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Problem mit Nachbars-Border Collie

Tipps und Tricks zur Erziehung und Ausbildung des American Bulldog - ob zu Hause oder auf dem Platz

Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon Klopfer » 02.08.2009, 20:54

... ist ein 12 Wochen alter Border Collie, total nidlich der Zwerg, ABER...

Smokey hat ihn voll ins Herz geschlossen, das ist nicht das Problem.

Jako ist von der Züchterin, wo auch die Hunde zum hüten eingesetzt worden sind. Soweit, so gut... oder auch nicht. Jako war damals auch immer mit im Feld und durfte "helfen". Problem: jetzt werden auch andere Hunde "gehütet".
Smokey hat damit kein Problem "gehütet" zu werden, wenn es ihm zu doof wird legt er den Turbogang ein oder springt einfach über die halbe Portion drüber.
Da ich mich mit Border Collies nicht auskenne... ist das normal?

Ein weiteres Problem, wo mir jedes Mal das Herz in die Hose rutscht:
Der Lüdde attakiert Smokey regelrecht. Smokey steht da und glotzt in die Gegend, der Kleine sitzt neben ihm und beobachtet ihn. Sowie Smokey auch nur eine Regung zeigt springt er ihm an den Hals und beißt. Oder an die Ohren. Oder an den Rücken. Oder... oder... oder... Smokey gibt bei Verletzungen eigentlich keine Geräusche von sich, vorhin muss es so weh getan haben (er hat auch 4 winzig kleine Löcher jetzt am Hals ist mir eben aufgefallen) das er heftig gequietscht hat. Ziemlich ungewöhnlich. Vorallem macht der Kleine das wirklich ununterbrochen. Wenn er nicht "hütet", dann wird gebissen.

Zum Glück lässt Smokey den Kleinen gewähren und nimmt es extrem gelassen hin. Ungewöhnlich für ihn, aber ich bin ihm echt total dankbar dafür. Einmal hat er vorhin kurz gebrummelt und in die Luft geschnappt, das aber auch eher ohne große Hingabe.

Der Halter ist ein sehr netter Nachbar von uns, seine Hunde vorher (erst DSH, dann Corgie) waren immer sehr gut erzogen (ohne Hundeschule) und haben aufs Wort gehört. Er sieht, ebenso wie ich, die Gefahr das der Lüdde entweder mal voll an den falschen gerät, oder das einer der Hunde, die bei uns wohnen sich mal wehrt (Smokey ist wohl nicht der einzige bei dem er so ein Verhalten zeigt). Er ist zwar der Auffassung "selber Schuld hat er dann", aber das muss ja nun nicht sein.

Ist das alles normales Verhalten für einen Border Collie? Was würdet ihr vorschlagen wie man am besten dagegen vorgehen kann (der Halter und ich haben die ganze Zeit versucht den Kleinen davon abzuhalten bzw das Verhalten irgendwie zu unterbinden, mit mäßigem bis garkeinen Erfolg...)? Irgendeine Idee?
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon Manja » 02.08.2009, 21:12

Klopfer hat geschrieben:... ist ein 12 Wochen alter Border Collie, total nidlich der Zwerg, ABER...

oh Hilfe, ja süß sind die, aber kein Hund für mich, eine Freundin züchtet von mir Australian Shepheards, genauso süß und verrückt

Smokey hat ihn voll ins Herz geschlossen, das ist nicht das Problem.

Jako ist von der Züchterin, wo auch die Hunde zum hüten eingesetzt worden sind. Soweit, so gut... oder auch nicht. Jako war damals auch immer mit im Feld und durfte "helfen". Problem: jetzt werden auch andere Hunde "gehütet".
Smokey hat damit kein Problem "gehütet" zu werden, wenn es ihm zu doof wird legt er den Turbogang ein oder springt einfach über die halbe Portion drüber.
Da ich mich mit Border Collies nicht auskenne... ist das normal?

Ja das ist sowas von normal, das ist der normale Hütetrieb

Ein weiteres Problem, wo mir jedes Mal das Herz in die Hose rutscht:
Der Lüdde attakiert Smokey regelrecht. Smokey steht da und glotzt in die Gegend, der Kleine sitzt neben ihm und beobachtet ihn. Sowie Smokey auch nur eine Regung zeigt springt er ihm an den Hals und beißt. Oder an die Ohren. Oder an den Rücken. Oder... oder... oder... Smokey gibt bei Verletzungen eigentlich keine Geräusche von sich, vorhin muss es so weh getan haben (er hat auch 4 winzig kleine Löcher jetzt am Hals ist mir eben aufgefallen) das er heftig gequietscht hat. Ziemlich ungewöhnlich. Vorallem macht der Kleine das wirklich ununterbrochen. Wenn er nicht "hütet", dann wird gebissen.

Das ist ebenso ein normales verhalten der Hütehunde, die gehen mit den Schafen ebenso wenig zimperlich um, da gibt es ab und an auch böse Verletzungen, gut jetzt hat ebenso noch scharfe Milchzähne, die schmerzen noch mehr

Zum Glück lässt Smokey den Kleinen gewähren und nimmt es extrem gelassen hin. Ungewöhnlich für ihn, aber ich bin ihm echt total dankbar dafür. Einmal hat er vorhin kurz gebrummelt und in die Luft geschnappt, das aber auch eher ohne große Hingabe.

Ja da hast du Glück, allerdings wird er denke ich auch dieses Spiel nicht mehr lange mitmachen. Ihr solltet da ein gutes Auge drauf lassen, denn Smokey wird ihm irgendwann die Schranken weisen

Der Halter ist ein sehr netter Nachbar von uns, seine Hunde vorher (erst DSH, dann Corgie) waren immer sehr gut erzogen (ohne Hundeschule) und haben aufs Wort gehört. Er sieht, ebenso wie ich, die Gefahr das der Lüdde entweder mal voll an den falschen gerät, oder das einer der Hunde, die bei uns wohnen sich mal wehrt (Smokey ist wohl nicht der einzige bei dem er so ein Verhalten zeigt). Er ist zwar der Auffassung "selber Schuld hat er dann", aber das muss ja nun nicht sein.

Diese Bedenken würde i auch nicht so weit weg schieben. Naja selber schuld hin oder her, das sieht jeder anders, in jedem Fall sollte man diesem Hund versuchen spielerisch zu erklären, das ein Hundekumpel kein Schaf ist. Das muss aufhören!!!Im Notfall muss sich euer nachbar Enten zulegen zum hüten. Man sollte diese Hund nicht unterschätzen, die brauche die körperliche und auch geistige Arbeit wie Wasser zum Leben!!!

Ist das alles normales Verhalten für einen Border Collie? Was würdet ihr vorschlagen wie man am besten dagegen vorgehen kann (der Halter und ich haben die ganze Zeit versucht den Kleinen davon abzuhalten bzw das Verhalten irgendwie zu unterbinden, mit mäßigem bis garkeinen Erfolg...)? Irgendeine Idee?


Dieses Verhalten ist total normal!!! Verbieten könnt ihr ihm das nicht, es ist ein Hütehund, das ist ein angeborenes, sowie auch erworbenes Verhalten und Instinkt!!! Ihr solltet es ihm auch nicht verbieten, diese Hunde sind Arbeitstiere und dafür konzipiert worden, vergesst das bitte niemals. Das schlägt sich sonst in Aggressionen oder anderen Verhaltensauffälligkeiten um. Versucht gegebenfalls noch mal die Züchterin um Rat zu fragen, oder kauft dem Kleinen ne Horde Enten, dann hat er was zu tun :roll: Auslasten kann man diese Hunde sehr gut mit Agility, Dog-Dancing, Frisbee, Apportieren oder gar Trick-Dog, fangt jetzt schon damit an. Verbietet es nicht, sondern bietet ihm Ersatz an!! Kopf hoch das wird.
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon marti » 02.08.2009, 22:22

Warum lasst ihr die Hunde überhaupt zusammen, wenn ihr beide Bedenken habt??
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon Klopfer » 02.08.2009, 22:28

Naja, weil hier eben sehr viele Hunde wohnen... Smokey mag große Hunde nicht besonders (abgesehen von Bulldoggen, seinesgleichen und den einen oder anderen kastiertn Rüde bzw Hündin, die am besten noch sehr ängstlich sein sollte, dann wird er zum echten Charmeur...), deswegen bin ich um jeden Hund froh mit dem er kann. Jako findet er unglaublich toll, außerdem bleibt es eh nicht aus das die sich irgendwo hier begegnen. Genau deswegen sucht der Halter von Jako ja nach Hilfe, damit es eben nicht irgendwann mal eskaliert. Ich persönlich habe nur absolut keine Ahnung von Border Collies (sind so absolut nicht meine Hunde, auch wenn ich sie optisch echt hübsch finde), deswegen hab ich überhaupt mal gefragt wie ich das Verhalten grade bei einem Boder Collie einsortieren muss.
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon Manja » 02.08.2009, 22:55

@marti
Ich denke schon, das es in Ordnung ist die Hunde zusammen laufen zu lassen. Das sollte schon drin sein in nem Wohnviertel, das sich zumindest einige Hunde verstehen.
Schlimm wäre es wenn jeder Hund aggro auf den anderen reagieren würde.

@Klopfer
Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Du auch Fragen fragst, die nicht mit einem AB zu tun haben, denn einige haben ja auch andere Hunde als Zweit- oder Dritthund.
I kann deine Bedenken da gut verstehen, welche auch vollkommen legitim sind, mir geht es ähnlich, möchte man doch nicht wegen seinem Hund angreifbar sein.
Ich würde die auch beide vielleicht mal zusammen trainieren, Tricks usw. vielleicht kann Smokey ja da schon einiges und der Kleine lernt von ihm.
Habt eben immer ein gutes Auge auf die Beiden.
Nur die Ruhe bewahren und vielleicht sollte sich Dein Nachbar beim nächsten Hund mal genauer über die Rasse informieren ;)
Jetzt müsst ihr Euch was ausdenken den Hund "standesgemäß" auszulasten.
Borders lernen wahnsinnig schnell und i würd es echt mit Agility oder Trick-Dog versuchen, natürlich die UO nicht außer acht lassen ;)
Aber i denke das werdet ihr schon hinbekommen.
Da geb i Dir Recht, Hütehunde sind auch nix für mich. Die machen mich verrückt mit ihrer Wuselei, obwohl sie sehr schön anzusehen sind.
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon Klopfer » 02.08.2009, 23:03

Danke Manja :)

Mein Hund muss nicht jeden lieben, es ist halt nur von Vorteil wenn man eh schon in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt, wenn die Hunde sich verstehen. Und ich muss schon zu vielen Hunden aus dem Weg gehen...

Naja, mein Nachbar ist nach dem, was er erzählt hat, wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Seine Frau wollte "so einen" und er hat sich breitschlagen lassen ;)

Wie gesagt, ich hab echt nur Angst das Smokey sich mal wehrt. Er war die ganze Zeit wirklich mega cool, hat sich abrufen lassen ohne irgendwelche Schwierigkeiten, aber das kleine Monster lief immer schnappend neben ihm her. Gut, der kleine ist seit knapp 4 Tagen bei den neuen Besitzern, das er nicht zu 100% hört ist klar. Ach man, immer wenn meiner mal in Liebe ausbricht macht der Gegenüber das nicht mit. Was soll denn das?!
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon Manja » 02.08.2009, 23:16

Ja das kann passieren das man schnell mal nen Hund an der "Backe" hat den man eigentlich gar nicht will. ;)
Schade halt eben nur, das sie sich nicht ausreichend informiert haben, allerdings hätte die Züchterin ja auch mal ein paar klärende Worte in den Raum schmeißen können :roll:

Wie gesagt, ich hab echt nur Angst das Smokey sich mal wehrt. Er war die ganze Zeit wirklich mega cool, hat sich abrufen lassen ohne irgendwelche Schwierigkeiten, aber das kleine Monster lief immer schnappend neben ihm her.

Einfach schön dranbleiben und deinen Dicken lobend, von mir aus auch den Kasper machen, mach i mit Elfi auch.
Den Kleinen dagegen würde i allerdings mal ein wenig zurechtweisen wenn er bei Smokey kneifen geht.
Wie schon gesagt versucht dem Kleinen eine Alternative zu bieten, an der er mehr Spaß hat ;)

Das wird dem neuen Besitzer gut Zeit und auch ein wenig Arbeit kosten.
Nein nach 4 Tagen im neuen Heim brauch i von einem 12 Wochen alten Hund nix erwarten und würde i auch nicht.
Allerdings solltet Ihr in den nächsten 14 tagen dranbleiben ihm zu sagen was er darf und was nicht ;)
Spielt mit ihm und während des Spiels werden die grenzen gesteckt.
Wie gesagt diese Hunde lernen schnell und das wird. Allerdings ist ein Hütehund kein DSH.

Ach man, immer wenn meiner mal in Liebe ausbricht macht der Gegenüber das nicht mit. Was soll denn das?!

Kopf hoch das Kind ist doch noch gar nicht in den Brunnen gefallen.
Das wird schon, der Kleine testet jetzt jeden und alles, was er sich so alles erlauben darf :roll:
Dranbleiben!
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon kutte74 » 03.08.2009, 06:43

Ich habe ähnliches erlebt, als Kutte so um die 3 Jahre alt war. Da hat sich ein Bekannter einen Dobermann geholt, den Kutte sofort adoptiert hat. Der Kleine hing auch die ganze Zeit wenn die Beiden zusammen waren irgendwo an ihm dran. Schlimm war es draussen, da hat der Dobi sich immer in Kuttes Rücken "eingeklinkt" und sich mitziehen lassen. Mein Räuber hatte zum Schluss ein richtiges Schorf-Relief auf dem Buckel! Ab und zu hat er den kleinen mal umgeschubst aber mehr "Gegenwehr" kam nie. Wir haben am Anfang auch versucht das zu unterbinden, waren aber chancenlos. Richtig passiert ist nie was und als der Dobermann etwas älter war, hat er von ganz allein damit aufgehört. Nun sind Dobermäner keine Collies aber ich denke mit der von Manja vorgeschlagenen Taktik, den kleinen zu beschäftigen, kommt Ihr bestimmt weiter!
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon Klopfer » 03.08.2009, 23:49

Vorhin ist übrigens das eingetreten, weswegenich bzw der Besitzer mir/uns Sorgen gemacht haben. Jako ist heute an die Falsche geraten: unsere Nachbarshündin: Pudel/JRT-Mix. Die Kleine hat es sich nicht gefallen lassen und den Zwerg ordentlich zusammengestaucht. Ihm ist zum Glück nicht wirklich viel passiert, aber nett (ich hatte die Szene aus dem Küchenfenster beobachten können) sah das definitiv nicht aus.
Etwas später hatte ich den Besitzer noch getroffen als wir mit Smokey zu meinen Eltern fahren wollten, der Kleine hat üble Schrammen abbekommen und war sehr ängstlich. Verständlich, aber wirklich schade.
Am Donnerstag haben sie die erste Stunde in der Hundeschule :)
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Re: Problem mit Nachbars-Border Collie

Beitragvon Heike » 04.08.2009, 08:13

Tja , die Border. Scheint auch noch aus einer Arbeitslinie zu stammen. Viel Spaß.
Das ein Welpe seine spitzen Zähne zum Einsatz bringt ist normal, allerdings greife ich als Besitzer ein wenn ich der Meinung bin das es nun reicht. Das hat mein Hund zu akzeptieren und kann dieses auch lernen. Gerade der Hütehund zwickt und zwackt gern, was ja auch bei seiner Arbeit an der Schafsherde erwünscht ist. Border sind nicht immer witzig im Umgang mit anderen Hunden und werden gern, wenn sie nicht ausgelastet werden zu Raufern . Diese Hunde brauchen Kopfarbeit ohne Ende . Manch Border beginnt auch später die Familie, bzw. Kinder zu hüten , da brauch man sich nicht wundern, wenn die Kinder den Sandkasten nicht mehr verlassen dürfen .
Hoffe das dein Nachbar in eine gute Welpengruppe mit guten Hundetrainern kommt .

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