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AMERICAN BULLDOGS mit andersfarbigen augen

Allgemeine und unspezifische Informationen über den American Bulldog

Re: AMERICAN BULLDOGS mit andersfarbigen augen

Beitragvon MrFabulous » 17.07.2011, 13:24

Wollte ja eigentlich nichts mehr zum Thema schreiben, aber da hier einige offensichtlich nur auf Bilder reagieren und den Text nicht lesen nochmals der Text zum Bild:

Hallo,
hier ein Bild von unserer Luzi. Sie hat blaue Augen und ist die einzige im Wurf mit dieser Augenfarbe.
Da wir wissen, dass dies für Zucht (die wir nie vor hatten) ein Nogo ist, wird sie demnächst kastriert um "Unfällen" vorzubeugen.
Trotzdem finden wir ist sie eine ganz hübsche und die blauen Augen kommen bei den Mitmenschen besonders gut an.


Wir hatten nie vor zu züchten, weil auch wir der Meinung sind, gewisse Rassestandards sollten erhalten werden.
Für die Spezialisten nochmal zum mitschreiben:
Die Eltern von Luzi sind beim National Kennel Club in Blaine Tennessee registriert!
Papa ist Morquises Hook und Mama ist Morquises Fee.
Da ich mein Abitur mit Leistungsfach Biologie gemacht habe, sind mir gewisse Kenntnisse in Vererbungslehre (war z.B. Prüfungsthema) durchaus zu unterstellen.
Demnach kommt es auch immer wieder zu kleinen Eingriffen von Mutter Natur, die der Mensch, Gott sei Dank, nicht immer beinflussen kann.
Aus diesen Kenntnissen heraus und weil wir selbst am Erhalt der reinen Rasse interssiert sind, haben wir beschlossen Luzi zu kastrieren.
Also können alle Züchter und Verfechter der reinen Lehre eigentlich zufrieden sein über unser Verantwortungsbewußtsein.

Was uns nur aufregt sind Zitate, wie sie nur ein wahrscheinlich durschnittsgebildeter (also recht unwissender) Ami ablassen kann:

I wouldn`t feed them.
put them six feet down in the yard.


Heißt auf Deutsch: die laß ich verhungern und begrab sie 2 Meter unter der Erde!

Dies ist dann so, wie wenn man die "untauglichen" Welpen gleich nach der Geburt ins Klo wirft und abspült.
Sowas reicht hierzulande zu einer Anzeige.

@Bulldogge
Diese Aussage ist bestimmt richtig:
Im südlichen Teil der USA nennt man den Bulldog bzw. eine Urform des heutigen Bulldog noch immer Old Southern White.

Aber nun mal was zum historischen Hintergrund:
Ich habe einen guten Bekannten, ein Farbiger aus den Südstaaten (Alabama) und der kann Dir gerne mal erklären was es mit weißen Hunden im Süden auf sich hat: sie wurde speziell gezüchtet um Sklaven (also Schwarze) einzuschüchtern!
Diese Praxis wurde in den Südstaaten auch noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts auch stets beibehalten.

Seit wir Luzi haben muß ich sie wegsperren wenn er kommt, weil er eine Urangst vor weißen Hunden hat.
Begründung: "Du weisst ja wozu die früher benutzt wurden."
Okay, wenn sie bei mir im Laden hinter der Theke ist, dann streichelt er sie auch vorsichtig, aber ohne was zwischen ihm und Luzi kriegt er die Krise.

Abschließend möchte ich feststellen, daß auch ich dafür bin einen Rassestandard zu erhalten, aber nicht entsprechende Exemplare verrecken zu lassen, finde ich grotesk.
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Re: AMERICAN BULLDOGS mit andersfarbigen augen

Beitragvon quisto » 17.07.2011, 13:32

Das klingt fast so als ob das "Orginal" dem aussterben geweiht ist,es ist doch wohl sehr schwer reine Bulldogs zu finden-deren Ahnen ohne Einkreuzungen sind. Wie weit darf denn so eine Einkreuzung in der Ahnenfolge zurückliegen um das man nicht mehr mit spätere Auswirkungen zu rechnen hat? Ist das überhaupt ersichtlich aus den Papieren ?


Eine Rasse zu erhalten ist ein schwieriges Thema-kenne ich vom Holländer-dort wurden und werden zum Teil noch Belgier reingezüchtet weil es einfach zu wenige Tiere gab und man Inzucht vermeiden wollte-deshalb war es auch oft der Fall, das Fehlfarben vorkamen oder große Größenunterschiede zu verzeichnen waren (zumindest als ich meinen holte)

Ach,und finde auch das die blauen Augen was besonderes sind-schön sieht es schon aus. Ich denke es ging ja primär ums Aussehen und nicht um Zuchttauglichkeit.
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Re: AMERICAN BULLDOGS mit andersfarbigen augen

Beitragvon Michael » 17.07.2011, 14:33

in der zucht geht es sehr häufig, wie bei jedem anderen geschäft um einen profit, was ich je bekannter weise nicht verurteile.
es werden also kunden wünsche erfüllt oder modetrents bedient. das ist beim ab nicht anders als bei pudel oder der dogge.
alles was aussergewöhnlich ist, ist auch teuer. blau labradore, weisse dobermänner, kleine und weite ab`s etc.
es gibt nur wenige ab-züchter die noch den alten typ bevorzugen. viele gehen auf den modernen typ über, der besonders
von deckrüden wie "king mufassa" in den usa oder in europa von "megabulls fifty" geprägt ist, ganz wertfrei und ohne kritik.
andere leute glauben auch probleme mit großen, schweren und dann auch noch muskulös,sportlichen hunden zu haben, weil sie meinen sie könnten diese
masse nicht handeln.andere kennen sog. old-typ abs auch garnicht mehr.
ich höre immer wieder auf ausstellunge den satz: "wenn ich gewusst hätte, dass es auch solche abs gibt dann ........"
sog. old-fashioned ab`s sind seltener und viele kennen diese auch garnicht (mehr).
aber wie gesagt, wenn jemand seinen hund liebt und ihm ein guter partner ist, dann ist die farbe egal.
ein guter hund hat keine farbe, größe oder was auch immer.
aber in der zucht und im showring, wo nach standard bewertet und gezüchtet werden sollte, haben diese hunde
eigentlich in meinen augen nichts verloren. egal ob es dem subjektive empfinden jedes einzelnen entspricht oder nicht.
es gibt schon noch ein paar züchter, die versuchen altes blut zu halten und zu züchten.
auf deine frage ob man es aus den stammbäumen ersehen kann ist die antwort eindeutig ja,
wenn mann/frau stammbäume lesen kann und weiss was genetisch dahinter steht.
dann kann man auch viel über die wahrscheinliche genetik der nächsten generation deuten.
aber leider wissen darüber auch nicht alle züchter bescheid.
lg Michael ( Von Avalon's American Bulldogs )
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Re: AMERICAN BULLDOGS mit andersfarbigen augen

Beitragvon Bulldogge » 17.07.2011, 14:49

MrFabulous hat geschrieben:@Bulldogge
Diese Aussage ist bestimmt richtig:
Im südlichen Teil der USA nennt man den Bulldog bzw. eine Urform des heutigen Bulldog noch immer Old Southern White.

Aber nun mal was zum historischen Hintergrund:
Ich habe einen guten Bekannten, ein Farbiger aus den Südstaaten (Alabama) und der kann Dir gerne mal erklären was es mit weißen Hunden im Süden auf sich hat: sie wurde speziell gezüchtet um Sklaven (also Schwarze) einzuschüchtern!
Diese Praxis wurde in den Südstaaten auch noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts auch stets beibehalten.


Das mag gut sein. Viele Hunderassen haben ihren Ursprung im Bedürfnis, gewisse Aufgaben zu erfüllen. Ob die Aufgabe ethisch vertretbar ist oder nicht, steht doch hier aber nicht zur Disposition (sonst könnten wir über den Sinn eines Ridgebacks oder eines Bourbels genauso diskuttieren, wie über den Sinn eines Pitbulls, eines Toza Inus, eines Rottweilers oder eines Irish Wolfhounds).

Fakt ist aber, dass der OSW genauso ein Stammvater des heutigen AB ist, wie es einige andere Rassen eben auch sind - denn auch der AB wurde "kreiert", um Aufgaben zu erfüllen.
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Re: AMERICAN BULLDOGS mit andersfarbigen augen

Beitragvon quisto » 17.07.2011, 14:57

Wenn denn aber nun steht, Beispiel: Ur-Urgroßeltern,Thompson Intimidator,ZB.Nr.:nicht registriert,da weiß man doch nichts,nur durch Beziehungen und oder Bekannte kann man doch nur erfahren ob nun rein oder nicht.

Wie gesagt für mich ist das sehr informativ und interessant geworden und klar zählt im Augenblick nicht der Ahnenpass oder ähnliches-der Zug ist ja abgefahren ;) .Mein Hund ist spitze und ich möchte sie keinen Tag mehr missen müssen.
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Re: AMERICAN BULLDOGS mit andersfarbigen augen

Beitragvon Michael » 18.07.2011, 09:38

MrFabulous hat geschrieben:Wollte ja eigentlich nichts mehr zum Thema schreiben, aber da hier einige offensichtlich nur auf Bilder reagieren und den Text nicht lesen nochmals der Text zum Bild:

Hallo,
hier ein Bild von unserer Luzi. Sie hat blaue Augen und ist die einzige im Wurf mit dieser Augenfarbe.
Da wir wissen, dass dies für Zucht (die wir nie vor hatten) ein Nogo ist, wird sie demnächst kastriert um "Unfällen" vorzubeugen.
Trotzdem finden wir ist sie eine ganz hübsche und die blauen Augen kommen bei den Mitmenschen besonders gut an.


Wir hatten nie vor zu züchten, weil auch wir der Meinung sind, gewisse Rassestandards sollten erhalten werden.
Für die Spezialisten nochmal zum mitschreiben:
Die Eltern von Luzi sind beim National Kennel Club in Blaine Tennessee registriert!
Papa ist Morquises Hook und Mama ist Morquises Fee.
Da ich mein Abitur mit Leistungsfach Biologie gemacht habe, sind mir gewisse Kenntnisse in Vererbungslehre (war z.B. Prüfungsthema) durchaus zu unterstellen.
Demnach kommt es auch immer wieder zu kleinen Eingriffen von Mutter Natur, die der Mensch, Gott sei Dank, nicht immer beinflussen kann.
Aus diesen Kenntnissen heraus und weil wir selbst am Erhalt der reinen Rasse interssiert sind, haben wir beschlossen Luzi zu kastrieren.
Also können alle Züchter und Verfechter der reinen Lehre eigentlich zufrieden sein über unser Verantwortungsbewußtsein.

Was uns nur aufregt sind Zitate, wie sie nur ein wahrscheinlich durschnittsgebildeter (also recht unwissender) Ami ablassen kann:

I wouldn`t feed them.
put them six feet down in the yard.


Heißt auf Deutsch: die laß ich verhungern und begrab sie 2 Meter unter der Erde!

Dies ist dann so, wie wenn man die "untauglichen" Welpen gleich nach der Geburt ins Klo wirft und abspült.
Sowas reicht hierzulande zu einer Anzeige.

@Bulldogge
Diese Aussage ist bestimmt richtig:
Im südlichen Teil der USA nennt man den Bulldog bzw. eine Urform des heutigen Bulldog noch immer Old Southern White.

Aber nun mal was zum historischen Hintergrund:
Ich habe einen guten Bekannten, ein Farbiger aus den Südstaaten (Alabama) und der kann Dir gerne mal erklären was es mit weißen Hunden im Süden auf sich hat: sie wurde speziell gezüchtet um Sklaven (also Schwarze) einzuschüchtern!
Diese Praxis wurde in den Südstaaten auch noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts auch stets beibehalten.

Seit wir Luzi haben muß ich sie wegsperren wenn er kommt, weil er eine Urangst vor weißen Hunden hat.
Begründung: "Du weisst ja wozu die früher benutzt wurden."
Okay, wenn sie bei mir im Laden hinter der Theke ist, dann streichelt er sie auch vorsichtig, aber ohne was zwischen ihm und Luzi kriegt er die Krise.

Abschließend möchte ich feststellen, daß auch ich dafür bin einen Rassestandard zu erhalten, aber nicht entsprechende Exemplare verrecken zu lassen, finde ich grotesk.


hallo Mr. Faboulos,
das mit den reinen rasse(steht glaub ich bei mendel : kreuzt man reine rassen gleicher art so sind in der F1-Gen.....)
ist heutzutage immer ein wenig bedenklich in der formulierung.
mein bioleistungkurs ist nun leider schon mehr als dreißig jahre her.
manchmal lässt sich in der hundezucht generell, ohne ein fremdbluteinkreuzen auch anderer, ähnlicher rassen
nicht auskommen, besonders wenn der genpool sehr klein (geworden)ist oder durch zuchtfehler gemacht wurde.
leider wird dies aber auch gemacht um aus gründen der wertschöpfung und des profits eine neue rasse zu schaffen,
die sich weil rar, besser vermarkten lässt. ich halte das für den suboptimalen beweggrund.

mit den ungebildeten us-americaner bin ich da immer etwas irritiert, da es auch hier dann immer vorurteile gibt. die aussage
" i wouldn`t feed them" ist auch oft ein platzhalter für: ich würde so etwas nicht haben wollen und in ein gutes zuhause geben.
viele menschen, hier wie da, pflegen drastische und polarisierende sprüche. ich bin mir da meiner eigenen probleme sehr bewusst.
dennoch rütteln solche sprüche auf und geben anlass eine thema genauer und kontrovers zu besprechen

das die rassethematik in den usa genau wie bei uns mit mitbürgern die einen migrationshintergrund haben, von beiden seiten stark genutzt wird
steht ausser frage und der rassismus in den usa ist leider immer noch lebendig, bezieht sich aber meines wissens nach nicht nur auf schwarz/wiess,
aber es gibt heute sehr viele farbige ab-züchter in der usa, sehr viele latinos und ebonies züchten heute mit
erfolg gerade weisse abs.

zum thema kastration kann ich nur sagen, dass ich dies nur dann befürworten würde, wenn es dafür einen medizinischen grund gibt,
man kann während der hitze die hunde auch trennen etc. pp.. nur wegen nicht züchten wollen und da ihr das eh nicht vorhabt,
würde ich euch von diesem schritt gern abraten. es gibt auch negative begleitaspekte.
ob ihr nun die hündin kastrieren lasst oder nicht, wie gesagt würde ich das ohne med. grund nicht tun, geht mich
absolut nichts an, selbst wenn ihr damit züchten wollen würdet geht mich das nichts an, wir gehen unseren weg
und gestehen jedem anderen auch zu, seinen zu gehen.
ich hoffe, ich habe meinen standpunkt hiermit etwas besser dargestellt, was in der essenz mündet,
mir ist das egal ob dein hund blau, grün oder gelb ist, solange du ihn liebst- ich würde ihn aber nicht
für meine zucht und nicht unbedingt für mich als pet haben wollen.

in diesem sinne
lg Michael ( Von Avalon's American Bulldogs )
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