Moin!
Michael hat geschrieben:Gute und qualifizierte Hundeschulen sind ein MUSS, sowohl für den Halter als auch für den Hund.
Darf ich da nach dem Grund für das MUSS fragen?
Ich mein mit Blick auf den Halter geb ich Dir Recht, da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren. Der Witz ist, das ich eigentlich überhaupt nichts gegen
gute, qualifizierte Hundeschulen habe. Ganz im Gegenteil. Wir haben das seinerzeit auch gemacht und sind in die Hundeschule gegangen. Wobei ich da dann sagen würde, das der Begriff eher Hundehalterschule sein müsste. Denn der Hund lernt in einer Hundeschule meiner Ansicht nach tatsächlich nichts wesentliches, was er zu Hause nicht viel besser lernen kann. Von ein oder zwei Stunden die Woche gemeinsam mit zehn bis zwanzig anderen Hunden - da kommt nix bei rum. In einem Einzel- bzw. Individualtraining sieht das ganz sicher anders aus.
In einer
guten, qualifizierten Hundeschule lernen meiner Ansicht nach zunächst mal nur die Hundehalter etwas. Das an sich ist viel Wert.
Michael hat geschrieben:Eine gute Hundeschule nimmt einen Welpen eh erst nach den Impfungen- also ca. mit der 12.Woche.
Genau da sehe ich das Problem. Die meisten Hundeschulen nehmen Welpen schon mit acht Wochen auf. Bringt ja Taler. Und ob die Schule gut oder eher lausig ist steht leider nicht an der Tür.
Die Leute rennen also mit ihren Puppies mit acht Wochen in eine Hundeschule zur Welpentobegruppe. Weil ihnen jeder erzählt: Hundeschule ist ein MUSS. Das ist aus meiner Sicht jedoch fatal. Denn ich bin eben überzeugt, das ein Welpe mit acht oder zehn oder auch zwölf Wochen da noch nichts zu suchen hat. Erst nach der Eingewöhnung im neuen Zuhause und einer festeren Bindung an die künftigen Leitfiguren ist eine Schule welcher Art auch immer sinnvoll. Das heißt jedoch nicht, das nicht bereits vorher zu Hause trainiert und geübt werden soll. Wie an anderer Stelle schon gesagt: Erziehung findet immer statt. Nicht nur am Sonntag in der Hundeschule.
Michael hat geschrieben:Ich könnte kotzen wenn dann die Leute mit 12 Monaten zu uns kommen und uns erzählen dass
der Welpe ja eigentlich erzogen ist, aber bla, bla, bla.....
Ich kenne sowas auch. Ganz übel.
Und noch schlimmer finde ich die Leute, die einen zweijährigen Hund haben mit dem sie fast ihr ganzes Leben jeden Sonntag in die Hundeschule rennen. Dieser Hund hört kein Stück und ist aggressiv wie Sau. Bindung an die Besitzer? Gleich Null. Leider kein Einzelfall. Hier rennen Leute mit einem Olde Bulldog rum (bildschöner Rüde...) der wird am Stachelwürger geführt. Weil die Hundeschule gesagt hat, das man "solche Hunde" anders nicht handeln kann
Da sag ich nur: Hauptsache Hundeschule.
Michael hat geschrieben:Tatsache ist das selbst erfahrene Hundesportler einen Welpenkurs besuchen.
Das ist für mich kein Qualitätsmerkmal, sorry. Seit mir erfahrene Hundesportler erklärt haben, das ihr fünfmonatiger Rüde ihnen durchaus noch den Arm blutig beißen darf weil er das ja "für den Trieb" braucht hab ich da ohnehin meine ganz eigene Meinung zu.
Michael hat geschrieben:Gerade für Listenhunde ist eine früh einsetzende Erziehung und Vorbereitung auf den Wesenstest
unabdingbar. Beim Hund gilt wei beim Menschen: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr."
Ich glaub, in dem Punkt sind wir uns restlos einig.
Michael hat geschrieben:Eine gute Hundeschule macht nicht nur Praxis sondern auch Theorie, also alles Probleme um den Hund
und seine Haltung. Dort bekommt man Tips und Ratschläge wie der Hund zu erziehen ist, wo seine und
des Halters Probleme sind etc. pp. Tips meist auch um ales was Hundehaltung angeht.
Ich sag doch: Hundehalterschule. Nicht Hundeschule.
Michael hat geschrieben:Darüber hinaus ist ein richtiger am.Bulldog kein Schoßhunde und schon garnicht zu erziehen wie ein Malli oder Labrador.
Auch da sind wir uns einig. Passt doch
Michael hat geschrieben:Ich kann eure Meinungen nicht teilen.
Also einen Teil Deiner Meinungen teile ich schon. Nur eben nicht alles. Aber das ist auch okay.
Wär ja schlimm wenn alle einer Meinung wären
LG,
Mathias.