Hallo an die Züchter und Junghunde Besitzer. Ich möchte hiermit einfach mal zum öffentlichen Meinungsaustausch aufrufen.
Aktuell beschäftigt mich die Frage wie sehr ein Produkt im Bereich Kalzium für wachsende Hunde gefragt sein könnte und vor allem wo hier der Anspruch liegt.
Hier mal paar Hinweise zu meiner Einstellung, mag ein wenig schroff klingen ist aber nicht so gemeint.
Mich interessiert in Bezug auf ein Produkt weder der Mondkalender, noch eine esoterische Aussage wie die Kraft der Edelsteine, oder das Pippi Langstrumpf Taka Tuka Land.
Es geht einzig darum was funktioniert wirklich und zwar nicht in Bezug einer kernigen Marketingaussage, sondern nachweisbar und belegbar in bester Laborqualität.
Wenn ich mich durch die Wirren der Futtermittel arbeite, besonders in Hinsicht auf „gesundheitsunterstützende“ Produkte, so stelle ich fest, hier wird mehr Wert auf Marketing denn auf Fakten gelegt. Alles was super toll klingt und irgendwo mal in einer Wellnesszeitung oder im Reformhaus auftaucht/e, möglichst noch mit einem esoterischen exotischen Werbehintergrund wird für toll befunden und sehr wenig in Frage gestellt.
Wir alle als Hundehalter sind, egal ob nun Züchter oder Besitzer, wenig erfreut wenn es unseren Lieblingen nicht gut geht.
Wir scheuen keine Kosten und Mühen um unseren Familienmitglied ein angenehmes Leben zu bereiten. Oft wird man hier werbetechnisch „verarscht“ oder besser „neurolinguistisch programmiert“.
Betrachte ich sogenannte Calciumprodukte für den Knochenaufbau, so fällt auf das hier zum einen sehr häufig weder ein endgültiges Konzept vorliegt, noch das es sich dabei um wirklich gut lösliche und damit verwertbare Verbindungen handelt.
Mit dem Konzept meine ich, das der Knochenstoffwechsel nicht nur und ausschließlich von dem Mengenelement Calcium abhängig ist, hier ist zu bedenken, ein jeder „Spieler“ hat einen „Gegenspieler“.
So brauchen wir für die Knochen einen ausgewogenen Mix in Bezug auf Calcium, Phosphor und Magnesium.
Ich habe noch nichts gefunden was diese Voraussetzungen erfüllt.
Gleichzeitig werden unter dem Deckmantel „Bio“ zum Teil unglaubliche Sachen angeboten. „Bio“ ist kein Qualitätssiegel, sondern eher ein Marketingbegriff. Ein Hundehaufen ist auch Bio. Ob ich Ihn nun verfüttern würde, ………
Es geht wenn dann um die Bioverfügbarkeit, jedoch ist nicht jeder „Bio-stoff“ wirklich gut bioverfügbar. Aus Muschelkalk wird irgendwann Marmor. Knochenmehl ist nicht wirklich sehr bioverfügbar. Algenprodukte insbesondere die landläufig angebotene Braunalge etc. ist im Fachjargon Fischereibeifang und nicht immer wirklich ein kontrolliertes Futtermittel. Algen sind wenn sie nicht isoliert gezogen wurden, häufig mehr oder minder stark verunreinigt, sie gieren förmlich danach Schwermetalle und diverse Gifte zu binden. Damit sind sie genau so befähigt diese Stoffe freizusetzen, wie sie die Möglichkeit haben sie zu speichern. Wenn ein vorbeifahrender Tanker gerade mal seine Tanks gespült hat, so ist die Alge der erste Verwerter.
Es gibt seit einiger Zeit in Bezug auf Knochenbrüche eine nachweisbar positive „Therapie“ für die bessere Heilung, die Calciumtherapie. Übrigens bei Mensch und Tier. Sie funktioniert sogar bei Rennpferden und Trabern. Und wer das kennt, der weiß da fliegen die Fetzen.
Man bedient sich hier aber nicht eines Biofuttermittel Calciumproduktes ala Eierschale oder Knochenmehl, sondern einer extrem hoch bioverfügbaren organischen Verbindung. (mit Namen komme ich erst dann, wenn das Produkt fertig ist oder gewünscht sein sollte).
Es ist technisch machbar ein solches Produkt als Nahrungsergänzungsmittel für die großflächige Anwendung besonders im Bereich Zucht und Wachstum zu produzieren. Vor allem und gerade auch unter Berücksichtigung der „Gegenspieler“ wie Magnesium und Phosphor. Man kann so ein Produkt also in „Balance“ bringen.
Das ist zwar im Bereich der Futtermittel nicht gewünscht, da man hier über das Marketing gerne immer einzelne Zutaten verkauft, schließlich lebt man von vielen Produkten.
But I don`t give a f…k.
Im Namen des Hundes wäre es sinnvoll, im Namen des Firmenmarketings für einen Großkonzern eher nicht, da man hier gerne an Ersatzteilen verdient.
Meine Frage an Euch, welche Ansprüche stellt Ihr an ein Produkt und wenn es solch ein Produkt gäbe, würdet Ihr es verwenden?
Natürlich taucht hier immer die Kostenfrage auf. Dazu aber so viel, alles was nicht richtig funktioniert ist zu teuer und es wirft Folgekosten auf. Dinge die richtig funktionieren kann man sehr oft deutlich geringer dosieren und damit nivelliert sich der Preis auch wieder.
Wie heißt es so schön? Pay now or pay later.
In diesem Sinne, ich freue mich auf eine lebendige Gedanken anregende und konstruktive Diskussion.





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