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Hundetrainer

Tipps und Tricks zur Erziehung und Ausbildung des American Bulldog - ob zu Hause oder auf dem Platz

Hundetrainer

Beitragvon Vanessa » 26.08.2009, 20:13

Habe heute mal nachgedacht wie das alles so Anfing mit Asmara hatten zu Anfang ein paar Hundtrainer und auch sehr sehr schlechte waren dabei..(Frolic Fraktion usw.)
Dann kam meine Überlegung... Was macht einen guten Hundetrainer eigentlich aus? Und vorallem wie wird man Hundetrainer laut Internet was man da alles so liest darf sich ja wohl jeder Hundetrainer nennen oder?!
Gibt es Schulungen oder Seminare die man als angehender Hundetrainer besuchen sollte oder sogar muss? Oder reicht ein einfaches "Praktikum" in einer Hundeschule?

Bin mal gespannt was für euch ein guter Hundetrainer ausmacht?! Oder ob es hier vielleicht sogar Hundetrainer gibt und ob bestimmte Ausbildungen nötig sind und wenn ja welche...
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht??

Na dann haut mal in die Tasten..

Lg
Vanessa
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Ich sprech mit ihm, wenn ich einsam bin, und ich weiß genau, er versteht mich. Wenn er mich aufmerksam anschaut und sanft meine Hände leckt: An meinem besten Anzug reibt er seine Schnauze- aber ich sag keinen Ton: Weiß Gott! Ich kann mir neue Kleidung kaufen, aber keinen Freund wie ihn!
(W. Daayton Wedegefarth)
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Re: Hundetrainer

Beitragvon kutte74 » 26.08.2009, 23:49

Mein Räubi war in jungen Jahren sehr, sehr anstrengend und die Erziehung hat mich viel Zeit und Nerven gekostet. Ach ja und viel, viel Geld! Für mich stand deshalb ziemlich bald fest, dass ich da professionelle Hilfe brauchen werde. Das war jedoch um die Jahrtausendwende zumindest hier in Potsdam ein sich (vorsichtig ausgedrückt) im Aufbau befindlicher Markt. Ich hatte keine Ahnung, an wen ich mich da wenden sollte. Also habe ich im Bekanntenkreis rumgefragt, da hatten ja auch genügend Leute Hunde.
Der erste Versuch ging gründlich nach hinten los, in wie weit die Dame mit der ich mich in Begleitung einer Bekannten und unserer Hunde mitten im Wald getroffen habe, eine Qualifizierung besaß, weiss ich gar nicht. Mundpropaganda halt. Das ging schon mit der zeitlichen Planung los, so war das Treffen viel zu spät und fand auch noch in einem Waldstück statt, dass für rege Wildschwein-Aktivitäten bekannt war (nur mir und meiner Bekannten nicht). So kam es auf dem Rückweg fast zu einer sehr unangenehmen Begegnung unserer Vierbeiner mit einem Rudel selbiger. Auch im Verlauf der "Unterrichtsstunde" machte die "Hundetrainerin" einen sehr inkompetenten Eindruck. Also war klar, es wird weitergesucht.
Mir fiel dann ein, dass am Rande des Wohngebietes in dem ich aufgewachsen bin, ein Hundeplatz betrieben wurde. Also hin da zum kiebitzen. Betrieben wurde und wird die Schule von den Grünbergs, bekannt durch die errungenen Weltmeisterschaften bei Hundeschlitten-Rennen. Ich nahm dann dort an einer Probestunde teil und war sehr zufrieden, also bin ich geblieben und habe es nicht bereut. Eine Qualifikation (also in Papierform) wollte ich nie sehen, ich war ja von den sehr schnell erzielten Ergebnissen extrem begeistert, hatte ich das doch im Vorfeld kaum für möglich gehalten. Daher kann ich nicht sagen, ob und wenn ja welche Eignungen die Trainer (alles Familienmitglieder) dort hatten und haben.

Ein regulärer Ausbildungsberuf im Sinne des Berufsbildungesgesetzes (BBiG) ist der Hundetrainer nicht. Auf der Seite BERUFENET der Agentur für Arbeit findet man unter der Bezeichnung Hundetrainer folgendes:

Die Tätigkeit im Überblick

Tierlehrer und Tierlehrerinnen trainieren bzw. dressieren Tiere, z.B. für artistische Vorstellungen, Film und Fernsehen, für den Einsatz bei der Polizei oder für die Bergrettung.

Tierlehrer/innen arbeiten z.B. für die Polizei, wo sie Polizeihunde und -pferde ausbilden. Auch in Hundeschulen, Tierpensionen sowie in Zoos, Tiergehegen und Zirkusbetrieben sind sie beschäftigt. Darüber hinaus können sie auch in der Filmwirtschaft oder in Tierheimen tätig sein.
Zugang

Um als Tierlehrer/in tätig zu sein, benötigt man üblicherweise eine Ausbildung in der Tierhaltung. Zugang finden z.B. Tierpfleger/innen.

siehe:http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=550

Die Situation hier ist vergleichbar mit der bei den Peronenschützern im Sicherheitsgewerbe. Es ist kein Ausbildungsberuf, man kann aber bei tausend verschiedenen Anbietern tausend verschiedene Zertifikate erwerben, die mitunter richtig Geld kosten. Inwieweit man mit diesen Zertifikaten dann was anfangen kann, hängt mit dem Bekanntheitsgrad der Ausbildungsstätte und sicher mit der persönlichen Vermarktungsstrategie und dem guten alten Vitamin B zusammen.
Wie es aussieht, wird aber auch hier in naher Zukunft einiges passieren. Den Anfang hat die IHK ja nun schon gemacht, indem sie den Hundefachwirt und die Fortbildung zum Hundeerzieher und Verhaltensberater anbietet. Der Bereich Freizeitwirtschaft, in dem die beiden Angebote angesiedelt sind, ist sowieso groß im Kommen.

Weiteres dazu hier: http://www.bulldogboard.eu/zeitung-fernsehen/http-www-maerkischeallgemeine-de-cms-beitrag-11585768-7249904-ihk-bietet-zweiten-lehrgang-zum-hundefachwirt-an-html-t10781.html

Persönlich denke ich, dass es aber noch Zeit brauchen wird bis sich die neuen Qualifikationen durchgesetzt haben und bis dahin die oben angesprochene Mundpropaganda noch entscheidend für die Wahl der Hundeschule sein wird. Vorstellbar ist für mich auch, dass dann analog dem Sicherheitsgewerbe (dort ist es der § 34a der Gewerbeordnung GewO) vom Gesetzgeber eine Mindestqualifikation zur Ausübung der Tätigkeit als Gewerbe vorgeschrieben wird.
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Re: Hundetrainer

Beitragvon Heike » 27.08.2009, 08:02

Der Beruf Hundetrainer ist ja nun mal leider nicht anerkannt . Es machen aber immer mehr private Hundeschulen auf , bei denen sehr häufig den Leuten auch mächtig viel Geld aus der Tasche gezogen wird. .
So manch Privater hat mal an einem Wochenendkurs teilgenommen , wenn überhaupt. Haben hier in der Nachbarschaft jemanden , der mal zwei Bücher gelesen hat und privat auf dem eigenen Gelände Welpen und Junghundeerziehung anbietet . Ältere Hunde werden nicht genommen, das traut man sich nicht zu. Sehr paradox, kann man doch gerade in so wichtigen Welpen und Junghundphase den Leuten schon durch Falscheinschätzung den Hund versauen.
Für mich ist ein guter Trainer jemand der Herz und Verstand für Hunde hat . Das kann man nicht lernen . Selbst eine gute Ausbildung bei Canis kann einem theoretisches Wissen vermitteln, aber nicht das Gefühl für ein Tier. Es gibt einfach Menschen die mehr Gespür für Hunde im kleinen Finger haben und sich nicht Trainer nennen, als so manche im ganzen Kopf ,die den tollen Namen Hundeausbilder tragen.

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Re: Hundetrainer

Beitragvon Michael » 27.08.2009, 09:23

da muss ich meiner gattin recht geben- uneingeschränkt.
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Re: Hundetrainer

Beitragvon Sabse » 27.08.2009, 10:16

Sehe ich wie Heike!
Das Gefühl fürs Tier muss einfach vorhanden sein!
Allerdings auch ein Gespür für Menschen, in meiner Hundeschule begegne ich immer wieder Hundehaltern, wo ich das Gefühl hab, die wissen einfach nicht wie, die können einfach nicht mit dem Hund umgehen!!!
Meine Aufgabe als Hundetrainer ist es den Menschen einen Weg zu ebnen, den sie mit Ihrem Hund artgerecht, liebevoll aber konsequent beschreiten können.
Ich kann sagen das es mir bislang auch ganz gut gelungen ist!
Erfolgserlebnisse dieser Art, wenn Hundehalter zu Dir kommen und sagen: Danke, ich hätte nie gedacht das es so einfach sein kann, erfüllen mich im hohen Maße!!!
Ich finde es am wichtigsten das der Trainer immer am Menschen ist, ihm die Hundesprache näher bringt!
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Re: Hundetrainer

Beitragvon Michael » 27.08.2009, 10:26

:respekt:
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Re: Hundetrainer

Beitragvon Devil » 05.09.2009, 22:32

im internet kann man so einige trainer finden. leider kann man nur sehr wenig über deren qualitäten erfahren. die meisten profilieren sich mit hunden die von vornerein eine gewisse arbeitsbereitschaft mitbringen.
die wenigsten kommen mit problemhunden klar.
ich finde es erst mal wichtiger sich mit den jeweiligen ausbildungsmethoden auseinanderzusetzten. jeder sollte sich entscheiden was er überhaupt von sich und seinem hund erwartet und dementsprechend seine suche nach hilfe gestalten. um dem hund ein gewisses grundgehorsam beizubringen muß mein kein großer künstler für sein. um einen hund in perfektion zu bringen so das es ihm auch noch spaß macht da sieht die sache schon anders aus. vorallem wenn man es mit rassen wie bulls oder so wie in meinem falle rottis zu tun hat.
zu jeder ausbildungsmethode gibt es unterschiedliche meinungen. viele wege führen nach rom. das wichtigste dabei ist aber das der jeweilige hundebesitzer mit der methode klar kommt und diese für sich auch dauerhaft für sich verinnerlicht. man sollte sich mit hundesportler unterhalten die schon auf meisterschaften geführt haben. die meisten haben moderne ausbildungstechniken oder können zumindest gute empfehlungen geben wenn man eine vorstellung hat mit welcher methode man arbeiten möchte.
gruß
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Re: Hundetrainer

Beitragvon Pancho » 26.10.2009, 11:58

Was macht einen guten Hundetrainer aus? Ja das habe ich mich auch schon oft gefragt, bevor ich bei meiner jetzigen Trainerin gelandet bin.

ich finde, ein Trainer sollte zumindest schon mal mit seinen eigenen Hunden klar kommen. So lange er die nicht im Griff hat ist er für mich nicht kompetent.
Dann sollte ein Hundetrainer jede Rasse, jeden Hund und jeden Menschen individuell sehen, fördern und Ausbilden.
Nicht jedes Hund - Halterteam kann gleich behandelt werden.
Der Trainer sollte auch auf spezielle Fragen, auch während einer Stunde mit mehrern Leuten eingehen können.

Er sollte die Hundesprache perfekt können und sie mir vermitteln. Mich und meinen Hund während einer Übung genau beobachten und analysieren. Was habe ich in dem Moment falsch gemacht und warum, was hätte ich anders machen solen und warum.
Schließlich will ich es ja lernen, da muss man es mir doch genau erklären.
Und das wichtigste für mich ist inzwischen, Keine Leckerchen und kein Spielzeug in der Unterordnung. Für Dressurarbeiten ja, für respektierendes Verhalten nein.

jenachdem, was man halt mit seinem Hund machen möchte.
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