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Obedience

Tipps und Tricks zur Erziehung und Ausbildung des American Bulldog - ob zu Hause oder auf dem Platz

Re: Obedience

Beitragvon EverMoore » 27.01.2011, 22:33

Vorab sollte man eventuell mal klären welche Absichten man denn bei Obedience verfolgen möchte. Hobby oder Wettkampfsport.
Dann kann man fachsimpeln und überlegen ob oder ob nicht. Im Wettkampfsport benötig, zumindest meinen Informationen nach, ein Hund eigentlich immer einen abgelegten Wesenstest nebt BH. Womit die Problematik mit der Sozialisierung also eine tragende Rolle spielen könnte, könnte und nicht muss.
Hobbymäßig braucht man das nicht unbedingt und kann in gewissen Punkten abstriche machen.
Grundsätzlich ist jede Rasse obediencetauglich, aber keinesfalls jeder Hund.



PS: ich bleibe bei meiner Meinung das ich Welpenspielgruppen in der Form wie wir sie erlebt haben nie wieder machen werde. Denn mein Hund hat eben dort gelernt das man andre dominieren kann und darf. (Eingreifen haben die Trainer konsequent unterbunden und wir waren am Anfang zu blauäugig um zu gehen) Ich hab nicht behauptet das der Fehler nicht auch bei mir gelegen hat. Ich würde rückblickend sagen da ist so einiges falsch gelaufen und würde Sozialisation mit Artgenossen beim nächsten Hund anders angehen. Nichts andres hab ch oben geschrieben. Eigentlichnix andres als du in deiner Antwort. Sorgfälig ausgewählte Hunde und kontrolliert nach dem weniger ist mehr Prinzip. Ist meine persönliche Meinung und ich wollte dir das keinesfalls ausreden oder schlecht machen. Jeder geht den Weg den er für richtig hält und ich akzeptiere sowhl deine Meinung als auch bin ich bereit immer wieder umzudenken und mein Handeln anzupassen als das ich starr auf etwas rumreite. Allerdings solltest du mir mit deiner Erfahrung auch zustimmen das man lieber einmal mehr vor falschen Gruppen warnen sollte, als zuwenig. Es gibt genug deletanten in Hundeschulen und auf Hundeplätzen. Von deiner großen und langjährigen Erfahrung wusste ich nichts und daher war das in keiner Weise ein Angriff meinerseits, wenn das so ankam sorry dafür. Ich habe es lediglich gut gemeint und wollte dir nicht auf den Schlipps treten.
Liebe Grüße
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Re: Obedience

Beitragvon LausitzBulls » 27.01.2011, 23:49

Wir wissen, dass AB zu einer Dominanz (oder Unverträglichkeit) gegenüber anderen Hunden neigt. Aus diesem Grund wollen wir dem, soweit möglich, entgegen wirken. Wie heute schon mehrfach in einem anderen Thread festgestellt, liegt das Verhalten des Hundes immer in der Verantwortung des Halters und nicht in der Eigenart der Rasse.
In der Welpenstunde ist auch zeitgleich eine adulte Spielgruppe. Zusätzlich haben wir 3-4 adulte Hunde, die wir regelmäßig treffen und wo gespielt werden darf. Bisher hat unsere Kleine auch meist den Kürzeren gezogen, weil sie z.b. in der Welpenstunde auch nur mit den größeren Welpen spielen darf, da die Besitzer der kleinen Rassen Angst um ihre Lieblinge haben :irre:
Wie gesagt, wir sind uns dem Problem der Sozialisierung bewusst. Daher auch die Frage, ob jemand bereits Erfahrung mit einem AB bei Obedience gemacht hat. Wenn, dann soll dies nur als Hobby ausgeübt werden, damit der Hund eben regelmäßig Kontakt zu anderen Hunden hat und gefordert wird.

Wir fanden es nur irritierend, dass wir quasi nach einer Lösung für das Problem mit der Sozialisierung suchen und die Antworten eher in die Richtung gehen, dass der AB eben nunmal so ist, man es so akzeptieren muss und eher von Maßnahmen abgeraten wird. Auf der anderen Seite wird in anderen Threads immer wieder darauf hingewiesen, dass das Verhalten des Hundes in der Verantwortung des Halters liegt :?

Da es nicht das erste Mal ist, dass wir hier ein blöde Antwort bekommen haben (nicht von Dir EverMoore), bitten wir auch darum wieder gelöscht zu werden. Wir hätten es auch selbst getan, aber nichts dazu gefunden. Danke.
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Re: Obedience

Beitragvon Bulldogge » 28.01.2011, 11:00

LausitzBulls hat geschrieben:Wir fanden es nur irritierend, dass wir quasi nach einer Lösung für das Problem mit der Sozialisierung suchen und die Antworten eher in die Richtung gehen, dass der AB eben nunmal so ist, man es so akzeptieren muss


Nun, dem ist aber nunmal recht häufig so. Da könnt ihr mir Binsenweisheiten vorwerfen, wie ihr wollt. Das werden euch ehrliche Bulldogger gern auch noch mal unabhängig von mir bestätigen. Der AB hat mitunter seine Eigenheiten, mit denen man einfach leben können muss. Bei vielen, die damit nicht leben bzw. umgehen können, landen die Hunde früher oder später im Tierheim oder werden weiter gereicht - Beispiele dafür gibt es zur Genüge ... leider. Und eine dieser Eigenheiten ist eben ein relativ schwieriges Sozialverhalten.

Nicht bei allen aber bei vielen.

LausitzBulls hat geschrieben:und eher von Maßnahmen abgeraten wird. Auf der anderen Seite wird in anderen Threads immer wieder darauf hingewiesen, dass das Verhalten des Hundes in der Verantwortung des Halters liegt :?


Natürlich liegt es in der Verantwortung des Halters - gar keine Frage. Und von Maßnahmen wurde auch nicht abgeraten. Es kommt vielmehr darauf an, die richtigen Maßnahmen zu treffen. Und eine reine Welpenspielgruppe ist leider sehr häufig keine ausreichende bzw. angemessene Maßnahme.

Niemand will euch eure Erfahrungen absprechen .. warum auch ... wir haben alle nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Nur leider zeigt die Erfahrung, dass viele plötzlich vor einem Problem stehen, wenn aus dem niedlichen Bulldogwelpen plötzlich ein kräftiger Bulldog geworden ist, der sich seiner selbst und seiner Möglichkeiten bewußt ist und sich dementsprechend aufführt. Wenn ihr euch die Zeit nehmen würdet und hier und in anderen Foren mal die Problemfragen lest, wird euch der rote Faden "Probleme mit der Sozialverträglichkeit" sehr schnell auffallen.

Das muss nicht bedeuten, dass es bei euch auch so sein wird - aber die Chance ist deutlich höher, als es bei anderen Rassen der Fall sein kann. Der immer wiederkehrende Hinweis, dass der Bulldog nicht für jedermann geeignet ist, dient nicht der Elitarisierung dieser Rasse, sondern spiegelt Jahrzehnte an Erfahrungen mit dieser Rasse wider.

Nicht wenige standen vor dem Problem, bereits gemachte Erfahrungen mit anderen Rassen zumindest überdenken zu müssen. Ich selbst musste diese Erfahrung machen. Und als ehemaliger Pitbullhalter kann ich von mir durchaus behaupten, (reichlich) Erfahrungen im Umgang mit sozialproblematischen Hunden gemacht zu haben. Die Erkenntnis, dass der Bulldog "anders tickt" und man hier ganz andere Maßstäbe ansetzen muss, hat mich und meinen Hund ein ganzes Stück vorwärts gebracht. Und Probleme hatten wir mehr, als uns lieb gewesen wäre.

Auch, wenn es jetzt den Rahmen zu verlassen scheint: wie schnell man dem "ich Chef, du nix"-Gehabe eines Bulldog Vorschub leisten kann, kann ich gern mal an einem Beispiel nennen.

Wir haben unseren Sandmann an einem Samstag vom Züchter geholt und waren schon am Sonntag mit ihm auf dem Platz. Welpengruppe mit ausgesuchten Junghunden und Adulten. In Form von Zweibeinern waren Jahrzehnte Erfahrungen in der Ausbildung und Arbeit mit Hunden auf dem Platz zugegen - jeden Sonntag.

Irgendwann haben wir mal hier ein Video eingestellt, auf dem zu sehen war, wie der kleine Sandmann lustig mit den anderen Hunden rumtollt. Alles ganz unspektakulär und vollkommen problemlos. Bis mich die Heike anrief und mir unmißverständlich erklärte, dass der kleine Herr Sandmann auf eine ganz eigene bulldogtypische Art bereits damit begonnen hatte, die restliche Hundemeute zu dominieren.

Keinem der Leute auf dem Platz (mich eingeschlossen) wären die "ganz speziellen" Gesten aufgefallen. Heike, als langjährige Züchterin, hat das aber sofort gesehen und mir dringend geraten, da deutlich gegen zu steuern. Und eine der Maßnhamen - um mal wieder zum Kontext des Threats zurück zu kommen - war, die Hunde auszusuchen, mit denen Sandmann in die Spielstunde ging.

Es gab auf dem Platz also fortan eine "normale" Spielgruppe und eine ganz speziell für Sandmann, die aus erfahrenen und vor allem körperlich mindestens ebenbürtigen Hunden bestand, die den Dicken auch mal kräftig zurück in die Spur brachten, wenn er über die Stränge schoss.

Das selbe haben wir von Anfang an mit Missy gemacht ... und weit weniger Probleme im Alter bekommen. Viel viel weniger!

Und selbst unser Übungsleiter, der in mehreren Jahrzehnten aktiven Hundesports viele viele Titel (VPG, Obedience, Agility, ...) mit seinen eigenen Hunden und mit Hunden, die er ausgebildet hatte erringen konnte, war sich nicht zu fein, mit Heike persönlich zu sprechen und sich Tipps zu holen, wie man Gesten und Verhaltensweisen eines AB deuten sollte.

Nun ist Sandmann sicherlich nicht das Maß aller Dinge und in einigen Punkten eher sehr "speziell" aber wenn man mal die Augen und Ohren in der Bulldogwelt auf macht und auch mal zwischen den Zeilen liest, stellt man schnell fest, dass dieses "Spezielle" nicht so selten ist, wie es zunächst den Anschein hat. Und nachdem ich (und ganz besonders ich mit meinen Erfahrungen mit anderen Hunden) gelernt hatte, auf diese Eigenheiten einzugehen und ihnen auch ihren Freiraum zu lassen, hat sich unser Problempotenzial auf ein sehr erträgliches Maß reduziert.

In dem Sinne ...
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Re: Obedience

Beitragvon EverMoore » 28.01.2011, 11:56

Ich fürchte zwar das Lausitzbulls das nicht mehr liest aber ich versuchs trotzdem nochmal, dem Hundi zuliebe..
Hundeerfahrung, Jahrzehnte oder sonst wie lang bewahrt doch keineswegs vor Fehlern. Ich denk das musste sich jeder schonmal eingestehen. Jeder Hund ist anders und manche Rassen sehr speziell. Ist es nicht dem Hund gegenüber viel fairer wenn man sich auf die Erfahrungen anderer Leute einlässt und zumindest in Erwägung zieht das es stimmen könnte und sein eigenes Handeln sicherheitshalber für Hund und Umwelt reflektiert und eventuelle Fehler besser früher als später erkennt? Es ist kein Zeichen von Schwäche oder Unwissenheit wenn man Leuten gehör schenkt die mit massiven Problemen konfrontiert waren ohne gleich Vorurteile zu haben weil der Hund vielleicht aufm Sofa liegt oder mit am Tisch sitzt (nur Beispiele) das bringt keinen weiter und schon gar nicht den Hund. Denn um den gehts ja hier, und nicht darum das dich einer als Unfähig abstempeln möchte?

Das Erfahrung nicht vor Fehlern bewahrt hab ich selbst erlebt, ich schaue auch auf eine Kindeheit und Jungend mit zich unterschiedlichen Hunden zurück. Dobermann, Husky, Schäferhund, auch kleinere Rassen.. war wirklich vieles vertreten und bei vielen hab ich einen wesentlichen Teil in der Erziehung miterlebt und auch teilweise selbst mit durchgeführt. Den Dobermann meiner besten Freundin haben wir zu zweit zu einem super verlässlichen Hund erzogen der wenns sein musste aber auch zupacken konnte (in einer Stadt in der teilweise mehr Russen als Deutsche wohnten war das sehr beruhigend wenn man als junges Mädel so einen Hund dabei hatte) Trotzdem sind mir bei meinem eigenen Hund nun die Anfängerfehler schlecht hin unterlaufen. Wenn ich nicht ins Grübeln gekommen wäre und mich intensiv mit andren ausgetauscht hätte, dann wäre ich heute noch keinen Schritt weiter als vor 4 oder nun schon fast 5 Monaten. (Bei uns begann der Spaß als sie 5 Monate wurde) Erfahrung ist was tolles wenn man sie teilt. Das ist der Sinn in Foren wie diesem. Leider fasst man geschriebene Worte oft ganz falsch auf. Ich hab nun schon öfter Leute verzweifeln sehen weil sie mit ihrem Hund nicht klar kamen und das obwohl sie 5 Hunde vorher hatten mit denen nie was war und dann kamen Leute die helfen wollten weil sie sich mit der Rasse auskennen und plötzlich tat sich dann was. Die Foren sind doch voll von Problemhunden und die Entwicklung in diese Richtung wird immer schlimmer? Es zieht sich doch durch alle rassen wie ein roter Faden, wenn man mal nicht auf den AB im speziellen schaut, Ich finde es nicht fair den Hunden gegenüber auf seine Erfahrung zu pochen und andre gut gemeinte Warnungen gänzlich zu ignorieren. So kamen deine Sätze hier nämlich rüber und ich kann eigentlich nicht glauben das du das so beabsichtigt hattest?

Bitte fühl dich nicht von mir angegriffen, ich will eigentlich nur wachrütteln weil ich es nun schon oft erlebt hab wie selbst erfahrene Leute scheitern wenn sie an einen Hund geraten der etwas spezieller ist (die derzeit immer beliebter werdenen Hütehunde sind da nämlich auch sone Geschichte und hier bei uns rennen davon jetzt immer mehr völlig durchgeknallte rum) und wenn einem dann beim beobachten die Fehler grad so ins Auge springen und man einen Rat geben will kriegt man einen Vortrag das man das schon immer so gemacht hat und wird im schlimmsten falls noch dumm angepampt. Da es mir aber ausschließlich um die Hunde geht, werd ich auch immer wieder versuchen die Leute wachzurütteln, wer weiß irgendwann schenken sie mir ja vielleicht doch mal Gehör..
Liebe Grüße
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Re: Obedience

Beitragvon Kalteschnauze » 15.02.2011, 12:08

Bulldogge hat geschrieben:Sozialverträglichkeit ist eine der fundamentalen Eckpunkte bei der Obedience. Und speziell in diesem Punkt kann es mit einem AB durchaus ernste Probleme geben.

Nun gut, es gibt auch echte Stinker, die Obedience machen - und gar nicht mal so erfolglos. Die stehen halt gut im Gehorsam und wissen, wie so ein Training oder eine Prüfung abläuft. Ist sozusagen "Arbeit mit ungeliebten Kollegen" :P

Ich find Unterordnung grundsätzlich eine gute Sache, man lernt halt zwangsläufig, wie man seinem Hund was beibringt, Gehorsam einfordert und ich denke, es ist auch gut für die Mensch-Hund-Bindung. Mal abgesehen davon, dass ein wirklich gutes "Fuß" einfach geil aussieht :mg:
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Re: Obedience

Beitragvon Lennox » 15.02.2011, 14:21

Nun gut, es gibt auch echte Stinker, die Obedience machen - und gar nicht mal so erfolglos. Die stehen halt gut im Gehorsam und wissen, wie so ein Training oder eine Prüfung abläuft. Ist sozusagen "Arbeit mit ungeliebten Kollegen" :P

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Re: Obedience

Beitragvon Kalteschnauze » 15.02.2011, 14:40

Die Dame des Hauses führt selbst nen ehemaligen Megastinker in Obi3 :D Ich bin nur der Fahrer :mg:
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