern des Hormonhaushaltes einher. Beim Rüden mehr, als bei einer Hündin.

Der kastrierte Rüde produziert deutlich weniger Testosteron. Testosteron aber ist ein natürliches Steroid, welches unter anderem am Fettstoffwechsel beteiligt ist. Testosteron sorgt unter anderem dafür, dass die vorhandene Energie aus dem Futter primär zur Bildung von fester Masse (also eher Muskulatur - und weniger Fett) herangezogen wird.

Fehlt dieser Regelmechanismus, weil das Hormon schlicht nicht da ist, reagiert der Körper auf die ansonsten normale Weise: überschüssige Energie wird evolutionär bedingt zum Anlegen von Energiespeichern in Form von Körperfett herangezogen.

Auch ist es so, dass nach einer Kastration in der Regel eine Absenkung des normalen Metabolismus statt findet. Das heist, dass der komplette Stoffwechsel langsamer abläuft und der Hund nicht mehr in dem Maße Energie umsetzt, wie es noch vor der Kastration der Fall war.

Das muss nicht auf dauer so bleiben - bei vielen Hunden pegelt sich das wieder ein. Aber eben nicht bei allen. Auch kann das Umstellen des Stoffwechsels zum Teile viele Monate dauern. Je nach Hund - also ganz individuel.

Unterm Strich kann man also sagen, dass besonders beim Rüden der geänderten hormonellen Situation mit einer geänderten Fütterung Rechnung getragen werden muss.

Überlegen kann man auch die Zugabe von Nahrungsergänzungen, in denen L-Carnitin verarbeitet ist. L-Carnitin ist ein Stoff, der bei dem Transport von Fettsäuren behilflich ist. Normalerweise bildet der gesunde Körper L-Carnitin in ausreichender Menge selbst. Wenn denn genügend Baustoffe dafür vorhanden sind (tierische Eiweiße primär - pflanzliche nicht!). Fehlen diese oder sind nicht in ausreichender Menge vorhanden oder produziert der Körper aus anderen Gründen kein oder zu wenig L-Carnitin, kommt der Fettstoffwechsel ins Straucheln, was wiederum eine Anreicherung von Körperfett zur Folge hat.

L-Carnitin kann nicht überdosiert werden, da unverbrauchtes L-Carnitin einfach rückstandslos ausgeschieden wird. Eine zusätzliche Gabe (gerade bei Diäten, die die in der Regel eher eiweißarm sind) kann also mögliche Defizite ausgleichen - schadet aber auch nicht, wenn der Körper genügend eigenes L-Carnitin produziert.

Nach der Diät sollte man allerdings die Gabe von L-Carnitin bis auf NULL zurückfahren, da bei einer externen Gabe der Körper die eigene Produktion auf Dauer einstellt und erst dann wieder damit beginnt, wenn die externe Zufuhr beendet oder zumindest drastisch verringert wird.

Dabei ist folgendes zu beachten: je mehr Leistung vom Körper abverlangt wird, desto mehr L-Carnitin braucht der Körper, um Fettsäuren zu verstoffwechseln.
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Re: Frage zum Futter

Beitragvon zwergili » 03.12.2009, 09:09

Ist die Futterwahl vom TA dann gerechtfertigt? Der sollte das ja wissen "Kastration" oder versucht er Geld zu machen?
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Re: Frage zum Futter

Beitragvon Bulldogge » 03.12.2009, 09:26

zwergili hat geschrieben:oder versucht er Geld zu machen?


Dazu sage ich jetzt erstmal gar nichts :D

Meine Erfahrung zu dem Thema "Futter und Tierärzte": in der Regel wissen sie nicht mehr, als der normale Hundehalter auch. Hundefutter ist eine Wissenschaft für sich. Ich mach das jetzt 6 Jahre beruflich und mehr als 10 Jahre als interessierter Hundehalter ... und lerne jeden Tag dazu.

Das angedachte Futter von eurem Tierarzt ist schlicht zu teuer. Nicht besser oder schlechter als viele andere Diätfutter auch. Aber eben zu teuer.

Wenn eine Nahrungsergänzung zur Abdeckung des Vitamin- und Mineralstoffgehaltes hergenommen wird, kann man sogar darüber nachdenken, das normale Futter weiter zu verfüttern und die Mneg einfach zu reduzieren.

Das ist ein ganz simples Rechenspielchen.

Beispiel:

15kg Belcando Dinner kosten (bei mir) 40 Euro. Ein 50kg Hund bekommt beispielhaft 500gr am Tag (unsere bekommen deutlich weniger). Ein 35kg Hund dann entsprechend 400gr.

Würde der Sack also 37 Tage reichen.

Jetzt wird die Menge reduziert auf sagen wir mal 300gr am Tag (15kg reichen dann 50 Tage) und Minerale usw. durch Zugabe von 10gr Canis Carpe Diem Nr.1 (500gr = 50 Tage - wir haben CCD Nr.1 genau für diesen Zweck entwickelt!) aufgestockt, kommt man im Monat auf einen Preis von knapp 38 Euro (500gr Canis Carpe Diem Nr.1 = 23 Euro) und hat den selben oder möglicherweise einen sogar besseren Effekt, wie mit dem deutlich teureren Diätfutter vom TA.

Zahlenspiele eben.
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Re: Frage zum Futter

Beitragvon Loki88 » 04.12.2009, 05:53

Oha,ich seh schon alles net ganz so einfach :D
Danke für Deine Erklärung :up:
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