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American-Bulldog-Zucht - ein (kritischer?) Gedanke dazu

Die aktuelle Zucht des American Bulldog und die zukünftigen Zuchtziele

Beitragvon Brezel » 23.05.2007, 15:22

Nja..ich glaube auf diesem Board geht es im allgemeinen nicht vielen um Macht, Punkte und Pokale..
Aber ich finde es auch sehr heftig wenn man erst fragt ob man eine Geburt sehen darf und dann hinterher schreibt das man sich nur davon überzeugen wollte das die AB´s eh nicht natürlich gebären. Da weiß man wieder warum man sich in der AB Welt so vorsehen muss, denn wenn dann was schief gegangen wäre...ohweia..dann wären es die bösen von Avalon´s oder welcher Züchter auch immer!!!

Klar gibt es viele übertriebene Hunde, die man so nicht züchten sollte aber da diskutiert ihr hier mit den Falschen!!!

Und wenn ich die Aufzucht von Muffin betrachte(wo nur TtoFu) zugefüttert wurde und wo Jami nur mit den Welpen allein war.
Was habe ich jetzt davon, einen sozial unsicheren Hund, der Angst zeigt und Allergien auf all möglichen Scheiß hat.. Dann lieber Tartar..

Für das durchbringen von Welpen bin ich auch nicht..aber das hat mit dem zufüttern nix zu tun!!
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Beitragvon Peppi » 23.05.2007, 15:45

Heike, das hast Du falsch verstanden, bzw. habe ich mich falsch ausgedrückt:

Ich bin nunmal der Ansicht, dass ein gesunder Hund ohne Hilfe, ohne "meine Zufütterung" die Welpen gross bekommt. Und das auch ohne Rotlichtlampe und ohne Tatar. Bzw. das ich dies immer als Instrument nutzen würde um zu selektieren, welcher Hund in Zukunft überhaupt der Rasse dienlich sein könnte. Für mich ist das die Wurzel zu gesunden Hunden.

Das was ich sagen wollte war, dass ich mir selber ein Bild machen sollte (wie seinerzeit von Angelika angeregt) und ich mich überzeigen wollte, dass diese Art der Geburtshilfe nicht mit meinen Vorstellungen übereinstimmt - quasi damit mir keiner vorwerfen kann - ich wäre nie dabei gewesen. Welpen knuddeln war nie wirklich meine Absicht. Mich hätte interessiert, wie die Welpen aufgrund von Zeigen natürlicher Reflexe "bewertet" werden (Erb-/Erwerbskoordination).

Wie Dein Mann sich aber zu Themen äussert, die mich interessieren und ihn halt nicht (obgleich er sich "live" anders äusserte), hat mir aber wirklich die Lust verdorben. Da bleibe ich wie Du sagst lieber in meiner Welt.

Welche von unseren Welten allerdings die grössere oder kleinere, realitätsnähere oder fernere ist - finde ich jedoch vermessen von Dir zu bewerten.

Und wenn ich dann irgendwann mal tatsächlich an den "Alpharüden" gerate und er generell "dominant" wird, dann kann ich ihn doch mit der "Alpharolle" auf den Rücken werfen! :respekt:

Darüber hinaus glaube ich nicht, das man ein Haustier über die Fütterung auf den Menschen "prägen" MUSS. Das macht man bei Wildformen.

Brezel, dass die Allergien daher rühren - glaube ich nicht! Und das man erst Tatar füttert und später Trofu - das ist neben paradox auch dekadent - AUCH weil es vermenschlicht! Ansonsten solltest Du bei Deiner inhaltlichen/fachlichen Kritik keine Ausnahmen machen (generell).

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Schatz, hast Du mich gestern nicht was gefragt? Das gebe ich jetzt aber zurück! :girlboy:

So far! I Love You All! :kg:
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Beitragvon Angelika » 23.05.2007, 18:09

Nein man bekommt einen Welpen nicht ohne "Zufüttern" groß, aber man muß vielleicht in diesem Punkt mehr differenzieren. Einen gesunder Welpe der geboren wird macht sich sofort auf um die Zitze der Mutter zu finden, sollte er es nicht tun dann lasse ich diesen Welpen einschläfern. Ich habe Hündinnen die diese Welpen regelrecht verstossen und immer wieder aussortieren. Ich habe auch eine Hündin die, wenn ich den Welpen nicht raus nehme ihn auffrißt. Die ersten 3 Tage sind hier ganz Entscheidend für das Überleben und die Selektion. Eine gesunde Hündin hat genügend Milch ihre Welpen in den ersten drei Wochen problemlos zu säugen. Zu diesem Zeitpunkt können die Welpen bereits laufen und gehen selber an Mamas Futter oder Wassernapf. Meine Hündinnen bleiben die gesamten acht Wochen mit ihren Welpen zusammen und haben die Gelegenheit sich den Welpen zu entziehen, wenn sie mal ein Nickerchen ohne die Kleinen machen wollen. Dies tun sie auch erst, wenn die Welpen die Augen geöffnet haben und laufen können. Wenn die Welpen selbst schon fressen können, fangen meine Weiber an sich den Bauch voll zu stopfen, um dann den Welpen einen dicken Pampehaufen vorzuwürgen. (Ich finds nich so lecker, aber so ist es nun mal in der Natur)
Alle meine Hündinnen gebären selbstständig ohne fremde Hilfe. Ich könnte genauso gut ins Bett gehen, aber ich find es halt schon bei ihr zu sein und freu mich, wenn ich soetwas großartiges mitverfolgen kann. Ich schau an die Uhr wie lange ein Welpe braucht bis er die Zitze erreicht, manche haben Schallgeschwindigkeit. Ida hat eine Hündin geboren die noch mit den Hinterbeinchen drin steckte, da hatte sie schon die Zitze im Maul.
Ich denke dies sind alles gute und gesunde Reflexe, die auch so in der Natur ablaufen.

Auch in der freien Natur geht die Hündin auf Beute, frißt sich selbst satt und würgt ihren Welpen den Brei vor. Der einzige Unterschied ist hier, die eine ist Selbstversorger, die andere bekommt ihr Futter. Wir wissen doch gar nicht, ob unsere Hündinnen dazu noch in der Lage sind sich selbst zu versorgen. Sie haben weder die Möglichkeit, noch wollen wir das sie Nachbars Zicklein reissen.
Deshalb bleibt nur diese eine Möglichkeit, wir füttern sie!
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Beitragvon Daniela » 23.05.2007, 21:59

Erst einmal zum Verständnis nochmal das Beispiel mit dem Zufüttern (nicht das Vorgewürgte von der Hündin). Ja, bevor die Tierchen kaputt gehen würde ich auch zufüttern - Wenn das aber notwendig ist würde ich mir Gedanken machen warum!!!


Erstmal glaube ich nicht, dass es bei 95% der Hündinnen "notwendig" wäre zuzufüttern, wenn der Wurf eine entsprechende Größe hat bzw. nur wenige Welpen (bis ca. 6) geboren werden. Wir tun es freiwillig, um die Welpen bzw. den Magen-/Darmtrakt an die versch. Dinge wie Tatar, Quark, usw. zu gewöhnen. Sie würde sie auch alleine irgendwie großkriegen, aber aus Respekt - den du ja unten aufgeführt hast - vor den enormen Leistungen (und jeder der ein oder mehrere Kinder geboren hat, weiss wovon ich spreche) und Liebe, versuchen die Züchter der Hündin zu helfen, wo sie können. Ob nun nötig oder nicht, wir tun es, weil wir unsere Tiere lieben.

Einer Hündin die nicht selbstständig gebären kann und evtl. sogar einen Kaiserschnitt braucht würde ich natürlich helfen, ich würde sie danach nur nicht mehr zur Zucht einsetzen und mich wieder Fragen warum sie das nicht konnte!!!


Auch hier glaube ich, dass die meisten Hündinnen selber ihre Welpen auf die Welt bringen. Die anderen sollten, wenn es nicht gerade ein toter Welpe war, der den Geburtskanal verstopft, aus der Zucht genommen werden. Was - soweit ich das hier gelesen habe - die Züchter hier auch tun würden.

Wie viele Englische Bulldoggen können nur mit Kaiserschnitt gebären?? ... man hört sogar der Preis für diese Rasse wäre so hoch, weil fast immer ein Kaiserschnitt nötig ist .... Regt einen normal denkenden Menschen sowas nicht zum nachdenken an ??? Da kann doch was nicht stimmen ....


Das ist tragisch und auch unverständlich, warum solche Hunde in der Zucht sind, hat aber mit unseren ABs nun wohl nichts zu tun. Sollte jedenfalls nicht.

Was mich aber so ärgert ist immer dieses "nein, das kann nicht sein... nein, Du hast unrecht etc. etc." Warum?? Warum kann "unsereins" nicht wissen was nötig ist ??? Man hat manchmal das Gefühl, das jemand sieht "Ah, der Beitrag ist von Peppi, da bin ich gegen" .... ist ja auch Jedermans gutes Recht, aber warum? Geht es um Peppi oder die Hunde?? Selbst wenn Karl Arsch was meiner Meinung nach sinnvolles schreibt, denke ich da mal drüber nach .... und bin nicht sofort negativ eingestellt weil ER es geschrieben hat....


Was einige hier wohl ärgert ist, dass wir bis dato noch keine vernünftige Erklärung - und ich meine eine detailierte Beschreibung - gelesen haben, wie Ihr es besser machen würdet. Schildert doch mal genauestens, wie Ihr eine Geburt und Aufzucht der Welpen von statten gehen lassen würdet oder wie Ihr da Eure Vorstellungen habt. Dies habe - zumindest ich - hier noch nicht gelesen. Nur Pauschalisierungen, aber keine genaue Auflistung oder wie man es nennen würde.

Muß man Züchter sein um sich mit Hunden zu beschäftigen ??? Nein !!


Da gebe ich Dir recht, dass muß man nicht.

Warum wird einem z.Bsp. Trumler empfohlen findet aber selbst die Dinge die er gemacht hat nicht OK ??


Wer sagt denn das? Es ist aber doch wohl ein Unterschied, ob die Hunde, Dingos, usw. dort mehr oder minder verwildert leben und dort der Natur ihren Lauf gelassen wird, wenn Welpen krepieren oder ob man als Züchter einen Welpen abgeben möchte, der sozialisiert und auf's Leben vorbereitet ist.

Was ist so verwerflich daran jede Woche 3 Bücher zu lesen ??? Und dann darüber sprechen zu wollen ... Man darf auch nicht überlesen das z.Bsp. Peppi normalerweise NIE schreibt "ich habe das und das gelesen und so ist es". Nein, er schreibt ich habe das und das gelesen und es hört sich für mich sinnvoll an wei.... und was haltet ihr davon???


Nur muß man auch mit der Meinung der anderen Leben können, wenn die diese Bücher evtl. nicht gut finden.

Peppi und mir geht es, wie nur noch ein paar wenigen anderen hier, tatsächlich nur um den Hund.


Das halte ich persönlich für eine freche Behauptung, nein sogar Beleidigung. Man sollte sich vorher persönlich vor Ort darüber erkundigen, wer was mit seinen Hunden macht und arbeitet, bevor man solche Behauptungen aufstellt.

Nicht um Macht, Anerkennung, Punkte, Pokale etc. und wenn wir in der Zucht was in Frage stellen, dann liegt es an den Züchtern zu sagen warum das so gemacht wird ... finde ich! Aber stattdessen kommt nur ein "Peppi hat keinen Plan und was wir machen ist richtig" .... warum das richtig ist, ist leider nicht ersichtlich....


Da geht es 99% derjenigen, die hier zurzeit noch sind und schreiben, am allerwenigstens drum.

Und dazu kommt dann noch der ganze Hass untereinander .... wozu ??? Nicht jeder muß jedermans Freund sein nur weil er einen Hund der gleichen Rasse hat, aber Respekt vor Mensch und vor allem vor Tieren die sich nicht wehren können sollte doch wohl das Mindeste sein was man mitbringt ....


Da stehen die meisten wohl mittlerweile drüber über dem "Hass". Ich wüsste nicht, wen ich "hassen" täte. Wenn ich jemanden nicht mag, sage ich höflich "Guten Tag" und später "Tschüss" und dann hat es sich. Auch glaube ich, dass es die meisten ebenso halten. Das im Internet über's Ziel hinausgeschossen wird und dass manchmal ohne Maß, da gebe ich Dir recht. Es ist ja so schön anonym, denken da wohl einige.

Respekt bringen wohl die meisten ordentlichen Züchter für ihre Tiere auf, aber ihnen ist zusätzlich am Wohl der Tiere gelegen für die "Arbeit" die sie durch's Welpenkriegen für sie erbringen tun die meisten Züchter alles für ihre Tiere, ob es in den Augen mancher unsinnig ist oder nicht sei mal dahingestellt. Die Menschen fühlen sich besser, weil sie ihren Tieren bei der Geburt helfen können - auch wenn sie es nicht müssten - das ist Respekt für einen Freund.

Und doch, in meinen Augen darf es Züchter geben ... aber bitte mit Herz und vor allem Verstand!!!


Das finde ich auch und ich kenne selber genug davon.
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Beitragvon Antonia » 25.05.2007, 09:04

@ Peppi,
Warum hälst du dir dann einen Hund in Haus oder Wohnung wo du doch das natürliche so liebst? Du ziehst deinem Hund ein Halsband um, schränkst deinen Hund mit der Leine ein uvm. Ist das so natürlich?
Ich versuche im Ansatz zu verstehen, was du meinst, natürliche Intinkte zu erhalten usw. aber wir leben nun mal in der Zivilisation und hatten auch eine Evolution.
Ich für meinen Teil halte es für Tierquälerei Welpen nicht zuzufüttern und die Mutterhündin nicht zu entlasten. Klar haben die Mutterhündinen Milch um einen normale Wurfgröße zu versorgen, aber will ich dabei zusehen wie meine Hündin immer dürrer und ausgemergelter wird? Nein, ganz bestimmt nicht!!! Auf der einen Seite wird nach dem Tierschutz geschrien was das Zeug hält auf der anderen Seite lass mer mal machen, wird schon.
Für dich selbst nimmst du die Annehmlichkeiten der Zivilisation in Anspruch, kaufst dir sogar einen Rassehund (Mops) deren Zucht sehr umstritten ist und schon über Qualzucht gesprochen wird, im Gegenzug forderst oder erwartest du mehr "natürliche Aufzuchtsbedingungen" beim AB.
Ich für meinen Teil bin zufrieden wenn meine Hündin ihre Welpen ohne Komplikationen zur Welt bringt, ihre Welpen gut versorgt, ja freute mich sogar darüber, daß sie andere Personen bei der Geburt ohne weiteres dabei zugelassen hat, als Erstgebärende sofort wusste was zu tun ist, die Kleinen kräftig und vital waren, so daß sie den Weg zur Zitze sofort und schnell gefunden haben und die Mutterhündin ihre Welpen gut in unsere Familie mit einbezieht. Im Gegenzug dafür werd ich alles erdenkliche tun um ihr vieles zu erleichtern.
Du kannst in vielen Dingen den heutigen Haushund nicht mehr mit dem Wolf vergleichen. Warum suchte der Wolf in der Steinzeit eines Tages die Nähe des Menschen???? Ging es vieleicht um die Nahrung????
Manchmal gewinne ich bei dir den Eindruck du wirfst Denk- und Diskussionsanstöße auf, aber handelst absolut dagegen. Mein Vorschlag an dich wäre, mal 4 Wochen als Eremit fernab jeglicher Zivilisation zu leben ohne irgend etwas mitzunehmen. Ging bei den Steinzeitmenschen ja auch, also müsstet es du es doch auch schaffen von unseren Hunden erwartest du es ja auch, wobei du noch den Vorteil hättest und mit deinem heutigen Wissenstand mehr daraus zu machen als die Menschen damals.
Nimm es mir nicht übel Peppi, vieleicht reden wir ja auch aneinander vorbei, aber ich denke wenn wir so viel Konfort haben sollten wir auch unseren Hunden etwas davon zukommen lassen. Hat vieleicht auch ein bischen mit Tierliebe zu tun mit unseren Hunden zu teilen und nicht nur ständig an sich selbst zu denken und nur von ihnen erwarten und fordern.
Grüße Antonia
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Beitragvon Peppi » 10.06.2007, 18:28

Hab gerade zufällig ein schönes Interview von Wuff mit Eric Ziemen gefunden, welches ich Euch nicht vorenthalten wollte.

http://66.102.9.104/search?q=cache:dND2 ... =firefox-a


Hätte sicherlich auch unter andere Überschriften gepasst... :zensur:
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Beitragvon Daniela » 10.06.2007, 21:12

Jepp, hätte es. Liest sich interessant, ist in der Ausgabe 2001/2002 erschienen, wie da steht. Ich sehe da Aussagen, die auch Cesar Millan so oder fast genauso getroffen hat.
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Beitragvon Peppi » 11.06.2007, 09:58

Ja klar, der hat ja auch nur abgeschrieben :lachtot:


***das war ein Schez*** bzw. sollte...
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Beitragvon Daniela » 11.06.2007, 10:06

Wieso? Kann doch sein, Millan schreibt, dass er viele Bücher und Dokus von Wolfsforschern - als er dann in USA war und die Spache richtig konnte - gelesen und geschaut hat und auch daraus unter anderen sein Wissen bezieht. Also so abwegig könnte der Gedanke nicht sein ;)
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