Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
sicherlich haben Sie die aktuelle Berichterstattung in den Medien über den Antibiotika-Einsatz in der Geflügelwirtschaft verfolgt.
Nachfolgend finden Sie Antworten auf mögliche Verbraucherfragen zu diesem Thema:
Können in Heimtiernahrung mit Geflügel Antibiotika-Rückstände enthalten sein?
Die Rohstoffe von Geflügel in Heimtiernahrung stammen ausschließlich von Tieren, die bei der Schlachtung als tauglich für den menschlichen Verzehr beurteilt wurden. Sie unterliegen somit genau denselben Rückstandskontrollen wie Lebensmittel vom Geflügel. Nach dem Einsatz von Antibiotika dürfen die Tiere nicht vor Ablauf einer jeweils festgelegten Wartezeit geschlachtet werden. Bis dahin werden die Antibiotika vom Tier ausgeschieden. Um dies sicherzustellen, werden an den Schlachthöfen sogenannte Hemmstofftests durchgeführt. Bei einer bestimmungsmäßigen Anwendung von Arzneimitteln mit antibiotischer Wirkung sind in Lebensmitteln vom Geflügel nach Ablauf der Wartefrist keine gesundheitlich bedenklichen Mengen von Rückständen vorhanden (Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, 21.12.2011). Deshalb geht es in der aktuellen Diskussion um den Antibiotika-Einsatz in der Geflügelwirtschaft thematisch auch gar nicht um Antibiotika-Rückstände im Geflügelfleisch. Es geht vielmehr um Bakterien, in den Geflügelbeständen, die gegen Antibiotika Resistenzen bilden können.
Was bedeutet Antibiotika-Resistenz?
Bakterien können gegen bestimmte Antibiotika unempfindlich sein, man spricht dann von einer Antibiotika-Resistenz. Die Bakterien haben vielfältige Mechanismen entwickelt, um unempfindlich (resistent) gegen Antibiotika zu werden. Es ist davon auszugehen, dass der therapeutische Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion zur Resistenzentwicklung und insbesondere zur Ausbreitung von resistenten Keimen beiträgt.
Aus diesem Grund sollte der Antibiotika-Einsatz in der Tierproduktion auf das unbedingt notwendige, therapeutische Maß beschränkt werden (BfR, 21.12.2011). Dieser Meinung des BfR schließen wir uns als Hersteller von Heimtiernahrung mit Geflügelprodukten uneingeschränkt an.
Können sich Heimtiere durch den Verzehr von Futtermitteln mit Geflügelprodukten mit antibiotikaresistenten Keimen infizieren?
Ebenso wie im Bereich der menschlichen Nahrung ist auch bei Tiernahrung ein wirksamer Schutz vor Keimen, die gegen Antibiotika resistent sind, durch die Erhitzung der entsprechenden Nahrungsmittel auf >70 °C gegeben. Unsere Trockennahrung wird während des Herstellungsprozesses (Extrusion) sogar auf über 90 °C erhitzt. Gleiches gilt natürlich auch für die Feuchtnahrung (Dosen). Eine Infektion des Heimtieres mit antibiotikaresistenten Keimen über den Verzehr von extrudierter Trockennahrung oder Dosennahrung ist daher absolut auszuschließen.
Quelle: Newsletter der bewital petfood GmbH & Co. KG vom 16.01.2012
Und jetzt mal was zum Nachdenken: immer wieder wird ein kaltgepresstes Futter damit angepriesen, dass bei der Herstellung die Rohstoffe NICHT erhitzt werden ...


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