diggerdiva hat geschrieben:arschlöcher gibts nunmal überall!!
Soso...mein Opa war also ein Arschloch, blos weil das bisschen, was nahrhaft war, auf den Tisch der Familie und nicht in den Napf seiner Hunde gelandet ist.
Du lehnst dich ganz schön weit aus dem Fenster, meine Liebe!
Und eine Futterumstellung bringt immer eine Veränderung beim Hund und die ist umso deutlicher, je länger das andere Futter schon gefüttert worden ist.
Das hat aber nicht primär was mit einer angeblichen! Entgiftung zu tun, sondern mit den Schwankungen bei der Verdauung und dem Einhergehen dann mit einer hormonellen Schwankung.
Was denkst du, warum Lamm & Reis - Produkte so prima funktionieren, wenn Unverträglichkeiten auftreten? Versuch das mal mit einem Hund, der bereits an Lammfleisch gewöhnt ist (was die meisten Hunde eben nicht sind, weswegen Lammprodukte so gut funktionieren) - da wirst du fast gar keine Veränderungen feststellen.
Das ist ein ganz feiner Trick, den auch ich bei meinen Kunden (richtig gelesen! du schreibst hier grad mit einem, der mit Hundenahrung seinen Lebensunterhalt verdient und ganz nebenbei seit Anfang des Jahres zertifizierter Ernährungsberater für Hunde ist) gern mal aus dem Hut zaubere.
Da sind Kausalitäten am Werk, die der geneigte Barfer gern mal auf die falsche Fahne schreibt. Wie vieles andere auch, will ich anmerken.
Im Gegensatz zu den vielen tollen Storys, die man unter den Barfern so gern erzählt, sind die meisten Fakten der Trockenfutterindustrie tatsächliche Fakten, die wissenschaftlich bewiesen sind.
Die Hunde leben definitiv gesünder seit der Professionalisierung der Ernährung. Herzkrankheiten sind weniger geworden. Verfettung ist wesentlich seltener ein Problem, als noch vor 20 Jahren. Man hat sogar festgestellt, dass der alte Hund ein wesentlich besseres Gebiss hat, als "früher". Usw. usf.
Klar ist eine frischernährung nicht schlecht - unsere beiden bekommen auch regelmäßig frisches. Aber mir würde im Traum nicht einfallen, dem Futter nun alle Probleme in die Schuhe zu schieben.
Dazu müssten die Hunde in einem Reinraum leben, abgeschottet von jeglichem Umweltgift und jeglichen Keimen und Erregern.
Aber ist schon klar ... Hunde, die gebarft werden, fangen sich an der "frischen" Luft keine Gase ein, sammeln im Wald keine Bakterien, Sporen und Pilze ein und saufen auf der Strasse kein Wasser aus Pfützen, durch die vorher der halbe Feierabendverkehr gefahren ist und in denen Wasser ist, dass beim Abregnen vorher Feinstaub aus der Luft gewaschen hat.
Die Umweltzonen sind ja aus reiner Schikane eingerichtet worden und Smok ist nur für Menschen gefährlich. Gebarfte Hunde sind perse immun gegen solche Umwelteinflüsse. Wenns denen vorher schlecht ging, dann nur, weil die ganze bösen Futterhersteller alle gegen geltendes Recht verstossen und ganz furchtbar giftige Sachen in das Futter kippen, nur damit dann der Barfer seinen Hund entgiften kann. Mann, Mann, Mann ... ein bisschen gesunder Menschenverstand!
Die Welt ist keine Scheibe und die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Sonnensystems!
Ich geb dir gern mal die Telefonnummer von unserem Tierarzt. Den kannst du mal über seine Verwunderung interviewen, als er feststellte, dass Sandmann nach der Pilzbehandlung nicht entgiftet werden musste (weil er in der tat mit sehr heftigen Pilzmitteln behandelt worden ist), weil sich innerhalb von wenigen Tagen sein Blutbild vollkommen normal war. Und frag ihn auch gleich mal, was er darüber denkt, dass die sauteure Pilzbehandlung im Endeffekt gar nichts gebracht hat aber ein kontinuierliches Verabreichen von hochwertigem Trockenfutter sein Immunsystem so aufgepeppt hat, dass er ganz alleine mit dem Pilz fertig geworden ist und nunmehr seit einem jahr gar nichts mehr dergleichen gezeigt hat.
Liegt alles daran, dass er durch das Trockenfutter dermaßen vergiftet ist, dass der Pilz an dem Gift eingegangen ist.
