Ich versuch mal zu antworten, ohne das es oberleherehaft klingt. Wenn doch: es ist nicht beabsichtig!
diggerdiva hat geschrieben:wie kann man ohne konservierungsstoffe denn dann alles haltbar machen
Ein Großteil der Konservierung bei Trockenfutter (bleiben wir mal jetzt dabei - Nassfutter ist ein ganz anderer Schauplatz) wird in der Tat durch die Trocknung erreicht.
Deswegen meine Frage, ob sie Knäckebrot verträgt. Knäckebrot ist auch nichts anderes, als normales Brot, welches auf eine Restfeuchte von unter 10% getrocknet wurde (normales Brot hat einen Feuchteanteil von ca. 60% - je nach Sorte).
Die Zutaten im Trockenfutter werden je nach Hersteller bis zu unter 5% getrocknet und dann in der Tat als mehl verarbeitet. Das hat zum einen sicherlich Gründe, die bei der Verarbeitung zu suchen sind, zum anderen aber einen unschlagbaren Vorteil: minimale Anfälligkeit gegenüber oxidativen Prozessen (zu deutsch: Vergammeln).
Die Konservierungsstoffe im Trofu sind in erster Linie auch dazu da, damit die Fette nicht oxidieren (vergammeln, ranzig werden, ...) - Vitamine, Minerale, pflanzliche Teile werden nur sekundär konserviert.
Jetzt speziell zu deiner Frage: natürlich sind Konservierer drin. Nur eben keine chemischen, sondern rein natürliche Substanzen. "Ohne Konservierungsstoffe" meint nicht gänzlich frei von Konservierern, sondern gänzlich frei von
chemischen Konservierern.
Das bestimmte Pflanzenextrakte in der Lage sind, den Oxidationsprozess des Fettes zu verhindern, wussten schon die alten Ägypter. Ihre ganze Mumifizierungstechnologie basiert auf diesem Wissen. Und glaub mal, die hatten noch keine Chemielabore ala BASF oder BAYER.
Die Natur selber setzt diese Stoffe ein. Also warum sollen sie dann nicht in einem Trockenfutter eingesetzt werden?
diggerdiva hat geschrieben:!!na klar wird eingekocht!allin die konsistenz des nassfutters entspricht neimals mehr normalem fleisch!ich lach mich immer halb kaputt wenn die schreiben dass es frisches fleisch nur ist was in der dose drinnen ist!!
In der Dose sind in der Regel Innereien drin. Und meist sind sie durch den Wolf gedreht.
Das das keine ganzen Stücken drin sind, ist genau dem Umstand geschuldet, dass eben nicht gekocht wird.
Die Dose wird in der Tat kalt abgefüllt, geschlossen und läuft durch einen Autoclaven, wo sie entweder mit heissem Wasserdampf oder mit heissen Nieselregen bedampft bzw. beregnet wird.
Das geschieht einzig und allein zum Abtöten von Keimen. Deswegen sind solche Produkte auch Jahre haltbar. Sauerstoffentzug verhindert Fettoxidation (Oxidieren = Reagieren mit Sauerstoff), Keimtötung verhindert Schimmelbefall etc.
Lass dir mal einen Rindermagen, ein Stück Lunge und ein Stück Leber von deinem Fleischer zusammen durch den Wolf drehen - das sieht exakt so aus, wie das, was bei unserem Hersteller in der Dose ist. Versprochen!
diggerdiva hat geschrieben:und mal ehrlich wie wird denn das trockenfutter haltbar gemacht???muss ja irgendwie gehen!!wenns nur getrocknetes fleisch wäre dann würde es nicht solche brocken geben also auch anders aussehen!!
Siehe oben!
diggerdiva hat geschrieben:es besteht aber irgendwie mehr aus pulvern,hat mit fleisch ja gar nichts mehr zu tun!ich kann mir nicht vorstellen wenn ich tag ein tag aus austronautenfutter essen würde dass das gesund wäre!!oder egal von mir aus das knäckebrot und sonst nichts anderes!!
Entzieh deiner Barfmahlzeit mal ihr gesamtes Wasser. Was da übrig bleibt, verreibst du zwischen den Handflächen. Was hast du dann? Richtig! Mehl bzw. Pulver. Ist das jetzt plötzlich schlechter als das Original? Wenn ja, warum?
Ganz ernshaft

diggerdiva hat geschrieben:ich sehe bei barf einfach mehr abwechslung und individualität in der zubereitung des futters!!
Das ist in der Tat ein großer Vorteil dieser Ernährung. Da hast du meine volle Zustimmung. Obwohl eine gewisse Kontinuivität bei der Futtergabe bezüglich der Grundzusammensetzung sehr von Vorteil ist. Je länger eine Zusammensetzung gefüttert wird, desto effektiver wird das Angebot verwertet.
diggerdiva hat geschrieben:was mich auch aufregt!einmal ist das futter gut und der nöchste nein blos nicht da ist dies und das!jahrelang war eukanuba gut ,auf einmal wars krebserregend,markus mühle nen super futter ,und nan halbes jahr später das meiseste aus irgenwelchen gründen!neuste futtersorte die erst soooooo toll war(und ja das war das einzigste was diva auch vertragenn hat weils eben nur halbtrocken ist)und nun auf einmal grosse katastrophe plastik im futter!!
Darf ich mal ganz vorsichtig fragen, wer solche Dinge verbreitet? ist dir schonmal aufgefallen, dass solche Aussagen in der Regel von "normalen" Verbrauchern kommen? Wie informiert sind die in der Regel? Geh mal von dir selbst aus. Was ist eine Extrusion bzw. wie funktioniert ein Extruder? Wozu ist der überhaupt gut? Was ist ein Autoclav? Wie hoch wird das Trockenfutter erhitzt? Wie kommt das Fett in die Krokette? Warum hat sie solch eine Form? Wie bekommt Frolic die rote Farbe da rein?
Und jetzt mal genauer: WELCHER Bestandteil im E löst Krebs aus? Ist das wissenschaftlich bewiesen? Gibt es empirische Studien? Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, damit E Krebs auslöst (nicht jeder Raucher bekommt Lungenkrebs - nicht jeder Lungenkrebstote war Raucher!)?
Usw.
Das Internet ist ein leider zu sehr unterschätztes Machtinstrument. Da machen "Gerüchte" die Runde in einer Geschwindigkeit, die unvorstellbar ist. Da werden aber auch Gerüchte in der selben Geschwindigkiet zu Fakten, zu Weisheiten und schlussendlich zu Glaubensgrundsätzen.
Aber das wenisgte von dem, was da die Runde macht, ist wirklich beweisbar und wissenschaftlich haltbar. Das liegt zum großen Teil daran, dass meist Laien am Werk sind, die bestenfalls gefährliches Halbwissen haben.
Ganz ernstahfte wissenschaftlich korrekte und anerkannte Werke zu dem Thema gibt es ganz ganz wenige im Internet. Offline in Form von Büchern, Broschüren oder Disertationen gibt es hunderte oder tausende hoch interessante Studien, Beispiele, Forschungsarbeiten, etc.
Aber die finden weder den Weg ins Internet, noch in Internetforen und auch nicht auf wichtig aufgezogene Webseiten (siehe dein Link zur "Futterlüge").
Und bitte nicht falsch verstehen! Die finden zurecht den Weg in die breite Masse nicht. Mit diesen Infos können wirklich nur profis was anfangen. der normale Hundehalter wäre damit ganz einfach überfordert.
Ich beschäftige mich seit Jahren allgemein mit dem Thema und seit zwei Jahrer sehr sehr intensiv. Ich kratze nur ganz oberflächlich an dem, was an Wissen notwendig wäre, um die ganzen Prozesse wirklich begreifen zu können.
diggerdiva hat geschrieben:ich denke deine schlechten erfahrungen beruhen darauf dass dus nicht lang genug durchgezogen hast um den hund wirkich drauf einzustellen!ich bin mir sicher du wüdest heute auch positiv reden!!
Ich hab gar keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ganz im Gegenteil. Ich denke, der Hund verdankt dem Barfen wenn nicht sein Leben, dann wenigstens ein gutes Stück Gesundheit und Lebensqualität.
Und 4 Jahre sollten ein ausreichend großer Zeitraum sein
Und genau aus der Position heraus, dass ich zum einen relativ gut über das Barfen bescheid weis und zum anderen auch einen angenehmen Durchblick beim Trockenfutter habe, kann ich in der Tat sinnvolle Vergleiche anstellen.
Nochmal: kein Wort gegen das Barfen, mit keiner Silbe. Aber ein klares veto, wenn es darum geht, eine Ernährung schlecht zu reden, mit der Millionen Hunde wunderbar zurecht kommen. Und ein noch deutlicheres Veto, wenn dazu noch Gruselmärchen, Stammtischweisheiten, Räuberpistolen und halbgegartes Pseudowissen herangezogen wird bzw. werden.
Und die Seite, die du hier verlinkt hast, strotzt vor solchem Halbwissen. Geschickt verpackt. In der Tat. Und rechtlich sauber, weil auf jegliche angreifbaren Fakten verzichtet wird. Aber dennoch Halbwissen bzw. Halbwahrheiten, die in ihrer Gänze aber bei einem gewollten Publikum auf offene Ohren und fruchtbaren Boden stoßen.
Wie eben offenbar bei dir
...
btw. die von dir angesprochene Kosmonautennahrung ist eine der effektivsten Ernährungsformen, die die Menschheit kennt. Die NASA gibt für die Entwicklung Milliarden Dollar aus. Ich wäre froh, wenn ich solch eine Nahrung zur Verfügung hätte.
Du hast ein denkbar schlechtes Beispiel gewählt
