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Fell Ausfall (extrem)

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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Bulldogge » 04.08.2010, 19:09

Ich hab ihm "unser" neues Belcando Dinner empfohlen. Proteine aus zwei tierischen Quellen (Geflügel und Fisch), mehr Fleisch als Getreide, Omega 3 und 6 - Fettsäuren drin und diverse andere "Leckereien" (Kräuter usw.).

Und deutlich billiger, als sein jetziges isses dabei auch noch :)
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Oldebulls » 04.08.2010, 19:37

Administrator hat geschrieben:Ich hab ihm "unser" neues Belcando Dinner empfohlen. Proteine aus zwei tierischen Quellen (Geflügel und Fisch), mehr Fleisch als Getreide, Omega 3 und 6 - Fettsäuren drin und diverse andere "Leckereien" (Kräuter usw.).


Ah ja. Belcando. Kenn ich. Da sag ich mal jetzt nix. Soll ja bei vielen gut funktionieren.

Administrator hat geschrieben:Und deutlich billiger, als sein jetziges isses dabei auch noch :)


Das ist ein Faktor, der mir persönlich nun erstmal völlig egal wäre. Hauptsache die Hunde sind gesund und vertragen das Futter gut.

Mich würde auf jeden Fall der weitere Verlauf interessieren.

LG,

Mathias.
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Bulldogge » 04.08.2010, 20:33

Oldebulls hat geschrieben:Ah ja. Belcando. Kenn ich. Da sag ich mal jetzt nix. Soll ja bei vielen gut funktionieren.


Weil?

Der Fairneß halber (bevor es zu Mißverständnissen kommt): ich verkaufe das seit mehr als 5 Jahren und kenne mich dementsprechend recht gut aus - auch, was Produktion und die Personen "dahinter" angeht.
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon sebastian79hl » 04.08.2010, 21:11

Ich bleib auf jeden Fall dran und werde Euch berichten.

Bin hier gerade schon wieder voll in Arbeit weil ich gestern nix gemacht habe.... :roll:

Morgen schreib ich mal was bei Homer so passiert.

Bis dahin einen schönen Abend noch

der Basti
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Oldebulls » 04.08.2010, 21:15

Administrator hat geschrieben:
Oldebulls hat geschrieben:Da sag ich mal jetzt nix


Weil?


Weil... nun ja, es gibt einige Weil's.

Weil...

...wir selbst sehr negative Erfahrungen damit gemacht haben
...ich mehrere Leute kenne, denen es so ging wie uns
...ich von der Zusammensetzung nicht wirklich begeistert bin
...es meiner ganz privaten Meinung nach zuviel Getreide enthält
...ich trotzdem das Futter nicht schlechtmachen möchte
...ich denke, das es trotz (und wegen) meiner eigenen Erfahrungen wesentlich schlechtere Futtersorten gibt
...ich manchmal vielleicht doch besser die Fresse halten sollte?

Administrator hat geschrieben:Der Fairneß halber (bevor es zu Mißverständnissen kommt): ich verkaufe das seit mehr als 5 Jahren und kenne mich dementsprechend recht gut aus - auch, was Produktion und die Personen "dahinter" angeht.


Oh, ich will weder Dir noch Deiner Erfahrung zunahe treten. Bitte nicht falsch verstehen :)
Ich habe jetzt hier im Board in diversen alten Artikeln gestöbert. Da ich (wie ich mal keck behaupte) nicht ganz auf den Kopf gefallen bin, konnte ich mir schon an zwei Fingern abzählen, das Du was von der Materie verstehst :2thumbs:
Ich glaube schon, das es sicher viele gibt die mit Belcando sehr gut fahren. Einige kenne ich selbst. Deswegen denke ich ja auch, das es wesentlich schlechtere Futtersorten gibt (die ich aber jetzt nicht wirklich nennen möchte).
Wir selbst haben jedoch wirklich ganz schlechte Erfahrungen damit gemacht. Einige aus unserem Bekanntenkreis ebenfalls. Und als wir seinerzeit versucht haben den Grund für unsere Probleme zu finden bin ich über etwas gestolpert was mir wirklich nicht gefallen hat.

Wir haben damals das Belcando Junior gefüttert. Und auf jedem Flyer, auf jeder Packung stand drauf: 75% tierische Proteine. Zu der Zeit hatte ich mich mit der Thematik noch nicht so intensiv befasst, daher sind wir dem Irrglauben aufgesessen das also 75% Fleisch enthalten wären. Genau so wurde es uns damals auch von dem Händler erklärt wo wir es her hatten. Mein Fehler das zu glauben. Irgendwann bin ich dann drauf gekommen, das real nur um die 20% Fleisch (bzw. Fleischmehl) drin waren. Der Rest war Getreide (verschiedene Sorten) und sonstige Füllstoffe wie Rübenschnitzel. Und die Zusammensetzung vom Dinner ist relativ ähnlich.

Es hat damals wirklich lange gedauert, bis wir letztlich hinter die Ursache unserer Probleme gekommen sind. Der Don hat eine schwere Getreideunverträglichkeit. Daher war Belcando für ihn blankes Gift. Das kann ich dem Händler und auch dem Hersteller nicht vorwerfen, mach ich auch gar nicht. Wie ich schon sagte glaube ich sogar, das es nicht mal ein schlechtes Futter ist. Besser als das Happy Dog ist es auf jeden Fall.

Aber ich bin halt etwas skeptisch, wenn ein Hund mit einer vermuteten Unverträglichkeit die noch nicht genau bestimmt ist dann mit Belcando gefüttert wird. Das allerdings ist nur meine rein private Meinung. Mit der ich garantiert nicht Deine Meinung oder Erfahrung in irgendeiner Form in Frage stellen wollte.

Ich bin trotzdem echt gespannt, wie der weitere Verlauf ist. Wenn es dem Hund mit Belcando besser geht würde ich mich echt freuen.

LG,

Mathias.
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Bulldogge » 04.08.2010, 22:20

Ok, das mit den 75% ist in der tat etwas, was mich auch bei meinen Kollegen immer wieder aufregt. Allerdings - und das mal zur Ehrenrettung - wird das auch ganz gerne von den Großhändlern so artikulliert.

Wer sich ein bisschen mit der Materie befasst, merkt aber ganz schnell, dass ein Futter mit 75% Fleischanteil nicht funktioniert - funktionieren kann. Die knapp 30% Trockenfleischanteil im Belcando sind eher schon das gesunde Höchstmaß. Alles was darüber liegt, hebt den Proteinwert zu sehr an (mal vorausgesetzt, es handelt sich um hochwertiges Fleisch mit einem typischen Eigenproteinanteil - minderwertige Fleischware steigert den Proteingehalt in der Tat nicht so stark) und erhöht das Risiko von Ammoniakbildung, weil das Eiweiß nicht verstoffwechselt wird.

Auch solltest du wissen, dass in diesem Frühjahr beinahe die komplette Belcando-Reihe grundlegend überarbeitet wurde. So ist bei beinahe allen Produkten (außer MultiCroc) der Weizen rausgeflogen und durch Lebensmittelhafer ersetzt worden (finde ich sehr gut die Entscheidung - Hafer ist ne ganz feine Sache ... glykemischer Index/Wert usw.), es ist Sheea-Saat (oder wie auch immer geschrieben) hinzu gekommen und damit das Nahrungsmittel, dass - zumindest zum aktuellen Stand der Forschung / Entdeckung - den höchsten aller bekannten Omega-Fettsäuren-Anteil besitzt (deutlich mehr, als beispielsweise Fischöl, was andere Hersteller zu diesem Zweck verwenden oder auch Leinsaat und diverse mehr) und die Kräuterlinge, die da jetzt drin sind, stärken ein bissgen das Verdauungssystem.

Ich fand das alte schon nicht schlecht - aber das neue finde ich wirklich gut :up:

Und ganz ehrlich: von Problemen höre ich ganz ganz selten. Und in der Regel liegt die Ursache bei einem medizinischen Problem.

Die "Diskussion" (ich bin ja grundsätzlich für alles offen - also auch für konstruktive Kritik) um Getreide etc. gibt es immer wieder und überall. Leider erlebe ich sehr häufig, dass mit durchaus gefährlichem Halbwissen diskuttiert wird und die Leute, die am lautesten dagegen wettern eigentlich gar nicht wissen, wovon sie da eigentlich reden. Meist sind es auch diejenigen, die Futter mit 70 oder mehr Prozent Fleischanteil verfüttern und dabei nicht merken, dass es einen großen Unterschied macht, ob es 70% Frischfleisch oder eben 70% Trockenfleisch-Anteil sind (so ein Futter gibt es ohnehin nicht auf dem europäischen Markt).

Und die Empfehlung zum Dinner - auch und wegen der möglichen Empfindlichkeit - beruht auf Erfahrungen, die ich gemacht habe im Laufe der Zeit. Ich gehe nämlich davon aus, dass ein Problem bei den unterschiedlichen Eiweißsorten besteht - nicht unbedingt beim Getreide, welches mit Mais und Reis im Dinner ohnehin eher hypoallergen gelagert ist.

Und weil du "Füllstoffe" angesprochen hast: Rübenschnitzel steht in der Rangfolge beim Dinner hinter dem Heringsmehl, welches mit 3% am Gesamtvolumen beteiligt ist. Das heist, dass der "Füllstoff" nicht einmal 3% des Gesamtvolumens ausmacht. :D

Nun ... neben seinen Eigenschaften als "Füllstoff" liefert das Schnitzelzeug so ganz unbedeutende Dinge wie Rohfasern, die für eine carnivore Verdauung unverzichtbar sind und dann ist es auch auch nativer Träger diverser Aminosäuren. :elkgrin2:

Guck dir dazu mal die Zusammensetzung unseres Canis Carpe Diem Nr.1 an (http://www.hundemineral.de/zusammensetz ... m-nr1.html) - Melasse und Schnitzel sind ein und das selbe - nur andere (Fach)Ausdrücke. Und ich kann dir versichern, dass ich bei dem Produkt ganz sicher keinen Füllstoff benötigt habe. Ich (wir) habe(n) es da drin, weil es prima native Aminosäuren liefert. Und auf die Idee sind vor mir schon diverse Hundefutterhersteller gekommen - unter anderem auch die Jungs von bewital beim Belcando ... :ug:

Versteh mich nicht falsch: ich will dich nicht maßregeln, angreifen oder sonstwie ans Bein pieseln. Ich finde es gut, dass du deine Erfahrungen und Probleme offen legst. Aber wie du siehst, ist es manchmal (nicht immer - das gebe ich gern zu) etwas anders, wie es außerlich zu sein scheint. Der tiefere Sinn und Zweck erschließt sich einem oft erst dann, wenn man sich einen gewissen fachlichen Background erschlossen hat.

Und solange ich nicht auf einen radikalen "ich weis es trotzdem besser als du" treffe, bin ich gern bereit, auch meine Erfahrungen zu teilen. Am Ende sind wir alle nur Hundehalter, die ihren Viechern ein möglichst optimales Leben ermöglichen wollen ... oder nicht? :P
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Oldebulls » 05.08.2010, 20:38

Moin!

Ehrlich gesagt fehlt mir der Background um alles was Du schreibst vollständig zu verstehen. Ich denke aber, das Du nix dagegen hast wenn ich entsprechend nachfrage. Mein Wissen über die Materie basiert ausschließlich auf meinen eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen und ist dementsprechend beschränkt.

Administrator hat geschrieben:Wer sich ein bisschen mit der Materie befasst, merkt aber ganz schnell, dass ein Futter mit 75% Fleischanteil nicht funktioniert - funktionieren kann. Die knapp 30% Trockenfleischanteil im Belcando sind eher schon das gesunde Höchstmaß. Alles was darüber liegt, hebt den Proteinwert zu sehr an (mal vorausgesetzt, es handelt sich um hochwertiges Fleisch mit einem typischen Eigenproteinanteil - minderwertige Fleischware steigert den Proteingehalt in der Tat nicht so stark) und erhöht das Risiko von Ammoniakbildung, weil das Eiweiß nicht verstoffwechselt wird.


Da komm ich zum ersten Mal schon nicht wirklich hinterher. Warum funktioniert ein Futter mit 75% Fleischanteil nicht? Hunde, die roh gefüttert werden können das doch auch? Da komm ich irgendwie nicht dahinter. Und letztlich gibt es doch nicht nur eine Sorte mit solch hohem Fleischanteil. Da brauch ich nicht mal auf das zu schauen, was wir haben. Auch Orijen ist doch sowas, oder? Wäre super, wenn Du das etwas detaillierter erklären könntest.

Administrator hat geschrieben:Auch solltest du wissen, dass in diesem Frühjahr beinahe die komplette Belcando-Reihe grundlegend überarbeitet wurde. So ist bei beinahe allen Produkten (außer MultiCroc) der Weizen rausgeflogen und durch Lebensmittelhafer ersetzt worden (finde ich sehr gut die Entscheidung - Hafer ist ne ganz feine Sache ... glykemischer Index/Wert usw.),


Das wusste ich nicht, das die ganze Palette überarbeitet wurde. Finde ich aber gut, das wenigstens Weizen jetzt raus ist.
Seit wir seinerzeit von Belcando weg gegangen sind (war Ende 2008) hatte ich keinen Grund, mich erneut damit zu beschäftigen. Für mich gab es damals nur ein Interesse: Meinem Hund ging es im wahrsten Sinne des Wortes beschissen. Und dafür brauchte ich eine Lösung. Die wir letztlich ja auch gefunden haben.

Administrator hat geschrieben:Ich fand das alte schon nicht schlecht - aber das neue finde ich wirklich gut :up:


Ich sagte ja gestern schon das ich Belcando nicht für ein schlechtes Futter halte. Das hilft für uns aber nicht weiter. Noch ist Reis und Mais drin. Letztlich auch nur Getreide. Und für uns damit leider ein KO-Kriterium.

Administrator hat geschrieben:Und ganz ehrlich: von Problemen höre ich ganz ganz selten. Und in der Regel liegt die Ursache bei einem medizinischen Problem.


Natürlich ist es ein medizinisches Problem. Eine Allergie oder Unverträglichkeit ist irgendwo ja immer ein medizinisches Problem. Nur das es dafür in unserem Fall eine einfache Lösung gab: Getreidefreies Futter.
Wir haben einen sehr langen Weg über diverse Tierärzte und ein kosequentes Ausschlußverfahren unter ärztlicher Begleitung hinter uns. Das Ergebnis ist einfach und auf zwei Punkte zu reduzieren.
Punkt 1: Getreide macht Matschekacke, schuppige Haut und unser Großer kratzt sich permanent. Dazu gehört auch Mais und Reis, hat die gleiche Auswirkung. Nicht ganz so schlimm wie Weizen und Gerste aber immer noch schlimm genug um es nicht haben zu wollen.
Punkt 2: Rohfleisch verursacht Schwellungen, Ekzeme und offene Geschwulste an den Pfoten. Geht also auch nicht. Leider.

Administrator hat geschrieben:Die "Diskussion" (ich bin ja grundsätzlich für alles offen - also auch für konstruktive Kritik) um Getreide etc. gibt es immer wieder und überall. Leider erlebe ich sehr häufig, dass mit durchaus gefährlichem Halbwissen diskuttiert wird und die Leute, die am lautesten dagegen wettern eigentlich gar nicht wissen, wovon sie da eigentlich reden. Meist sind es auch diejenigen, die Futter mit 70 oder mehr Prozent Fleischanteil verfüttern und dabei nicht merken, dass es einen großen Unterschied macht, ob es 70% Frischfleisch oder eben 70% Trockenfleisch-Anteil sind (so ein Futter gibt es ohnehin nicht auf dem europäischen Markt).


Eigentlich passe ich genau in die von Dir beschriebene Zielgruppe...
Wir füttern ein Futter mit 75% Fleischanteil ohne Getreide. Allerdings weiß ich schon, das es Frischfleisch und kein Trockenfleisch ist. Was mir persönlich allerdings momentan relativ egal ist. Das einzige was für mich zählt: Meinen Hunden geht es damit bestens, alle vorherigen Probleme sind restlos weg. Ob das nun mit Trocken- oder Frischfleisch funktioniert ist da eher nachrangig für mich. Wobei ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen kann, was an der Frischfleischbasis schlecht ist. Auch hier wäre ich Dir dankbar, wenn Du das für mich näher erklären könntest.

Was mich jedoch (denke ich) von der von Dir beschriebenen Zielgruppe unterscheidet: Ich wettere nicht gegen Getreide. Und ich versuche auch nicht irgendwelches Halbwissen vorzugeben oder eine Grundsatzdiskussion Pro/Contra Getreide anzuschieben. Warum auch?
Mein zugegeben beschränktes Wissen basiert ausschließlich auf meinen eigenen, individuellen Erfahrungen und Erkenntnissen. Das mein Hund tatsächlich keinerlei Getreide verträgt ist eine Tatsache. Darüber lohnt eine Diskussion nicht, das würde rein gar nix ändern. Und ich weiß, das es sehr viele Hunde gibt die mit Getreide keine Probleme haben. Unsere vorige Hündin hatte dreizehn Jahre keine Probleme damit und unsere Mercy scheint diese auch nicht zu haben. Also lohnt auch darüber keine Diskussion.

Administrator hat geschrieben:Und die Empfehlung zum Dinner - auch und wegen der möglichen Empfindlichkeit - beruht auf Erfahrungen, die ich gemacht habe im Laufe der Zeit. Ich gehe nämlich davon aus, dass ein Problem bei den unterschiedlichen Eiweißsorten besteht - nicht unbedingt beim Getreide, welches mit Mais und Reis im Dinner ohnehin eher hypoallergen gelagert ist.


Ich zweifel das gar nicht an das viele mit dem Dinner gut fahren. Ein paar kenne ich ja selbst die das füttern.
Allerdings kenne ich außer uns noch mindestens vier weitere, die ähnliche und teils noch deutlich schlimmere Unverträglichkeitsprobleme damit haben (bzw. hatten) wie wir auch. Ob das nun auf einen oder mehrere Bestandteile des Futters zurückzuführen ist kann ich nicht beurteilen. Ob da noch andere Faktoren wie die gern vergessenen "Leckerli" eine Rolle spielen - keine Ahnung. Für uns zumindest kann ich alle anderen Faktoren außer dem Futter ausschließen.

Administrator hat geschrieben:Und weil du "Füllstoffe" angesprochen hast: Rübenschnitzel steht in der Rangfolge beim Dinner hinter dem Heringsmehl, welches mit 3% am Gesamtvolumen beteiligt ist. Das heist, dass der "Füllstoff" nicht einmal 3% des Gesamtvolumens ausmacht. :D

Nun ... neben seinen Eigenschaften als "Füllstoff" liefert das Schnitzelzeug so ganz unbedeutende Dinge wie Rohfasern, die für eine carnivore Verdauung unverzichtbar sind und dann ist es auch auch nativer Träger diverser Aminosäuren. :elkgrin2:


Ich weiß schon, was Rübenschnitzel oder Rübenmus ist und wofür es gut ist. War nur ein Beispiel, sollte nicht negativ gemeint sein. Ich bezog das eher darauf, das ich seinerzeit nicht wirklich ermitteln konnte wieviel Fleisch denn nun wirklich drin ist und was der ganze Rest ist. Leider bekam ich damals vom Händler trotz mehrfacher Nachfrage keine wirklich brauchbare Aussage zu den kompletten Inhaltsstoffen. Für mich hieß das im Umkehrschluß, das Fleisch und Getreide halt mir "irgendwas" aufgefüllt wurden. "Füllstoffe" halt. Wenn ich damals hier schon angemeldet gewesen wäre und den Kontakt zu Dir gehabt hätte - dann hätte ich vieles vielleicht schneller verstanden und meinem Hund doch einiges an Qualen ersparen können. Aber hätte wäre wenn zählt ja nicht ;)

Administrator hat geschrieben:Versteh mich nicht falsch: ich will dich nicht maßregeln, angreifen oder sonstwie ans Bein pieseln. Ich finde es gut, dass du deine Erfahrungen und Probleme offen legst. Aber wie du siehst, ist es manchmal (nicht immer - das gebe ich gern zu) etwas anders, wie es außerlich zu sein scheint. Der tiefere Sinn und Zweck erschließt sich einem oft erst dann, wenn man sich einen gewissen fachlichen Background erschlossen hat.


Ich glaub schon, das ich Dich nicht falsch verstehe :D
Und ganz sicher fühl ich mich nicht angegriffen, im Gegenteil. Für ein offenes Wort bin ich immer zu haben (das ist eines meiner großen Probleme ;) ).
Wenn ich dann dabei noch was an Wissen mitnehmen kann - umso besser. Es wäre anmaßend, wenn ich behaupten würde genug über das Thema zu wissen um darüber ernsthaft fachlich diskutieren zu können. Wie ich schon sagte - einzig meine eigenen Erfahrungen kann ich aufbieten. Sonst nix. Ich habe damals lediglich so lange recherchiert bis ich eine Lösung hatte. Seither - nun ja, interessiert es mich eigentlich nur weil ich diese Erfahrungen machen mußte.

Administrator hat geschrieben:Und solange ich nicht auf einen radikalen "ich weis es trotzdem besser als du" treffe, bin ich gern bereit, auch meine Erfahrungen zu teilen. Am Ende sind wir alle nur Hundehalter, die ihren Viechern ein möglichst optimales Leben ermöglichen wollen ... oder nicht? :P


Nee, solche "ich weiß es trotzdem besser als du"-Typen hasse ich wie die Pest. Da haben wir dann vermutlich etwas gemeinsam. Ich denke eher, das man immer noch etwas dazu lernen kann. Ich stelle täglich fest, das ich mit meinen Hunden nach mittlerweile auch schon über 15 Jahren Hundehaltung immer noch ganz am Anfang stehe.
Und ich denke, mit Deinem letzten Satz hast Du es wirklich perfekt getroffen:
Am Ende sind wir alle nur Hundehalter, die ihren Viechern ein möglichst optimales Leben ermöglichen wollen

Das unterschreib ich :2thumbs:

LG,

Mathias.
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Bulldogge » 05.08.2010, 22:26

Dann woll'n wir mal :D

Oldebulls hat geschrieben:Warum funktioniert ein Futter mit 75% Fleischanteil nicht? Hunde, die roh gefüttert werden können das doch auch? Da komm ich irgendwie nicht dahinter. Und letztlich gibt es doch nicht nur eine Sorte mit solch hohem Fleischanteil. Da brauch ich nicht mal auf das zu schauen, was wir haben. Auch Orijen ist doch sowas, oder? Wäre super, wenn Du das etwas detaillierter erklären könntest.


Die Sache mit dem Fleischanteil ist eines der größten Mißverständnisse bzw. Marketinginstrumente der ganzen Trockenfutterindustrie (übrigens nur beim Hund - den Katzenleuten ist das vollkommen Schnuppe, obwohl grad bei der Katze auf sowas geguckt werden sollte, weil deren Verdauung etc. noch spezialisierter ist, als die beim Hund ... egal). Grundsätzlich muss man nämlich zwingend (!) unterscheiden zwischen dem Frischfleichanteil und ein einem Trockenfleischanteil.

Ausgegangen wird immer vom Trockensubstanzprodukt als Gesamtes (sprich: dem fertigen Futter). Ein Fleischanteil von 75% bedeutet also, dass 75% der Gesamtmasse (als Einheitsgewicht nimmt man zur Berechnung 1kg Fertigprodukt her) aus Fleisch besteht. Dabei war es in Deutschland aber bis zum 31.12.2009 dem Hersteller frei gestellt, ob er als Berechnungsgrundlage einen Frischfleischanteil oder eben einen Trockenfleischanteil heranzieht. Und hier liegt der Hase im Pfeffer!

Wir reden von einem Trockenfutter! Von einem Produkt also, dem nahezu das gesamte Wasser entzogen worden ist (bis auf eine natürliche Restfeuchte von unter 10% in der Regel). Wird jetzt der Frischfleischanteil am Produkt beworben, bedeutet das, dass die Menge Fleisch INCLUSIVE seines Wassers zur prozentualen Berechnung herangezogen wird. Während des Trocknungsprozesses (Fleisch lässt sich nur in Trockenform verarbeiten - das ist systembedingt so) wird diesem Fleisch aber das Wasser entzogen - es verliert also drastisch an Gewicht (bis zu 90% - je nach Sorte!!!). Wer jetzt in Mathe ein bisschen aufgepasst hat weis, dass sich nun die prozentualen Gewichtsanteile am fertigen Produkt verändern - nämlich zu Ungunsten des Fleisches. Es wird schlicht un ergreifend leichter und ist damit wesentlich weniger prozentual am Gesamtgewicht beteiligt. Der vermeintliche Fleischanteil sinkt also.

Anders sieht es aus, wenn der Hersteller von vornherein das Trockenfleisch(mehl) als Berechnungsgrundlage heranzieht. Trockenfleisch verliert natürlich kein Wasser mehr, weil es schlicht keines mehr hat. Das bedeutet, dass der prozentuale Anteil am Gesamtgewicht gleich bleibt.

Verstehst, was ich meine?

Und jetzt kommen die 75% ins Spiel und warum das nicht funktioniert:

Was bleibt denn übrig, wenn man einem Stück Fleisch das Wasser entzieht? Ein bisschen Kollagen, ein bisschen Fett und eine ganz ordentliche Portion Eiweiß! Sprich: Trockenfleisch hat einen Eigenproteingehalt von um die 80%.

So und nun rechnen wir einfach mal ein bisschen: eine Futterkomponente bringt einen Eigenproteinanteil von 80% mit in das Fertigprodukt. Diese Komponente bildet den größten Anteil am Gesamtgewicht und "vererbt" damit natürlich dem Gesamtprodukt seinen Proteinanteil (Prozentrechnung eben *gg*). Hinzu kommen noch andere Komponenten, die jede für sich auch eigene Eiweiße mit ins Spiel bringen. So summiert sich ein Eiweißanteil zum anderen und ergibt dann am Ende den Gesamteiweißgehalt des Produktes.

Bei einem Trockenfutter mit 75% Trockenfleischanteil würde das unterm Strich einen Gesamtproteinwert von mindestens 60% ausmachen, was absolut schädlich für den Hund wäre (Ammoniakbildung, etc.).

Warum können Barf-Hunde das? Sie müssen es gar nicht können! Die bekommen ihr Fleisch nämlich inclusive des Wassers vorgesetzt. Setzt man hier also den Gewichtsanteil in Relation zu den anderen Bestandteilen der Nahrung, ergibt sich das selbe prinzip, wie beim Trockenfutter.

Ich habs hier schonmal an anderer Stelle geschrieben: entzöge man einer Barf-Mahlzeit das gesamte Wasser, käme am Ende eine Trockenfuttermahlzeit bei raus. :D

Wie ich oben schon geschrieben habe, ist es bisher dem Hersteller freigestellt gewesen, ob er bei der Deklaration den Trocken- oder Frischfleischanteil angibt. Das hat sich zum 1.1.2010 grundlegend geändert! Seit diesem Tag MUSS je nach Fertigprodukt (trocken oder nass) eben der Trocken- oder Frischfleischanteil angegeben werden. Der Gesetzgeber hat eine Übergangsfrist von (ich glaube) 12 Monaten eingeräumt. Danach werden sich diverse Hersteller damit konfrontiert sehen, dass die bisher beworbenen Fleischanteile zu einem Nichts zusammenschrumpfen - dann nämlich, wenn sie die echten Trockenfleischanteile angeben müssen.

Mal zur Verdeutlichung, welchen Unterschied das macht: Belcando Dinner hat einen Trockenfleischanteil von 23,5%. Klingt nicht viel oder? In einem 15kg Sack sind aber knapp 30kg frisches Geflügelfleisch verarbeitet worden (hat mir Herr Dr. Deidert persönlich erklärt!). Macht also nach der Lesart von Orjien & Co. einen Fleischanteil von ....


tada!

200%

BOAH! :schockiert: :schockiert: :schockiert: :schockiert: :o :o :o :o :applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus:


Oldebulls hat geschrieben:Finde ich aber gut, das wenigstens Weizen jetzt raus ist.

Na und ich erst! Jetzt können wir dem Dicken nämlich auch wieder das Premium bzw. neu Adult Active füttern. Der hat den Weizen nämlich auch nicht vertragen, muss aber vom Dinner deutlich mehr fressen, weil er schlechter verbrennt, als die Missy.


Oldebulls hat geschrieben:Noch ist Reis und Mais drin. Letztlich auch nur Getreide. Und für uns damit leider ein KO-Kriterium.


Richtig! Aber Reis und Mais lösen deutlich weniger Probleme aus, als andere pflanzlichen Bestandteile. Außerdem muss man hier genau betrachten, ob eventuell nur ein Problem mit den Gluten (Mais - Reis ist ohnehin glutenfrei) besteht. Und da muss man bei Belcando wissen, dass entglutiinierter Mais verarbeitet wird.


Oldebulls hat geschrieben:Natürlich ist es ein medizinisches Problem. Eine Allergie oder Unverträglichkeit ist irgendwo ja immer ein medizinisches Problem.

Nun ist die Frage, ob tatsächlich eine diagnostizierte Allergie vorliegt. Ein Bluttest sagt bei einer Futtermittelallergie rein gar nichts aus - hier bedarf es eines deutlich komplizierteren Diagnoseweges. Möglicherweise (und ich schreibe ganz ausdrücklich möglicherweise) hat durch die Umstellung des Futters auch ein Wegfall des eigentlichen Allergens (bestimmtes Fett, Kraut, Zusatzstoff, what ever) statt gefunden - sodass das Getreide quasi nur ein Nebenkriegsschauplatz war. Verstehst?

Oldebulls hat geschrieben:Wir füttern ein Futter mit 75% Fleischanteil ohne Getreide. Allerdings weiß ich schon, das es Frischfleisch und kein Trockenfleisch ist.


Was bedeutet (siehe oben), dass ein reeler Trockenfleischanteil von knapp 10% (oder sogar darunter - kommt auf das Fleisch an ... die haben unterschiedliche Wasseranteile) im Futter stecken dürfte. Der Rest sind dann eben andere Sachen (Kartoffeln, Fette, Banane und was sonst noch so alles gibt)

Oldebulls hat geschrieben:Das einzige was für mich zählt: Meinen Hunden geht es damit bestens, alle vorherigen Probleme sind restlos weg. Ob das nun mit Trocken- oder Frischfleisch funktioniert ist da eher nachrangig für mich.


Und das soll auch so sein. Deswegen bin ich derlei Diskussionen eigentlich leid. Jeder Hund muss individell betrachtet werden. Es gibt freilich medizinische, biologische und biochemische Grundkomponenten, die man nicht vernachlässigen darf. Aber in deren Grenzen soll sich jeder nach seinem Gusto frei bewegen.

Oldebulls hat geschrieben:Wobei ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen kann, was an der Frischfleischbasis schlecht ist.


Ich veerstehe die Frage nicht so ganz. :?

Oldebulls hat geschrieben:Mein zugegeben beschränktes Wissen basiert ausschließlich auf meinen eigenen, individuellen Erfahrungen und Erkenntnissen.


Das war bei mir anfangs auch. Bis mein zweiter Hund plötzlich auch anfing, Problem zu machen. Da musste ich mich einfach kümmern und informieren. Dann kam vor 6 Jahren meine Selbständigkeit als Futterfritze und das Bedürfnis, meine Kunden auch abseits der üblichen Marketingunterlagen beraten zu können (mein Großhändler fängt immer das Grinsen an, wenn wir auf einer Veranstaltung sind und mich ein Interessent anspricht und mir schildert, welches Problem sein Hund hat ... da kann dann so ein "kurzes" Beratungsgespräch auch schonmal eine Stunde dauern :D )

Ich bin in der letzten Zeit schon von vielen angesprochen worden, ob ich nicht als Ernährungsberater mein Geld wesentlich leichter verdienen könnte. Und vermutlich haben die auch alle Recht :ug: Und das ganze lernen, fragen, lesen usw. gipfelt eben in einer eigenen Nahrungsergänzung für Hunde, an der ich maßgeblich mitgearbeitet habe (ich hab das nicht allein auf die Beine gestellt, warum auch? ich hatte das Glück auf jemanden zurückgreifen zu können, der von der Materie hundert Mal mehr versteht als ich ... der ist aber auch schon etwas älter :kg: )


Oldebulls hat geschrieben:Ich weiß schon, was Rübenschnitzel oder Rübenmus ist und wofür es gut ist. War nur ein Beispiel, sollte nicht negativ gemeint sein.


Habe ich auch nicht negativ verstanden. Ich bin in einem anderen Forum angesprochen worden, wozu wir Zucker im Canis Carpe Diem Nr.1 drin haben - schließlich schreiben wir ja, dass wir keine Geschmachsverstärker drin hätten (was wir ohnehin nicht bräuchten - die Hunde fliegen von ganz alleine auf das Zeug :D ), geben aber dann Zuckerrübenmelasse als Bestandteil an.

Die Dame hatte auch nur das Wissen, was viele andere auch haben und das lautet wie folgt: Zuckerrübenschnitzel (aka Melasse) = billiger Füllstoff = Zucker = Lockstoff

Das stimmt aber eben nicht.

Dieses falsche Wissen schreckt aber dann im Ernstfall davor ab, ein ansonsten einwandfreies Produkt zu kaufen. Das gleiche gilt (und möglicherweise in noch viel größerem Ausmaß) für Fleischnebenprodukte. Was mir da schon für "Erklärungen" unter gekommen sind, sprengt eigentlich jeglichen Rahmen vernünftigen Denkens - allen Ernstes jetzt!

Natriumchlorid (Salz) ist noch so ein Beispiel! Wie kann man denn Salz in ein Hundefutter tun?

Das aber das gesamte elektrische Nervensystem ohne Natrium nicht funktioniert, wissen die wenigsten. Das Natrium in Reinform allerdings toxisch wirkt, noch weniger. Und das man deswegen eine chemisch gebundene Form (und da bietet sich Natriumchlorid eben vordringlich an) hernehmen muss ... nunja, das wissen dann eigentlich nur noch die Freaks :elkgrin2:


Oldebulls hat geschrieben:Ich bezog das eher darauf, das ich seinerzeit nicht wirklich ermitteln konnte wieviel Fleisch denn nun wirklich drin


Das habe ich mal in einem zweistündigen Telefonat mit Herrn Dr. Deidert (der stellt für Bewital die Rezepturen zusammen - also auch das Belcando) klären wollen. Meiner Meinung nach hätte Bewital auch den Frischfleichanteil bewerben sollen. Aber aus nachvollziehbaren Gründen (wer hätte ein Fleischanteil von 200% geglaubt - mal allen Ernstes) wurde das eben nicht gemacht. Genauso wenig wurde der Trockenfleischanteil öffentlich bekannt gegeben (Händler, die das wissen wollten, bekamen natürlich eine genaue Auskunft) - was mich all die Jahre tierisch geärgert hat. ich hätte eine ganz andere Argumentationsgrundlage als Händler gehabt.

Oldebulls hat geschrieben:Leider bekam ich damals vom Händler trotz mehrfacher Nachfrage keine wirklich brauchbare Aussage zu den kompletten Inhaltsstoffen.

Das muss man aber deinem Händler anlasten. Die Informationspolitik von bewital ist üblicherweise höchst vorbildlich. Wer eine Frage hat, bekommt sie ehrlic und ausführlich beantwortet. Leider machen sich viele meiner Händlerkollegen nicht wirklich die Arbeit und hinterfragen mal beim Hersteller.

Schade eigentlich!

Das Futter ist wirklich eines der wenigen, dass wie der sprichwörtliche Arsch auf viele Klobrillen passt. Deidert & Co. machen da einen fantastischen Job (und grad der Dr. Deidert ist ein wandelndes Fachbuchregal ... das ist unglaublich ... da kann ich nur ehrfürchtig den Hut vor ziehen!) - beim marketing haperst ein bisschen, da sind die Jungs und Mädels aus Südlohn nicht agressiv genug. Aber ansonsten ...

Aber wie so oft, ist dann das letzte Glied der Kette die Stelle, wo es reißt. Und in dem Fall war es eben der Händler, der sich besser hätte kümmern müssen. Meine Kunden sind alle bisher sehr zufrieden mit meinem Informationsfluss gewesen ... sehr zum Amüsement meines Großhändlers. Aber wenn es brennt, dann schickt er die Leute auch zu mir ... also ganz sooo verkehrt kanns nicht sein, was ich da mache :elkgrin2:
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Oldebulls » 06.08.2010, 19:49

Moin!

Zuerst mal muss ich ein riesiges Lob und ein noch riesigeres DANKE loswerden

:applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus:

Denn ich sach mal ganz trocken: Ich hab's gepeilt! Also die Sache mit dem Frischfleisch mein ich. Finde ich super, einiges sehe ich jetzt deutlich klarer. Prozentrechnung konnt ich vorher schon :mg: , daher war's dank Deiner Erklärung nicht mehr so wirklich schwer zu durchschauen. Hat mir sehr geholfen :2thumbs:

Administrator hat geschrieben:
Oldebulls hat geschrieben:Natürlich ist es ein medizinisches Problem. Eine Allergie oder Unverträglichkeit ist irgendwo ja immer ein medizinisches Problem.

Nun ist die Frage, ob tatsächlich eine diagnostizierte Allergie vorliegt. Ein Bluttest sagt bei einer Futtermittelallergie rein gar nichts aus - hier bedarf es eines deutlich komplizierteren Diagnoseweges. Möglicherweise (und ich schreibe ganz ausdrücklich möglicherweise) hat durch die Umstellung des Futters auch ein Wegfall des eigentlichen Allergens (bestimmtes Fett, Kraut, Zusatzstoff, what ever) statt gefunden - sodass das Getreide quasi nur ein Nebenkriegsschauplatz war. Verstehst?


Yep, das versteh ich :D
Damit hab ich mich nun echt lange genug beschäftigt und dank der Hilfe eines wirklich guten Tierarztes haben wir das ganz gut hinbekommen.
Das ein Bluttest bei einer Futtermittelallergie ziemlich sinnfrei ist wurde uns gleich zu Anfang erklärt.
Wir haben damals (mit Unterstützung des Tierarztes) wirklich konsequent nach dem Ausschlußverfahren gearbeitet. War ein langwieriger Prozeß. Don bekam damals zunächst ausschließlich ein Futter vom Doc mit nur einer einzigen Proteinquelle (Namen hab ich vergessen, war irgendwas von Hills). Damit ging es ihm gut, nach kurzer Zeit waren alle Probleme weg. Und dann haben wir immer wieder eine jeweils einzelne zweite Proteinquelle zugefügt. So konnten wir ermitteln, welche Proteinquelle problematisch ist und welche eben nicht.
Weizen, Gerste, Mais, Reis, Dinkel, Hafer, Hirse und Roggen sind die Getreidesorten die wir getestet haben - gehen alle nicht. Am schlimmsten sind Weizen und Gerste, die anderen Sorten sind besser aber eben immer noch problematisch.
Fleisch haben wir so ziemlich alles am deutschen Markt verfügbares Zeug (ausser Schwein) getestet.
Rind - geht gar nicht. Weder roh noch erhitzt. Interessant dabei: Wenn der Don alle zwei Wochen mal eine halbe Stunde an einem Kalbsknochen kaut, dann funktioniert das. Geben wir ihm diesen Knochen an zwei aufeinander folgenden Tagen schlägt die Problematik der Pfotengeschwulste sofort wieder zu. Also scheint die Menge des auslösenden Proteins schon eine gravierende Rolle zu spielen.
Pferd - genauso schlimm, ganz übel.
Känguruh - super schlimm.
Huhn - roh ganz übel, erhitzt etwas besser aber nicht unproblematisch.
Ente - roh halbwegs erträglich, erhitzt einwandfrei.
Pute - roh geht gar nicht, erhitzt problemlos.
Kaninchen - roh nicht, erhitzt okay.
Alle Wildsorten: roh nein, erhitzt ohne Probleme.
Strauß: Sowohl roh als auch erhitzt problemlos.
Fisch: Roh haben wir nicht ausprobiert (fand ich widerlich), erhitzt bisher problemlos.

Kann sein das ich noch was vergessen hab. Fazit war, das außer Strauß überhaupt kein Fleisch ohne Probleme roh funktioniert hat. Und erhitzt eben auch nur wenige. Nach ein paar Monaten dieser mühsamen Selektion haben wir das abgebrochen und uns an den Ergebnissen bis dahin orientiert und auf dieser Basis dann nach einem Futter gesucht.

Administrator hat geschrieben:
Oldebulls hat geschrieben:Wir füttern ein Futter mit 75% Fleischanteil ohne Getreide. Allerdings weiß ich schon, das es Frischfleisch und kein Trockenfleisch ist.


Was bedeutet (siehe oben), dass ein reeler Trockenfleischanteil von knapp 10% (oder sogar darunter - kommt auf das Fleisch an ... die haben unterschiedliche Wasseranteile) im Futter stecken dürfte. Der Rest sind dann eben andere Sachen (Kartoffeln, Fette, Banane und was sonst noch so alles gibt)


Hab ich nun verstanden :D
Bei uns isses übrigens Banane und keine Kartoffel :mg:

Administrator hat geschrieben:Jeder Hund muss individell betrachtet werden. Es gibt freilich medizinische, biologische und biochemische Grundkomponenten, die man nicht vernachlässigen darf. Aber in deren Grenzen soll sich jeder nach seinem Gusto frei bewegen.


Janz jenau so seh ich das auch :up:
Was der eine nicht verträgt, kann bei jemand anderem Wunder bewirken.

Administrator hat geschrieben:
Oldebulls hat geschrieben:Wobei ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen kann, was an der Frischfleischbasis schlecht ist.


Ich veerstehe die Frage nicht so ganz. :?


Ich jetzt auch nicht mehr. Gestern hatte ich aufgrund der nun geschlossenen Wissenslücke wahrscheinlich irgendwas im Kopf was nicht gepasst hat. Keine Ahnung. Nun passt es :2thumbs:

Administrator hat geschrieben:Dieses falsche Wissen schreckt aber dann im Ernstfall davor ab, ein ansonsten einwandfreies Produkt zu kaufen. Das gleiche gilt (und möglicherweise in noch viel größerem Ausmaß) für Fleischnebenprodukte. Was mir da schon für "Erklärungen" unter gekommen sind, sprengt eigentlich jeglichen Rahmen vernünftigen Denkens - allen Ernstes jetzt!


Nun ja, ich kenne auch einige solcher Erklärungen. Wobei ich den Begriff "Fleischnebenprodukte" so bisher nicht kannte. Ich kenne nur "tierische Nebenerzeugnisse". Und ehrlich gesagt ist es manchmal auch ziemlich widerlich, wenn man so hört was sich dahinter alles verbergen kann. Für mich ist es -das gebe ich offen zu- ein Kriterium ein Produkt nicht zu kaufen wenn das draufsteht. Das hat hauptsächlich damit zu tun, das ich eben nicht genau weiß was drin ist und im Zweifel zufällig eines der Proteine drin sein könnte was mein Großer nicht verträgt. Also lass ich es lieber bleiben.

Administrator hat geschrieben:Natriumchlorid (Salz) ist noch so ein Beispiel! Wie kann man denn Salz in ein Hundefutter tun?

Das aber das gesamte elektrische Nervensystem ohne Natrium nicht funktioniert, wissen die wenigsten. Das Natrium in Reinform allerdings toxisch wirkt, noch weniger. Und das man deswegen eine chemisch gebundene Form (und da bietet sich Natriumchlorid eben vordringlich an) hernehmen muss ... nunja, das wissen dann eigentlich nur noch die Freaks :elkgrin2:


Okay, dann bin ich ein Freak :group3g:
Das wusste ich nämlich :lachtot:

Administrator hat geschrieben:
Oldebulls hat geschrieben:Leider bekam ich damals vom Händler trotz mehrfacher Nachfrage keine wirklich brauchbare Aussage zu den kompletten Inhaltsstoffen.

Das muss man aber deinem Händler anlasten. Die Informationspolitik von bewital ist üblicherweise höchst vorbildlich. Wer eine Frage hat, bekommt sie ehrlic und ausführlich beantwortet. Leider machen sich viele meiner Händlerkollegen nicht wirklich die Arbeit und hinterfragen mal beim Hersteller.

Schade eigentlich!


Naja. Ich zumindest kaufe da nun nicht mehr. Und wenn das mehrere tun... das muss ich Dir wohl kaum erklären. Ich bin überzeugt, das Dein Weg der bessere ist. Auch langfristig mit Blick auf Kundenbindung und sowas :2thumbs:

Ich jedenfalls bin Dir für Deine Erklärungen echt dankbar, wieder was gelernt.
Auch wenn ich nun trotzdem sicher nicht wieder Belcando füttere - gebracht hat es mir allemal deutlich was :respekt:

LG,

Mathias.
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Re: Fell Ausfall (extrem)

Beitragvon Bulldogge » 06.08.2010, 21:21

Oldebulls hat geschrieben:uch wenn ich nun trotzdem sicher nicht wieder Belcando füttere


Ich wollte dich auch nicht zurück auf den Pfad der Tugend führen :D

Nein, mal im Ernst: wenn ihr eine Lösung habt, dann bleibt dabei. Ganz simpel. Ich habe schon einige Kunden an andere Hersteller abgegeben, weil ich aus meinem Sortiment (ich lehne den Verkauf von RC & Co. strikt ab!) nichts passendes anbieten konnte.

Aber mal was anderes: deine Aufzählung der getesteten Fleischsorten und deren mehr oder weniger auslösenden Probleme scheint mir auf eine Enzymsyntheseschwäche eures Hundes hinzudeuten. Auffälig ist nämlich, dass Proteine bestimmter Strukturen bzw. Strukturgruppen (langkettig in eurem Fall, wie mir scheint) Probleme zu bereiten scheinen (ich rate mal ins Blaue und prognostiziere, das roher Fisch und sogar Muscheln vollkommen problemlos funktionieren dürften).

Habt ihr mal die Darmflora untersuchen lassen? Es gibt Fälle, bei denen ist die Darmflora (Bakterien, Enzyme, usw.) dermaßen in Schieflage, dass eine Eiweißspaltung beinahe zum Erliegen kommt.

Eine erste optische Symptomatik ist dann eine Verkürzung oder schlimmstenfalls Verkümmerung der Darmzotten (mechanische Ausstülpungen der Darmwand in "Fingerform", die die mechanische Oberfläche des Darmes stark erhöhen und damit die allgemeine Produktionsfähigkeit - insbesondere Enzymsynthese - steuern). Chemische Symptomatiken sind dann beispielsweise eine Herabsetzung des Säureniveaus der Darmschleimhaut.

Wenn dem so ist, dann kann man in nahezu 100% aller Fälle davon ausgehen, dass ein herabgesetztes Immunlevel vorzufinden ist. Wie die Werbung im TV richtig feststellt, wird unser Immunsystem nämlich im Darm gebildet - durch Synthese von Vitaminen, Enzymen und Aminosäuren.

Ein herabgesetztes Immunlevel würde dann aber auch die relativ hohe Stressanfälligkeit bei einer ganzen Gruppe von Eiweißen erklären - zumindest aber die hysterische Reaktion des Körpers stärken.

Auch wenn es jetzt wie Werbung klingt, was mir in dem speziellen Fall jetzt gar nicht recht ist: guck dir mal unser Canis Carpe Diem Nr.1 und vor allem die Nr.3 an. Insbesondere die Nr.3 kann dazu eingesetzt werden, um die Darmproduktivität zu steigern - bei regelmäßiger Einnahme von freien Nukleotiden lässt sich in beinahe allen Fällen (dazu gibt es unzählige internationale Studien) ein Wachstum der Darmzotten feststellen. Damit erhöht sich zum Teil drastisch die mechanische Oberfläche des Darmes und steigt die Synthesefähigkeit des gesamten Darmtraktes. Schlußendlich und quasi systembedingt, steigt das Immunlevel meßbar an.

CCD1: http://www.hundemineral.de/minerale-vit ... m-nr1.html
CCD3: http://www.hundemineral.de/freie-nukleo ... m-nr3.html

Wenn du dazu Fragen hast, kannst du mich gern anrufen. Das hier alles schriftlich zu machen, würde den Rahmen echt sprengen :D
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