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Die berühmte Schilddrüse !!

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Beitragvon viki » 27.06.2005, 13:44

Habe den Artikel gefunden, den Yvonne schon mal gepostet hatte.

Schilddrüsen-Dysfunktion?

mit freundlicher Genehmigung vom Do-Khyi-Club Schweiz. Von Dr. J. Smeenk

Die Schilddrüse beim Hund besteht aus zwei Organen, die links und rechts von der Luftröhre liegen, ungefähr auf der Höhe der ersten drei bis acht Knorpelringe, also dicht am Kehlkopf. Der Umfang dieser Schilddrüsenorgane beträgt etwa 2,5 mal einen mal einen Zentimeter bei einem 15 Kilo schweren Hund und können nicht erfühlt werden, weil sie sehr tief liegen.

Die Schilddrüse gehört zu den Hormondrüsen. Solche Hormondrüsen geben das von ihnen produzierte Produkt sofort an das Blut ab. Jodium ist ein wichtiger Teil des Schilddrüsenhormons (Tri-jodothyronine T3 und thyroxine T4). Diese Hormone regeln den Stoffwechsel aller Körperzellen.

Wir können den Stoffwechsel mit einem brennenden Ofen vergleichen. Wird zu viel Schilddrüsenhormon produziert, brennt der Ofen volle Pulle. Wenn es zu wenig von diesem Hormon gibt, brennt er auf Sparflamme. Bei einer Schilddrüse, die nicht mehr arbeitet, befindet sich ein Mangel des Schilddrüsenhormons im Blut. Die Folge hiervon sind ein langsam verlaufender Stoffwechsel mit einer grossen Anzahl an Krankheiten.

Das Krankheitsbild nennen Tierärzte Hypothyreose. Veränderungen betreffen sowohl das Äussere wie auch das Verhalten. Bei einem Hund mit einem Mangel an Schilddrüsenhormonen können wir eine grosse Anzahl von Symptomen erwarten, auch wenn diese nicht alle gleichzeitig auftreten müssen. Manchmal wird ein nicht so spezifisches Problem überdeckt, wodurch das Krankheitsbild weniger deutlich, ja sogar irreführend sein kann.

Das Krankheitsbild entwickelt sich langsam. Bevor der Besitzer bemerkt, dass irgendwas nicht stimmt, sind oft schon Monate verstrichen. Man hat den Eindruck, dass der Hund frühzeitig altert. Selten sehen wir die Symptome vor dem zweiten Lebensjahr entstehen, meist betrifft es Tiere zwischen dem zweiten und sechsten Jahr. Wir finden dieses Krankheitsbild vor allem bei mittelgrossen und grossen Rassen; bei Zwergrassen ist Hypothyreose eine grosse Ausnahme.

Der Hund ist unaufmerksam, er interessiert sich nicht mehr für seine Umwelt; er schläft viel und hat eine schlechte Kondition. Durch den langsamen Stoffwechsel ist auch die Körpertemperatur nimmt zu, manchmal sogar ausgesprochene Fettleibigkeit. Bei Hündinnen bleibt die Läufigkeit aus.

Kahlheit
Ein anderes auffallendes Symptom betrifft die Haut. Wir sehen eine Kahlheit vor allem an der Rute. Das Fell wird durch den Verlust von Unterwolle dünn. Die Haut selbst zeigt oft Schwarzverfärbung durch eine starke Pigmentierung. Die Haut ist trocken und fühlt sich rau an. Oft sieht man eine Schwellung (eine Art Ödem) der oberen Augenlider und der Kopfhaut, wodurch der Hund einen traurigen Gesichtsausdruck bekommt. Auch Wasserablagerungen in den Gelenken (zum Beispiel Knöchel), wodurch der Hund lahmt, sind nicht selten.

Behandlung
Die Behandlung eines Hundes ist eine so genannte Substitutions-Therapie: das fehlende Schilddrüsenhormon muss in Form von L-Thyroxine-Tabletten täglich verabreicht werden. Diese Behandlung muss lebenslang ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.

Die einer solchen lebenslangen Behandlung ist darum von grosser Wichtigkeit, die Diagnose exakt zu stellen. Das geschieht durch eine Schilddrüsenhormon-Bestimmung (T4) im Blut. Normal liegt der T4-Wert bei 20 bis 46 nmol/l; bei Hypothyreose ist er niedriger als 6 nmol/l. Diese niedrigen Werte können jedoch auch bei anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Cushing-Syndrom, dem Gebrauch von Cortison, Anti-Epileptika und Entzündungshemmern festgestellt werden. Darum ist es auch empfehlenswert, nicht nur einfach Blut zu entnehmen, sondern einen so genannten TSH-Stimulationstest durchzuführen.

TSG ist ein schilddrüsen-stimulierendes Hormon, das in der Hypophyse gebildet wird, eine Hormondrüse, die unter dem Gehirn liegt. Spritzen wir TSH, dann wird der T4-Wert im Blut ansteigen. Auch bei den Patienten, die aus Gründen, die wir aufgeführt haben, einen niedrigen T4-Wert aufweisen. Bei Hunden mit echter" Hypothyreose sehen wir jedoch keine Reaktion auf das TSH und der T4-Wert bleibt vor und nach der Injektion niedrig. Die Diagnose ist dann mit ziemlicher Sicherheit gestellt.

Bereits in der ersten Woche, in der der Hund mit L-Thyroxine-Tabletten behandelt wird, nimmt die Aktivität stark zu.

Anders verläuft es mit den Hautproblemen. Diese Probleme zeigen nur langsam Besserung und scheinen anfangs sogar noch schlimmer zu werden. Der Haarausfall nimmt zu und die Haut schuppt sich stark. Aber das ist ein gutes Zeichen. Die alten Hautzellen werden abgestossen.

Etwa nach einem Monat beginnt das Fell, sich zu regenerieren. Bei einer Kontrolle, die etwa zwei Monate später ausgeführt wird, sieht der Hund schon wieder ganz ordentlich aus. Die Genesung der Schwarzverfärbung dauert etwas länger. Nach zwei Monaten kann durch eine neuerliche Blutuntersuchung kontrolliert werden, ob das eingestellte Niveau konstant geblieben ist. Das Übergewicht des Hundes wird durch die zugenommene Aktivität wie von selbst verschwinden.
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Beitragvon viki » 27.06.2005, 14:00

Wir haben ja nach möglichen Ursachen für Bettys übertriebene Ängstlichkeit gesucht.
Es schien, als wenn man eine Angst im Griff hätte, die nächste entstehen würde. Und da hat mir jemand den Tipp mit der Schilddrüse gegeben. Im Anfangsstadium einer Fehlfunktion können beim Hund durchaus nur Verhaltensstörungen auftreten.
Da gibt es auch was Interessantes dazu:
[web]http://www.hundewelten.de/thwb/showtopic.php?threadid=688&pagenum=lastpage[/web]

Als ich beim unserem ursprünglichen TA damit angekommen bin, hat er sich zuerst überhaupt geweigert einen Bluttest zu machen. Da ja keine der üblichen körperlichen Symptome vorhanden waren.
Wir haben dann den TA gewechselt und sind zu einer TÄ, die sich auch auf Verhaltenstherapie spezialisert hat. Die hatte damit auch Erfahrung und über sie haben wir noch zwei Blutuntersuchungen (und noch viele andere Untersuchungen um eine körperliche Ursache für die Verhaltensprobleme auszuschliessen) machen lassen. Beim 2. Test waren die Werte sogar besser als vorher. Da auch sonst bei den Untersuchungen nichts auffälliges entdeckt wurde und Betty keine anderen (körperlichen) Symptome hatte, riet sie uns von weiteren Untersuchungen ab. Meinte aber, wir sollen es immer wieder kontrollieren lassen, falls sich da nicht doch was entwickelt.

Durch ihre Panikattacken war Betty im Dauerstress. Die Wohnung verlassen war beinahe unmöglich. Nach Meinung der TÄ kann das auch den Hormonstatus beeinflusst haben.

In Bettys Alter schaden regelmässige TA Besuche sicher nicht :lol: Und die Kosten dafür trage ich gerne. Beim Hund wird nicht gespart :eek:
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