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Obedience

Tipps und Tricks zur Erziehung und Ausbildung des American Bulldog - ob zu Hause oder auf dem Platz

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Beitragvon LausitzBulls » 25.01.2011, 23:18

Was haltet ihr davon?
Unsere Hundeschule hier (die wir derzeit noch zur Welpenstunde besuchen) bietet das an. Mein Mann und ich sind uns uneins, ob das was für unsere Bully-Hündin ist (natürlich erst wenn sie "größer" ist). Was denkt Ihr? hat da schon jemand Erfahrung?
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Re: Obedience

Beitragvon Bulldogge » 25.01.2011, 23:37

Das ist sicher nicht verkehrt. Wobei jedoch der Punkt "Sozialverträglichkeit mit anderen Hunden" bei den Bulldogs hin und wieder ein echtes Problem sein kann.
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Re: Obedience

Beitragvon LausitzBulls » 26.01.2011, 05:59

Naja gut, deshalb gehen wir ja jetzt auch in die Welpenschulen und nehmen beim Gassi gehen wirklich jeden Nachbarshund mit.
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Re: Obedience

Beitragvon EverMoore » 27.01.2011, 15:26

Ob das wirklich so gesund ist für das Sozialverhalten? Wie läuft die Welpenschule ab? Also ich würde NIE WIEDER diesen Fehler machen. Habe mir damit mehr soziale probleme eingehandelt als mir lieb ist. Mein Hund ist andren gegenüber sehr dominant und übelst frech. Das geht spätestens dann ins Auge wenn sie an den falschen gerät. Ich denk das hätten wir uns ersparen könne wenn wir sie nicht in einer Welpengruppe angeleitet hätten "sowas unter sich auszumachen". Gibt aber sicherlich auch gute Gruppen, daher wie läuft das bei euch ab sind auch mal erwachsene Hunde dabei von denen die Welpen was lernen? Jeden Hund beim Spaziergang mitnehmen ist genauso riskant. Lieber nur ausgewählte wirklich vernünftige Althunde wo euer kleiner wirklich was lernt und immer beobachten. Nicht alles was nach tollem Spiel und Sozialverhaten ausschaut ist auch welches. Zudem lernt dein Hund ganz nebenbei das er mit jedem Hund spielen kann und wird mit der Zeit genau das nämlich fordern. Mit dem Resultat -was wir auch grad abarbeiten- das Hundebegegnungen and er Leine ausarten können weil Hund unbedingt spielen will und nicht versteht warum er nicht darf.

Wir haben da jetzt ein paar wichtige Regeln aufgestellt um den Umgang mit andren Hunden wir in geregelte Bahnen zu bekommen. ,
- Vor dem ableinen wird immer ruhig abgesessen, gezappel und gezeter wird ignoriert (kein nein, aus etc. stachelt nur noch mehr an)
- Nicht immer wird gespielt, gibt Tage da gehen wir einfach aneinander vorbei (auch am besten Freund)
- Keinerlei Kontakt mehr an der Leine (auch kein Begrüßungsschnüffeln)
Allmählich kommen wir vorwärts und arbeiten bei einer kritischen Distanz von ca. 500m an der Ansprechbarkeit unseres Hundes, alles was näher ist, geht gar nicht. Da wird sie zum Teufel höchstpersönlich und ist gar nicht mehr ansprechbar geschweige denn kontrollierbar. Wenn man sich die Distanz mal vorstellt, weißt du in etwa wie viel wir noch vor uns haben bis ein Nahkontakt reibungslos laufen kann. (sie ist nun 9 Monate alt) Wurzeln liegen da definiv in Welpengruppe und dem Rat: Der Hund muss mit jdem Hund spielen um Sozialverhalten zu lernen.
Das stimmt so nicht, gesundes Sozialverhalten kann Hund nur bei dem lernen der es selbst auch kann. Darum auch die Frage nach dem erwachsenen Hund in der Welpengruppe.
Also wehret lieber schon den Anfängen und vergiss mal den Gedanken das der Hund immer mit anderen spielen muss. Da gibts eventuell mehr Probleme als dir lieb ist weil er dabei was falsches lernt?




Obedience finde ich sehr anspruchsvoll. Wenn man einen Hang zum Perfektionismus hat umso mehr. Unterordnung in perfektion fordert jeden Hund und dessen Halter in jedweder Hinsicht. Beobachtungsgabe, Timing und Teamwork. Ohne geht das glaube gar nicht.
Liebe Grüße
Melanie & Enya
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Re: Obedience

Beitragvon LausitzBulls » 27.01.2011, 19:46

Der Einfluss in die zukünftige Sozialverträglichkeit an Hand von Kontakt mit anderen Hunden ist unabdingbar. Natürlich sollte das Spiel immer kontrolliert ablaufen. Notfalls ist es hilfreich, dass der Halter bzw. beide Halter reguliernd in das Spiel eingreifen. Der Hund soll doch damit eigentlich lernen, dass es auch andere Hunde gibt, die ggf. in einen Rang höher stehen. Somit wird einer ungesunden Dominanz vorgebeugt. Eine große Vielfalt im kontrollierten Kontakt mit anderen Hunden jeden Alters und Größe ist für eine gesunde Sozialverträglichkeit hat nach meiner Erfahrung bisher noch keinem Hund geschadet. Ganz im Gegenteil. Deshalb ist die Auswahl einer guten Welpengruppe zwingend erforderlich.

Leider muss ich dir widersprechen. Wie soll ein Hund lernen zu reagieren, dass es auch unverträgliche Hunde gibt und wie soll er lernen mit solch einem Verhalten umzugehen, wenn er nie Erfahrung mit einem solchen Hund hatte. Hierbei sollte natürlich ebenfalls die Kontrolle einer solchen Begegnung vom Hundehalter behalten werden.

Was in deiner Welpengruppe konkret schiefgelaufen ist weiss ich nicht. Ich glaube aber nicht, dass das von dir beschriebene verstärke Dominanzverhalten deines Hundes daher rührt. In den meisten Fällen eines solchen ausgeprägten dominanten Verhaltens ist der Einfluss und das Verhalten des Halters gegenüber dem Welpen in der Prägephase maßgebend . Wenn man die Aussage trifft, dass der eigene Hund von anderen lernen soll ist man am Pkt. Hundeerziehung vorbei geschrammt.
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Re: Obedience

Beitragvon Bulldogge » 27.01.2011, 19:59

@Lausitzbulls

Du (ihr) habt nicht viel Erfahrung mit Bulldogs oder? Der Grad zwischen "ich komme mit anderen Hunde klar" und "ich kläre Situationen auf meine Art" ist grad bei den Bulldogs mitunter äußerst schmal.

Und besonders häufig kann man beobachten, dass sich sich dahin mitunter vorbildliche Sozialverhalten mit dem Einsetzen der Pubertät beinahe ins Gegenteil umkehrt.

Wenn du mal die alten Hasen hier fragst, wirst du ganz schnell merken, dass reine Welpengruppen für einen Bulldog nicht unbedingt die erste Wahl sind. Und doch, der Bulldog lernt von anderen Hunden - und zwar sehr schnell. Daraus resultiert, dass schon der Welpe regen Kontakt zu adulten Hunden haben sollte. Welpenspiele sind wichtig, können beim jungen Bulldog aber ganz schnell Probleme bereiten, wenn er dabei lernt, dass er schon aus seiner körperlichen Überlegenheit heraus (und die bekommt er ganz sicher) den Ton angeben kann. Und grad beim lustigen Welpengerangel lernt der sowas ratzfatz.
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Re: Obedience

Beitragvon LausitzBulls » 27.01.2011, 21:35

Mit der Pubertät treten gewöhlich bei fast allen Hunderassen gewisse Verhaltensänderungen auf. Dies ist nicht rein auf eine Rasse spezifisch zutreffend. In meinem Beitrag habe ich explizit auf den Sachverhalt hingewiesen, dass in der Sozialisierungsphase der Hund mit Hunden jeglichen Alters und Größe Kontakt haben sollten. Ebenfalls war da erwähnt, dass bei den Welpenspielen der Einfluss mit den erforderlichen Reaktionen des Halters im Spiel erforderlich ist. Ich (wir) haben seit mitte der 90ziger Jahre Molossererfahrung und können uns selbst als erfahren Hundehalter bezeichnen. Der eigentliche Grundsatzgedanke in diesem Forum das Thema Obedience. Die hier aufkeimende Diskussion zur Sozialverträglichkeit geht etwas am ursprünglichen Thema vorbei.

Anzumerken sei hier, dass, wie ich beim lesen von verschiedenen Beiträgen auf dieser Plattform bemerkt habe, einige Mitglieder jede Gelegenheit nutzen um ihre Binsenweisheiten zu verbreiten und andere Mitglieder belehren wollen statt mit konstruktiven Beiträgen zum jeweiligen Thema aufzuwarten.
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Re: Obedience

Beitragvon Chanell » 27.01.2011, 21:51

@ Lausitzbulls

Fühlst du dich jetzt durch den Beitrag von Bulldogge angegriffen?
Das war mit Sicherheit nicht so gemeint.
LG Chanell
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Re: Obedience

Beitragvon Bulldogge » 27.01.2011, 21:54

LausitzBulls hat geschrieben:Mit der Pubertät treten gewöhlich bei fast allen Hunderassen gewisse Verhaltensänderungen auf. Dies ist nicht rein auf eine Rasse spezifisch zutreffend.


Nein, natürlich nicht rassesepezifisch aber beim Bulldog durchaus sehr gravierend in den Auswirkungen.

LausitzBulls hat geschrieben:Die hier aufkeimende Diskussion zur Sozialverträglichkeit geht etwas am ursprünglichen Thema vorbei.


Nein, geht sie nicht. Sozialverträglichkeit ist eine der fundamentalen Eckpunkte bei der Obedience. Und speziell in diesem Punkt kann es mit einem AB durchaus ernste Probleme geben.

Grundsätzlich ist der AB für eine Vielzahl von sportlichen Aktivitäten geeignet (körperliche Gesundheit vorausgesetzt). Man sollte dennoch daran denken, dass der AB nicht selten eben "anders tickt", als andere Rassen ...
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Re: Obedience

Beitragvon Bulldogge » 27.01.2011, 22:10

Bei Fragen zur Erziehung - insbesondere im Hinblick auf spätere Unterordnungsübungen im gehobenen Stil - sind sowohl Andrea (lennox) als auch Heike äußerst kompetente Ansprechpartner.

Andrea aus sportlicher Sicht (Lennox dürfte getrost als Vorzeigeobjekt "gehandelt" werden) und Heike aus Sicht eines sehr erfahrenen Züchters, der ausgesprochen viel Rassekenntnis besitzt und aufgrund der Arbeit auf dem eigenen Platz auch die Unterschiede zu anderen Rassen sehr gut verdeutlichen kann.

Denise dürfte mit größter Sicherheit auch einiges an Fachwissen beizusteuern haben.

Meine persönlichen Hundeerfahrungen sind eher marginal ... :roll: ... sind ja auch erst knapp 15 Jahre :D
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